24.09.2018 15:25 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Kurpfalz Bären begeistern im Spitzenspiel gegen Kirchhof

Carmen MoserCarmen Moser
Quelle: Kurpfalz Bären
Beide Trainer bescheinigten ihren Teams eine starke Leistung, die in der Ketscher Neurotthalle den 750 Zuschauern ein echtes Spitzenspiel boten. Am Ende setzten sich die Kurpfalz Bären mit 28:24 (13:12) gegen die SG 09 Kirchhof durch. Christian Denk bemängelte die "nicht immer konsequente Chancenverwertung" seiner Spielerinnen, während Katrin Schneider "rundum stolz auf den kollektiv überzeugenden Auftritt" ihrer Bären-Ladies war.

In der ersten Halbzeit kämpften die beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften auf Tuchfühlung, ehe die Gastgeberinnen sich in der zweiten Halbzeit mit 20:14 absetzen konnten. Unter dem Strich untermauerten beide Teams ihren Anspruch, eine wichtige Rolle im Spitzenfeld der zweiten Handballbundesliga der Frauen spielen zu wollen.

Beide Torhüterinnen entschärften in der Anfangsphase viele vermeintlich unhaltbare Würfe vom ersten Wurfkreis. Auf dem Feld setzten Christin Kühlborn und Carmen Moser, die sich auch durch die vorgezogen agierende Kim Chiara Mai nicht bremsen ließ, die auffälligsten Akzente. Auffällig war die unterschiedliche Angriffstaktik: Die Bären spielten wie immer Vollgas und gingen nach Ballbesitz unmittelbar auf Torejagd. Kirchhof baute unter der Regie von Michelle Urbicht die Angriffe geordnet und eher gemächlich auf, während die Ketscher Rückraumreihe mit Saskia Fackel, Samira Brand und Carmen Moser sofort den Turbo anschalteten und den direkten Weg zum gegnerischen Tor suchten.

In den ersten 11 Minuten nach Seitenwechsel fiel die Vorentscheidung, als die wiederum an der Abwehrspitze überragende Rebecca Engelhardt in der 41. Minute das 20:14 erzielen konnte. Nach einer fünfminütigen Flaute schickte der Gästetrainer im Angriff sieben Feldspielerinnen auf die Platte, doch die Bären ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und kämpften beherzt weiter. Erst Torjägerin Diana Sabljak sorgte dafür, dass ihre Mannschaft nicht weiter ins Hintertreffen geriet. Doch Kate Schneider fand in zwei Auszeiten die richtige Ansprache, und die Bärenfans durften über einen unerwartet klaren Sieg jubeln.


Dr. Robert Becker betonte nach Spielschluss die "trainerische Meisterleistung" der Bären-Chefin: "Kate hat die Mannschaft sowohl mental als auch taktisch großartig vorbereitet und auch während der Partie souveräne Entscheidungen getroffen. Als sportliche Leiter können sich Tom (Löbich) und ich ruhig zurücklehnen, denn Kate bildet mit ihren Schützlingen eine verschworene Einheit, die uns auch in dieser Saison viel Vergnügen bereitet."

"Ketsch hat sich den Sieg nach der Pause verdient, auch wenn vier Tore zu viel sind", sagte SG-Coach Christian Denk. "Wir haben teilweise unnötig die Brechstange ausgepackt und wollten zu schnell zu viel. Ansonsten war es ein sehr gutes Spiel", sagte Denk. "Wir konnten Moser bei ihren Durchbrüchen nicht stoppen. Und wenn wir wieder etwas Hoffnung hatten, hat Stockhorst diese zunichtegemacht", erklärte der SG-Coach.