28.09.2018 16:18 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Müssen technische Fehler gering halten": Trierer Miezen mit Heimpremiere gegen Tabellenführer

Comeback für Bayeröhde-Wuppertal: Lisa HavelComeback für Bayeröhde-Wuppertal: Lisa Havel
Quelle: Jörg Dembinski
Nach zwei Auswärtsspielen zum Auftakt feiert Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier nun die Heimpremiere der Saison 2018/19. Gegner in der Arena Trier (Samstag, 18 Uhr) ist der TV Beyeröhde-Wuppertal, der bisher drei souveräne Siege gefeiert hat und die Tabelle mit 6:0 Punkten anführt.

Die Miezen haben ihre ersten Spiele in Mainz und Zwickau verloren, im zweiten Spiel aber eine deutliche Leistungssteigerung erkennen lassen. Klar ist, dass eine weitere Verbesserung erforderlich ist, wenn die Triererinnen der Mannschaft aus dem Bergischen Land Paroli bieten wollen. TVB-Coach Martin Schwarzwald will gegen die Miezen vor allem das eigene, so erfolgreiche Tempospiel durchbringen und sich nicht auf die Spielweise der erfahrenen Moselstädterinnen einlassen. Hierbei kann Schwarzwald auch auf die Dienste von Rechtsaußen Lisa Havel zurückgreifen, die nach zwei Wochen wieder zur Verfügung steht.

In den bisherigen Partien offenbarte das Team von Trainer Martin Schwarzwald keine relevanten Schwächen, aber deutliche Stärken. "Vor allem der Rückraum ist hervorragend besetzt", sagt Miezen-Trainerin Elena Vereschako und lobt außerdem die "sehr starke Torfrau Natascha Krückemeier" und generell "das erstklassige Umschalten." Aus dem Rückraum ragen Linkshänderin Johanna Heldmann, die Ex-Triererin Natalie Adeberg und Ramona Ruthenbeck heraus. Mit bereits 20 Saisontoren liegt Ruthenbeck gemeinsam mit Linksaußen Michelle Stefes in der Torjägerinnenliste der Liga in der Spitzengruppe.

Die große Stärke von Torfrau Krückemeier ist die Ruhe, die sie ausstrahlt. "Sie bleibt bis zum letzten Moment stehen", sagt Vereschako, "und sie hat große Qualitäten in der Einleitung von Tempogegenstößen." Überhaupt das Umschaltspiel der Gäste. "Sie nutzen jeden Ballgewinn zum schnellen Angriff", sagt die Miezen-Trainerin. "Wir brauchen daher ein sicheres Passspiel und müssen technische Fehler gering halten. Und wenn ein Ball verloren geht, ist höchste Aufmerksamkeit geboten."

Die eigene Leistung muss stimmen, um gegen den Spitzenreiter bestehen zu können. Etwas weniger Pech als in Zwickau, als man Pfostentreffer gleich im Dutzend erzielte, wäre auch hilfreich. Vereschako freut sich auf ihre Heimpremiere nach mehrjähriger Abwesenheit von den Miezen und hofft auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. In das Duell mit dem Tabellenführer geht die MJC in derselben Besetzung wie in der Vorwoche - mit einer gänzlich gesundeten Andrea Czanik, die in Zwickau noch durch eine Erkältung gehandicapt war. Die Entscheidung, ob Dora Simon-Varga ihr Comeback nach langer Verletzungspause feiert, fällt nach dem Abschlusstraining.