03.10.2018 12:52 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

DHB-Pokal: Blomberg sieht sich als Außenseiter - THC mit Personalsorgen

Anne Hubinger fällt mehrere Wochen ausAnne Hubinger fällt mehrere Wochen aus
Quelle: Mario Gentzel
In der zweiten Runde des DHB-Pokals steht die HSG Blomberg-Lippe am heutigen Mittwoch, 3. Oktober, vor einer sehr hohen Hürde. Das Team von Trainer Steffen Birkner muss beim Deutschen Meister Thüringer HC antreten. "Ein Weiterkommen gegen den Liga-Konkurrenten, der nach drei Spieltagen schon wieder die Tabelle anführt, scheint nahezu unmöglich", zeigt sich die HSG in ihrem Vorbericht zurückhaltend. Der Anpfiff in der Sporthalle in Bad Langensalza erfolgt um 18 Uhr. Beim Gegner sorgt die Personalsituation für Sorgenfalten.

"Natürlich war Thüringen nicht gerade unser Traumlos. Aber nun müssen wir halt das Beste daraus machen. Bei uns muss gegen diese hochklassig besetzte Mannschaft alles passen, um vielleicht in den Bereich einer Überraschung zu kommen", sagt HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch vor der Partie. Am "Tag der deutschen Einheit" sind Anna Monz und Co. gefordert, als eine homogene Truppe aufzutreten.

Die drei Erfolge zum Start in die neue Bundesliga-Saison sollten in jedem Fall für genügend Selbstvertrauen sorgen. "Wir wollten das Heimspiel gegen Bensheim unbedingt gewinnen, um mit einem positiven Gefühl in die Länderspiel-Pause und die nun folgenden Aufgaben im Oktober zu gehen. Und die werden es in sich haben. Zunächst geht es im Pokal zum Thüringer HC, dann reisen wir in der Bundesliga zum Buxtehuder SV und schließlich treffen wir erneut auf den Thüringer HC", weiß Steffen Birkner, was auf sein Team zukommt.

In der vergangenen Spielzeit musste die HSG Blomberg-Lippe übrigens auch im Pokal in Thüringen antreten. Am 1. November 2017 unterlagen die Nelkenstädterinnen relativ deutlich mit 16:24. Ein Wiedersehen wird es am Mittwoch mit Alicia Stolle geben. Die Nationalspielerin trug in der vergangenen Saison noch das HSG-Trikot. Eine HSG-Vergangenheit haben außerdem Kreisläuferin Josefine Huber sowie die beiden Rückraumspielerinnen Saskia Lang und Gordana Mitrovic.

Anne Hubinger fällt mehrere Wochen aus



In der Vorbereitung gab es im August bereits ein Spiel gegeneinander in Ilmenau, das die Gäste gewinnen konnten. Dabei überraschte eine junge Truppe unter Birkner die sieggewohnten Thüringerinnen, die sowohl nicht in Bestbesetzung antreten konnten, als auch noch sehr viel experimentierten. "Deshalb kommt mir diese Niederlage gar nicht so ungelegen, ist sie doch zusätzliche Motivation und vor allem eine Warnung, den Gegner erst zu nehmen", sagt Herbert Müller damals.

Der THC-Trainer fordert seine Mannschaft auf, "an die Leistungen des Bundesligaauftakts anzuschließen und die Favoritenrolle anzunehmen". Schon vier Tage später startet in Nordhausen die EHF Champions League, wo es für das Team darauf ankommen wird, mit einem Heimsieg zu starten. Dann wäre man dem Ziel, Einzug in die Hauptrunde, einen Schritt näher gekommen.

Es gibt ein paar Sorgenfalten auf der Stirn des Trainers, denn Josephine Huber ist umgeknickt, hat einen geschwollenen Knöchel. Ihr Einsatz ist offen. Alicia Stolle hatte im ersten Russland-Spiel in Dessau einen Zusammenstoß mit einer Gegenspielerin, wurde deshalb in Nordhausen geschont, ist voraussichtlich aber wieder einsatzfähig. Auch Ina Großmann, die einen Schlag auf den Daumen erhielt, war angeschlagen. Nur bei Anne Hubinger ist die Sache etwas ernster. Ihr Fuß ist immer noch nicht schmerzfrei. Sie wird deshalb auf Anraten der Ärzte erst einmal die nächsten vier Wochen aus dem Spielbetrieb genommen.

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