16.09.2018 13:01 Uhr - 1. Bundesliga - Kehle, TVN, PM HSG

Blomberg zittert sich in Nellingen bei den Schwaben Hornets Ostfildern zu zwei Punkten

Sonja Pott zeigt eine starke Leistung im Tor der HornetsSonja Pott zeigt eine starke Leistung im Tor der Hornets
Quelle: J. Kehle, TVN
Im ersten Heimspiel der Saison mussten sich die Bundesliga-Handballerinnen der Schwaben Hornets Ostfildern der HSG Blomberg-Lippe in der heimischen Sporthalle 1 hauchdünn mit 25:26 geschlagen gaben. Nach dem 9:14-Halbzeitstand kämpfte sich die Mannschaft von Hornets-Coach Carsten Schmidmeister zurück in die Partie, führte sogar, schaffte es am Ende aber nicht, sich für den Aufwand zu belohnen. "Danke an unsere mitgereisten Fans, dass sie uns bei diesem über sechzig Minuten nervenaufreibenden Spiel so toll unterstützt haben, vor allem in einer Phase, in der wir es nicht so gut machen, wichtig", erklärte Blombergs Coach Steffen Birkner nach der Partie.

Die Gastgeberinnen begannen nervös und lagen schnell mit 0:3 zurück (7.). Deshalb zog Schmidmeister früh die Grüne Karte und ordnete seine Truppe neu. Danach wurde es aus Sicht der Gastgeberinnen zwar besser, dennoch konnte sich die HSG weiter auf 2:6 absetzen (13.). In der Folge gaben die Filder-Handballerinnen aber nicht auf und verkürzten mit einer nun verbesserten Trefferquote auf 7:9. Nun reagierte Birkner und sein Team konnte bis zur Pausensirene wieder auf 9:14 davonziehen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hornets durch einen Doppelschlag auf 11:14 heran und nun war deutlich mehr Fortüne im Angriffsspiel vorhanden. Auch von zwei vergebenen Strafwürfen ließ sich die Schmidmeister-Sieben nicht aus dem Konzept bringen und hinten zeigten die Abwehr und Torhüterin Sonja Pott eine starke Leistung. Der Rückstand schmolz mehr und mehr zusammen und beim 17:17 war erstmals der Gleichstand erreicht (45.).

Als Kapitänin Tanja Padutsch ihre Farben sogar mit 19:18 in Führung brachte, kochte die Hölle 1. Anschließend gelangen Blomberg jedoch drei Tore in Folge und beim 20:24 versuchte Schmidmeister nochmals mit der letzten Auszeit der Begegnung eine Wende zu geben. Dies gelang auch, denn beim 25:25 (59.) war wieder alles ausgeglichen. Blombergs Kathrin Pichlmeier traf dann 19 Sekunden vor Schluss jedoch zum 25:26. Die Entscheidung, den Hornets blieb am Ende nur noch ein direkter Freiwurf, der aber nichts mehr einbrachte.

"In der ersten Hälfte machen wir es so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir kommen mit viel Tempo hinten raus, Anna Monz hält überragend, aber wir lassen einfach zu viele Chancen liegen", so Birkner in der Analyse. "Wir erspielen uns trotzdem einen Vorsprung und besprechen in der Halbzeit, dass wir einfach zielstrebiger zum Tor gehen müssen und gerade meine Rückraumspielerinnen mehr Verantwortung übernehmen, statt den Ball parallel spielen müssen. Das hat in der zweiten Hälfte nur teilweise geklappt, wir verteidigen auch nicht mehr so gut und dann hat Kathrin Pichlmeier das Heft in die Hand genommen. Melanie Veith hat dann noch einen wichtigen Siebenmeter gehalten und dem ist es zu verdanken, dass wir die beiden Punkte mitnehmen können", so der Coach der Gäste.

"Wir haben uns vorgenommen, aus Nellingen zwei Punkte mitzunehmen. Das ist uns gelungen. Zwei Siege bedeuten für uns einen guten Saisonstart. Allerdings hat das Spiel auch klar aufgezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Ziehen wir nicht alle richtig am Kabel, wird es in der Bundesliga gegen jeden Gegner schwer", resümierte Blombergs Geschäftsführer Torben Kietsch nach dem Krimi in Baden-Württemberg.

"Glückwunsch an Blomberg, die aber auch genügend Glück gehabt haben. In der ersten Hälfte haben wir zwar aus einer guten Abwehr herausgespielt, hatten aber keine gute Chancenverwertung und den einen oder anderen technischen Fehler zu viel. Das hat uns mit fünf Toren Rückstand in die Halbzeit gebracht. In der zweiten Hälfte sind wir wiedergekommen, das war nicht nur eine Floskel von mir, dass wir auch in Thüringen nie aufgegeben haben zu kämpfen, auch wenn es am Ende 16 Tore waren. Das steckt in der Mannschaft und da bedanke ich mich auch nochmals für die tolle Unterstützung des Publikums, denn das braucht das Team, besonders bei unseren Heimspielen. Außerdem haben sie bewiesen, dass sie mit der Anfeuerung von den Rängen zurückkommen kann", analysiert unterdessen Hornets-Trainer Schmidmeister die sechzig Minuten.