25.09.2018 13:31 Uhr - 2. Bundesliga - PM FSV

Krimi in Mainz - Golla rettet Happy End für 1. FSV Mainz 05

Paulina GollaPaulina Golla
Quelle: Mainz 05
In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel der 2. Bundesliga Frauen gewannen die Meenzer Dynamites am Ende glücklich mit 22:21 (11:9) und holen die nächsten beiden Punkte. Während bei den Gästen Verena Breidert zu alter Form auflief, rettete 05-Youngster Paulina Golla mit ihrem beherzten Wurf die beiden Punkte.

Von Beginn an zeigte sich die Defensive der Mainzerinnen stark verbessert und nahm den geduldig spielenden Nürtingerinnen immer wieder das Anspiel an den Kreis ab. Im Angriff hingegen taten sich die Meenzer Dynamites schwer und mussten sich jedes Tor hart erarbeiten. Nürtingen spielte sehr körperbetont und zwang die Dynamites immer wieder in 1-gegen-1-Situationen. Es fehlte die Bewegung im Angriff und wenn einmal Wurfchancen da waren, stand im Nürtinger Tor eine starke Christine Hesel, die Kristin Schäfer in nichts nach stand.

Mit einem knappen 11:9 Vorsprung wurden die Seiten gewechselt. Auch in der zweiten Halbzeit das gleiche Bild, eine gute Defensive wechselte mit einer schwachen und zu statischen Offensive, in der meist Einzelaktionen die Torerfolge brachte. Teilweise sogar in Rückstand geraten, gaben die Mainzerinnen aber nicht auf und blieben dran. Bei 20:21 verhinderte die Defensive zweimal hintereinander einen zwei Tore Rückstand und ebnete so den Weg für eine glückliche aber erfolgreiche Schlussphase.


Nach dem Ausgleich zum 21:21 gewannen die Dynamites nochmal den Ball und hatten 14 Sekunden vor Ende doppelte Überzahl. Thomas Zeitz hatte noch eine grüne Karte in Petto und nahm das Teamtimeout.

Trainer Thomas Zeitz sagte nach dem Spiel: "Heute haben wir das Glück am Ende gehabt, was uns zwischenzeitlich in Lintfort gefehlt hat. Wir haben uns sehr kritisch mit der Abwehrleistung in Lintfort auseinandergesetzt und die Mädels mussten viel Kritik einstecken. Heute haben Sie die richtige Antwort auf dem Feld gegeben. Torhüter und Defensive waren stark und der Schlüssel zum Sieg."

"Unser Angriff war noch zu statisch und leider haben wir es verpasst, durch die Verwertung der hundertprozentigen Torchancen das Spiel früher zu entscheiden. Aber wir haben auch gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Team aus Nürtingen gespielt, was wie in den letzten Jahren auch aufgrund der vorhandenen Erfahrung das Spiel immer wieder gekonnt verschleppt hat", so Zeitz weiter. "Letztes Jahr sind wir darauf reingefallen und deshalb haben wir da diesmal einen Schritt nach vorne gemacht. Am Ende haben wir zwei Punkte, das war und ist immer das Hauptziel. Mund abputzen und weiter."