03.10.2018 21:13 Uhr - DHB-Pokal - Martin Holzheier/Bernd Hohnstein, PM THC und red

DHB-Pokal: Meister Thüringer HC gewinnt Liga-Duell gegen Blomberg

Silje Brons Petersen erzielte sieben Treffer - für Blomberg reichte es dennoch nicht zur ÜberraschungSilje Brons Petersen erzielte sieben Treffer - für Blomberg reichte es dennoch nicht zur Überraschung
Quelle: Gentzel, pictureteam
Der Thüringer HC bleibt in dieser Saison weiterhin ungeschlagen - nach Siegen in der Bundesliga verlief auch der erste Einsatz im DHB-Pokal gegen Ligakonkurrent HSG Blomberg-Lippe erfolgreich. Der Meister feierte nach ausgeglichenem Start am Ende doch ein deutliches 41:31 (19:13), bei dem vor 545 Zuschauern Nationalspielerin Emily Bölk mit acht Toren die beste Werferin war. Für Blomberg, das das dritte Mal in Serie im Pokal am THC scheiterte, erzielte Silje Brons Petersen sieben Treffer. Sowohl der THC wie auch die Gäste setzten dabei aufs Tempo und sorgten für über siebzig Tore in den sechzig Minuten.

Die ersten drei Würfe der Gäste parierte Ann-Cathrin Giegerich im Tor des THC, auf der Gegenseite trafen Alicia Stolle und Lydia Jakubisova zum 3:1 (5. Minute). Danach klemmte es im Angriff des deutschen Meisters und die Gäste glichen durch verwandelte Strafwürfe zum 3:3 in der siebten Minute aus. Beim THC übernahm Mannschaftskapitänin Iveta Luzumova nun die Verantwortung und erzielte wichtige Tore, der Vorsprung stieg auf drei Tore, so dass sich der Gästetrainer Steffen Birkner zu Auszeit gezwungen sah.

Bis zum 10:7 gut zehn Minuten vor dem Seitenwechsel war das Spiel jetzt ausgeglichen, doch die mangelnde Abwehrarbeit gefiel THC-Trainer Herbert Müller nicht und er legte seine erste Grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichts. In der 25. Minute erzielte Iveta Luzumova, durch einen verwandelten Strafwurf, denn ersten fünf Tore-Vorsprung des Spieles. Die Gäste antworteten umgehend, Kathrin Pichelmeier netzte zum 14:10 ein. In dieser Phase der Begegnung schien der THC das Spiel zu bestimmen, doch den Gästen aus Blomberg gelangen immer wieder einfache Tore. Der Vorsprung des Favoriten wuchs aber langsam weiter an, mit einem 19:13 ging es in die Kabinen.

Das erste Tor der zweiten Halbzeit erzielte die Kreisläuferin der Gäste Laura Rüffieux. Meike Schmelzer machte es ihr nach und traf mit einen sehenswerten Treffer vom ebenfalls vom Kreis. Das Spiel nahm jetzt an Tempo zu und beide Mannschaften kamen zu Torerfolgen. Der Thüringer Handball Club erhöhte nun stetig den Druck auf die Abwehr der Gäste. In der 38. Minute kam nach langer Verletzungspause Jana Krause ins Tor der Gastgeber und parierte sofort einen Strafwurf von Silje Brons Petersen.


Den anschließenden Tempogegenstoß versenkte Ina Großmann, damit war in der vierzigsten Minute beim 28:18 der erste zehn Tore Vorsprung perfekt und die Vorentscheidung gefallen. Doch fünf Minuten später nahm Herbert Müller dann seine nächste Auszeit, weil seine Spielerinnen zu leichtfertig agierten und die Abwehr nicht mehr sicher stand. Der Gast aus dem Lipperland hatte auf acht Tore verkürzt, doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht mehr vom Achtelfinalkurs abbringen. Im Tor glänzte nun Jana Krause und hatte ihren Anteil, dass am Ende beim 41:31 doch wieder zehn Tore zwischen den Konkurrenten lagen.

"72 Tor sprechen für ein sehr schnelles Tempospiel, welches von den Angriffsreihen dominiert wurde. Ich kann aber weder den angriff übermäßig loben, noch die Abwehr tadeln. Es war ein typisches Pokalspiel, wo nur das Weiterkommen zählt. Ich finde das Spiel hat ungemein Spaß gemacht und die Zuschauer begeistert und nur das zählt", so THC-Coach Herbert Müller nach der Begegnung. Sein Gegenüber Steffen Birkner befand: "Wir wollten mutig angreifen, was uns aber in der ersten Halbzeit nicht so gelungen ist, in der Zweiten konnten wir uns steigern. Wir werfen hier 31 Tore, was sicher nicht jeder Mannschaft gegen den THC gelingt, bekommen aber auch 41 Tore, was mir nicht gefallen hat."