18.09.2018 14:48 Uhr - 2. Bundesliga - PM Verein, red

Torhüterin überragt - Kirchhof feiert klaren Sieg gegen Berlin

Kirchhof-Torhüterin Paula Küllmer parierte 17 Würfe der Gäste.Kirchhof-Torhüterin Paula Küllmer parierte 17 Würfe der Gäste.
Quelle: Richard Kasiewicz
Die SG 09 Kirchhof legte nach. Nach dem schwer erkämpften Auftaktsieg in Bremen feierte der Zweitligist eine  erfolgreiche Heimpremiere gegen die Spreefüxxe Berlin. Das, was nach 13 Minuten eine klare Sache zu werden versprach, wurde es schließlich auch. Doch Berlin stemmte sich dagegen und hielt das Spiel bis zur Pause offen. Spätestens nach der Halbzeitpause setzte sich Kirchhof aber endgültig ab, auch dank der überragenden Torhüterin Paula Küllmer sowie der zehnfachen Torschützing Diana Sabljak und gewann mit 31:22 (15:12).

"Ein Spielverlauf", so Christian Denk, "der unseren Sieg noch aufwertet." Am Ende konnte sich der Trainer der SG 09 Kirchhof über einen deutlichen Erfolg freuen, weil sich seine Schützlinge nach kurzzeitigem Verlust der Spielkontrolle wieder fingen und die 600 begeisterten Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle mit einer bärenstarken zweiten Hälfte entzückten.

Den Anfang macht die erneut torhungrige Diana Sabljak mit ihrem Treffer zum 16:12 (32.). Damit hatten die Gastgeberinnen in doppelter Unterzahl kein Tor zugelassen, selbst dagegen zwei Mal getroffen - und damit den Angriff des Gegners abgewehrt. Der hatte nach schnellem 5:10-Rückstand (13.) doch noch mal vielversprechend ins Spiel zurück gefunden. Zwei verworfene Siebenmeter (Sabljak, Visser), Wechsel, die nicht fruchteten (Breiding für Svirakova), zwei "dumme Fouls" (Rückraumspielerin Leona Svirakova) sowie zwei vergebene Chancen - schon war die Mannschaft von Goncalo Neto da Silva Miranda wieder dran.

In höchster Not rechtfertigte Paula Küllmer ihre Einwechslung (17. für Katarzyna Deminaczuk) mit einigen spektakulären Paraden und spätestens nach Denks Halbzeitansprache war dann auch die enge Deckung für Diana Sabljak kein Problem mehr. Küllmer kam ein Ende auf eine 51-Prozent-Fangquote, ein überragender Wert. Ein Verdienst der zurück gewechselten Linkshänderin Svirakova, die meist zwei Gegenspielerinnen auf sich zog und trotz Bedrängnis noch das Auge für einen erfolgversprechenden Pass in den freien Raum hatte. Oder selber "ging".

Wie bei ihrem Treffern zum 24:17 (47.) und zum 25:18 (50.) - die Vorentscheidung. Damit entpuppte sich die 27-Jährige als beste Alternative für den rechten Rückraum, nachdem Neuzugang Michelle Urbicht (Todesfall in der Familie) kurzfristig ausgefallen war und weder Alena Breiding noch Sandra Szary ihre Bewährungschance nutzen konnten. Die Berlinerinnen musste auf ihre Torjägerin Anna Blödorn verzichten, die nach ihrem Mittelhandbruch noch nicht wieder einsatzfähig war.

"Selten ein so temporeiches Zweitligaspiel gesehen"


Füchse-Managern Britta Lorenz war dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft: "Gratulation an Kirchhof. Das war ein souveräner Auftritt. Ich habe selten ein so temporeiches Zweitligaspiel gesehen. Von daher Respekt an unsere junge Mannschaft, dass sie da mitgegangen sind. Leider konnten wir in der zweiten Hälfte in der Abwehr nicht mehr so dagegenhalten wie noch in der ersten. Doch jetzt wissen wir, woran wir weiter arbeiten müssen und blicken optimistisch in die nächsten Spiele."

11.09.2018 - Diana Sabljak überragend beim Auftaktsieg der SG 09 Kirchhof

10.09.2018 - Spreefüxxe mit Auftaktsieg