16.09.2018 14:14 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Wir hatten das Glück auf unserer Seite" - Rödertal gewinnt Kampfspiel gegen Werder Bremen

Rabea PollakowskiRabea Pollakowski
Quelle: Henry Lauke
Der HC Rödertal gewann am Samstag sein erstes Heimspiel gegen den SV Werder Bremen, die Mannschaft des ehemaligen Bienen-Trainers Maximilian Busch, mit 30:28 (14:13). 428 Zuschauer sorgten in der Sporthalle am Schulzentrum in Großröhrsdorf für eine großartige Stimmung und erlebten ein spannendes Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe.

"Am Ende geht es nur um zwei Punkte" hatte Bremen-Trainer Busch vor der Partie gesagt, muss sich aber jetzt damit abfinden, dass diese im Rödertal bleiben. Somit haben die Bienen auch ihr zweites Spiel der Saison gewonnen.

HCR-Trainer Frank Mühlner war erfreut: "Es war heute ein super Fight von beiden Mannschaften. Wir hatten sicherlich das Glück auf unserer Seite, aber auch das muss man sich hart erarbeiten. Ich möchte keine Spielerin hervorheben, weil ich auf alle meine Mädels stolz bin. Mich freut, dass auch die jungen Spielerinnen heute Mut bewiesen haben und in die Lücken gestoßen sind. Die harte Vorbereitung macht sich bezahlt. Wir sind in der Lage über 60 Minuten den Kampf anzunehmen."

Etwas anders sah es beim Gästetrainer aus. Maximilian Busch haderte nach dem Spiel ein wenig über die Chancenverwertung seiner Mannschaft: "Die Chancen waren da, wir hätten uns in der ersten Halbzeit klar absetzen können. Insgesamt haben wir zu viele Chancen ausgelassen." Die Statistik zeigte am Ende 16 Fehlwürfe bei den Bremerinnen, darunter zwei vergebene Siebenmeter. "Die haben gegen Kirchhof und Rödertal eine gute Leistung gezeigt und waren in beiden Spielen der Außenseiter. Wir müssen etwas wacher im Kopf sein, dann sehe ich uns für die kommenden Spiele gut gerüstet", so Busch mit dem Ausblick auf die nächsten Aufgaben seiner Mannschaft.

Die Anfangsphase der Partie gehörte zunächst den Gästen aus Bremen, die sich nach gut sechs Minuten bereits einen Vorsprung von drei Toren (1:4) erarbeitet hatten. Der HC Rödertal agierte vor den eigenen Anhängern zunächst nervös und fand nur schwer in die Partie. Zwar stellten die Bienen in der neunten Minute den Anschluss durch Meret Ossenkopp (6 Tore) und Brigita Ivanauskaite (9 Tore), die erneut beste Torschützin auf dem Feld, her (3:4), leisteten sich aber zu viele Fehler vor dem gegnerischen Tor. Ein ums andere Mal hielt Torfrau Ann Rammer mit starken Paraden ihre Mannschaft im Spiel.

So gelang es den Nordlichtern nie, sich auf mehr als zwei Tore abzusetzen. Es wurde die erwartet enge Partie. Beide Trainer hatten ihre Mannschaft sehr gut auf den Gegner eingestellt. Dem HC Rödertal gelang es immer wieder das gefürchtete Tempospiel der Bremerinnen durch gutes Rückzugsverhalten zu unterbinden. Mit zunehmender Spieldauer fanden auch die Gastgeberinnen besser in die Partie, agierten vor dem gegnerischen Tor sicherer und gingen in der 25. Minute erstmals mit 10:9 durch einen verwandelten Strafwurf von Egle Alesiunaite (6/5 Tore) in Führung. Doch auch die Mannschaft von Frank Mühlner konnte sich in der Folge nicht auf mehr als zwei Tore absetzen. Allerdings schafften es die Bienen, ihren knappen Vorsprung (14:13) bis zur Halbzeitpause zu verteidigen.

Auch in der zweiten Hälfte schenkten sich die Teams nichts. Der HCR konnte den knappen Vorsprung nicht halten und musste in der 35. Minute den Ausgleich (17:17) hinnehmen. Den Rödertalbienen fehlte in dieser Spielphase auch das nötige Glück - beide Außen trafen nur die Latte und den Pfosten. Als in der 41.Minute auch noch das 20:19 aus Sicht der Gäste fiel, drohte die Partie zu kippen. Doch die Bienen brachen nicht ein, sondern glaubten weiter an ihre eigene Stärke. Mit einem 4:0-Lauf setzten sie sich erstmals in diesem Spiel mit drei Toren (23:20) ab. Doch auch der SV Werder Bremen steckte nicht auf und kämpfte sich bis zur 48. Minute wieder auf 23:24 heran.

Die Zuschauer trieben die Rödertalbienen unermüdlich nach vorne. Bis zur 53. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt (26:23). In den Schlussminuten sollte es nochmal eng werden. Abermals verkürzten die Gäste den Rückstand auf ein Tor (29:28 nach 58 Minuten). Bremen setzte alles auf eine Karte und versuchte mit einer offensiven Abwehr den Ball zu gewinnen, um noch das Unentschieden erzielen zu können. Ossenkopp war jedoch im Rücken der Abwehr völlig frei und setzte mit dem Tor zum 30:28-Endstand den Schlusspunkt.

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