17.09.2018 11:27 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Hart umkämpfter Derbysieg - VfL Oldenburg gewinnt gegen den Buxtehuder SV

Niels BötelNiels Bötel
Quelle: Thorsten Helmerichs
Wie schon so oft zuvor hielt das Nordderby zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV wieder einmal was es versprach. Vor 1030 Zuschauern lieferten sich die beiden Konkurrenten sechzig Minuten lang ein packendes Duell auf Augenhöhe, wo sich lange Zeit keins der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. In einem kampfbetonten Spiel in dem sich beide Mannschaften zahlreiche technische Fehler leisteten, setzte sich der VfL Oldenburg am Ende mit 31:29 durch.

"Das war ein verdienter Sieg für den VfL. Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht und uns hat die für ein Derby notwendige Leidenschaft gefehlt, was Oldenburg für sich genutzt hat. Alle unsere Maßnahmen haben nichts geholfen. Mit solch einer Leistung wie heute werde wir kaum Spiele auswärts gewinnen können", zeigte sich Gästetrainer Dirk Leun unzufrieden mit der Einstellung und der hohen Anzahl an technischen Fehlern seines Teams.

Aber auch sein Gegenüber auf der VfL-Bank konnte nicht zufrieden sein mit den vielen technischen Fehlern seiner Spielerinnen. "Beide Seiten haben heute zu viele technische Fehler gemacht, was vielleicht daran liegt das wir noch am Anfang der Saison stehen. Zum Glück ist es uns nach der Pause besser gelungen die Fehler zu reduzieren als Buxte, so dass wir entscheidend davonziehen konnten. Allerdings hat mir nicht gefallen, dass die Spielerinnen zum Ende des Spiels zu viel auf die Hallenuhr geschaut haben als konzentriert durchzuspielen. Auch hätten wir schon Ende der ersten Halbzeit führen müssen, konnten aber eine doppelte Überzahl nicht für uns nutzen. Insgesamt bin ich aber froh und stolz, dass wir heute gewonnen haben", so Niels Bötel nach dem Spiel.

Zu Beginn des Spiels wechselte die Führung mehrfach. Erst nach 18 Minuten konnte Ex-VfLer Malene Staal beim Stande von 9:7 ihr Team erstmals mit mehr als einem Tor in Führung bringen. Aber es sollte den Gästen nicht gelingen sich weiter als drei Tore abzusetzen. Als zwei Minuten vor der Pause beim Stande von 12:14 gleich zwei BSV-Spielerinnen auf die Bank geschickt wurden standen die Chancen für die Gastgeberinnen gut doch noch mit einer Führung in die Pause zu gehen. Es sollte aber nur noch zu einem Tor durch Jenny Behrend zum 13:14 reichen. So ging es in die Pause.

Behrend war es auch die unmittelbar nach der Pause zunächst den Ausgleich erzielen konnte und fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit ihrem Treffer zum 19:17 den VfL erstmals mit zwei Toren in Führung brachte. Diese Führung lies sich der Gastgeber nun auch nicht mehr nehmen. Mit einem Doppelschlag elf Minuten vor dem Ende brachte Kim Birke ihr Team sogar mit 27:22 in Führung. Wenig später konnte Mythe Schoenaker sogar auf 29:23 erhöhen.

Nun begannen die Grün-Weißen allerdings wie von Niels Bötel bemängelt zu versuchen die Zeit runter zu spielen, so dass sich die Gäste wieder herankämpfen konnten und 71 Sekunden vor dem Ende war es Maike Schirmer die Ihr Team auf 29:31 heranbrachte. Als Torhüterin Julia Renner allerdings zwanzig Sekunden vor dem Ende mit einer Glanzparade den 30. Treffer der Gäste verhinderte war der Derbysieg unter Dach und Fach. Am nächsten Wochenende ist das Team von Trainer Niels Bötel dann zu Gast in Göppingen.

"Es war eine große Chance gegen einen nicht überzeugenden Gegner zwei wichtige Punkte zu holen. Allerdings hatten wir erneut eine Phase wie gegen Bensheim mit leichten Fehlern, dass wurde bestraft. Wir haben mit der Niederlage den Druck auf uns selber erhöht", haderte Leun auch im Hinblick auf die nächsten Spiele. Die kommenden Aufgaben für den BSV haben es in sich. In Thüringen und anschließend daheim gegen Blomberg und Bietigheim. "Das ist ein sehr anspruchsvolles Programm. Nächstes Wochenende in Thüringen sind die Rollen jedoch klar verteilt. Wir können befreit aufspielen."