18.09.2018 11:46 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Beyeröhde-Wuppertal demonstriert Stärke gegen Gedern/Nidda

Natalie Adeberg erzielte sieben Tore für Beyeröhde-Wuppertal.Natalie Adeberg erzielte sieben Tore für Beyeröhde-Wuppertal.
Quelle: Jörg Dembinski
Im ersten Heimspiel in der 2. Bundesliga musste sich die HSG Gedern/Nidda in der bestens gefüllten und stimmungsvollen Gymnasiumhalle klar geschlagen geben. Gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit 24:35 (13:18).

Mit einer sehr konzentrierten Leistung gelang es in der Anfangsphase, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Kreisläuferin Leonie Nowak brachte die Gastgeberinnen in der sechsten Minute sogar mit 3:2 in Führung. In der Folge führten allerdings Fehlwürfe und Ballverluste dazu, dass Beyeröhde vermehrt ins Tempospiel kam und dort seine enorme Qualität ausspielen konnte.

Die Führung drehte sich, TVB-Spielmacherin Ramona Ruthenbeck erzielte in der neunten Minute das 3:6. Die HSG Gedern/Nidda warf in Sachen Kampf und Leidenschaft zwar alles in die Waagschale. Doch dies genügte gegen die Klasse des gestandenen Zweitligisten nicht, um die Partie dauerhaft ausgeglichen zu gestalten. Ein weiterer Rückschlag: Bei Beyeröhdes Gegenstoß zum 5:11 (18.) berührte Kristin Amos Gästeakteurin Michelle Stefes leicht, die Schiedsrichter zeigten daraufhin die rote Karte.

Neben Johanna Becker (Urlaub) und Hanna Rösner (krank) ging der HSG damit schon die dritte Rückraumspielerin abhanden, Trainer Breiler hatte kaum noch Alternativen, musste sein Personal in der Aufbaureihe nahezu durchspielen lassen. Kurz vor der Pause zog Beyeröhde sogar auf 8:16 (23.) davon, ehe Gedern/Nidda bis zur Halbzeitsirene auf 13:18 verkürzte.

Dieser Rückstand blieb in der zweiten Spielhälfte konstant. Als der HSG Gedern/Nidda in der dünnen Besetzung jedoch die Kräfte verloren gingen, nutzte Beyeröhde dies, um sich klar zu distanzieren. Als Linksaußen Stefes zum 17:27 (46.) traf, bedeutete das den ersten zweistelligen Rückstand. Über Ballgewinne in der Defensive kamen die Wuppertalerinnen immer wieder zu einfachen Gegenstoßtoren. Positiv: Gedern/Nidda ließ sich vom klaren Rückstand nicht beirren, kämpfte bis zur Schlusssirene vorbildlich. Den Schlusspunkt zum 24:35-Endstand setzte letztlich die aufgrund der Amos-Hinausstellung in den Rückraum gerückte Kirsten Schindler. Letztlich eine klare Niederlage gegen einen Gegner, der gewiss nicht die Kragenweite der HSG ist.

Die TVB-Defensive erwies sich erneut als Bollwerk und zumeist kamen die Gastgeberinnen nur zu Torerfolgen, wenn die Handballgirls einmal die Zügel schleifen ließen. Entsprechend zufrieden war TVB-Coach Martin Schwarzwald nach dem Spiel: "Wir haben es heute wirklich gut gemacht und alle unsere Vorteile in die Waagschale geworfen. Nach der roten Karte war die HSG natürlich entscheidend geschwächt. Dennoch soll dies die gute Leistung meines Teams nicht schmälern!"

HSG-Trainer Christian Breiler sagte: "Wir haben gut gekämpft. Das Tempo von Beyeröhde können wir aber noch nicht mitgehen, sie spielen eine sehr gute zweite Welle. Wir müssen lernen, mit solchen Niederlagen umzugehen."

08.09.2018 - HSG Gedern/Nidda startet in Zwickau ins Abenteuer 2. Bundesliga

10.09.2018 - Gelungener Saisonauftakt - Die Handballgirls vom TV Beyeröhde bleiben in der Buschenburg ungeschlagen