13.09.2018 10:41 Uhr - 1. Bundesliga - fcb, red

Bietigheim-Trainer Albertsen nach Sieg in Leverkusen: "Kann nur zufrieden hier stehen"

Martin Albertsen: "Samstags und sonntags nach einer Reise aus Polen hier mittwochs zu spielen, da hat man natürlich schwere Beine."Martin Albertsen: "Samstags und sonntags nach einer Reise aus Polen hier mittwochs zu spielen, da hat man natürlich schwere Beine."
Quelle: Marco Wolf
Trotz der deutlichen Bundesliga-Auftaktniederlage gegen die SG BBM Bietigheim war Leverkusen-Trainer Robert Nijdam nach seinem Erstligadebüt an der Linie keineswegs enttäuscht: "Ich habe viel Gutes gesehen, beispielsweise den tollen Start meiner Mannschaft. Allerdings hat dieser immens viel Kraft gekostet, sodass es Mitte der ersten Halbzeit zu einem kleinen Einbruch kam." BBM-Trainer Martin Albertsen war sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem zweiten Spiel innerhalb weniger Tage.

"Samstags und sonntags nach einer Reise aus Polen hier mittwochs zu spielen, da hat man natürlich schwere Beine. Leverkusen hat das gemerkt und hatte einen guten Start", resümierte Martin Albertsen den Beginn der Begegnung. Seine Mannschaft wusste sich zu steigern. "Wir haben es aber nach der ersten Auszeit wesentlich besser gemacht und dann vor der Pause viele Tore in kurzer Zeit erzielt. Herzlichen Dank an die Mädels, dass sie das dann so gut gelöst haben", lobte der Trainer den Vizemeister.

Vor allem mit der Art und Weise des Auftritts seiner Mannschaft zeigt sich Martin Albertsen zufrieden: "Wir haben am Sonntag gegen zehn polnische Nationalspielerinnen einen Sieg mit zehn Toren geschafft. Kim und Maura sind toll zurückgekommen. Ich kann als Trainier nur zufrieden hier stehen." Klar ist für ihn aber auch, dass sich das Team nicht ohne Weiteres ausruhen kann: "Wir spielen als nächstes in Metzingen. Ich erwarte, dass wir dann frischer sind als heute. Das ist auch wieder ein Topspiel. Wir wussten, in welcher guten Form Leverkusen ist. Dasselbe kann man von Metzingen sagen. Ich hoffe und erwarte, dass die Breite unseres Kaders am Ende den positiven Ausschlag dafür geben wir."

Leverkusens Trainer Robert Nijdam war alles andere als unzufrieden: "Insgesamt gibt es aber ein Lob für eine starke kämpferische Leistung." Vor 800 Zuschauern legten die Werkselfen einen Traumstart hin. Nach viereinhalb Minuten führten sie nach einem Treffer von Amelie Berger mit 4:1 - das erste Saisontor für die Elfen gelang übrigens Sally Potocki nach knapp anderthalb Minuten. Bis zum 7:5 (12. Minute) hielten die Gäste das hohe Niveau, dann kippte die Partie. "Kraft und Konzentration schwanden, und Bietigheim, das zunächst nur auf unsere Fehler gewartet hatte, nutzte diese eiskalt aus", so Nijdam. Nach 23 Minuten lagen die Gastgeberinnen nun mit 13:9 vorne, hatten einige Male die entstandenen Lücken am Kreis genutzt. Dann verletzte sich Leverkusens bis dahin starke

Torhüterin Nele Kurzke, die sich bei einem Rettungsversuch nach einem Dreher von Fie Woller am Rücken verletzte und fortan passen musste. "Ich hätte sie im zweiten Durchgang vielleicht noch mal bringen können, wollte aber kein Risiko eingehen. Es gibt für uns wichtigere Spiele als dieses", erklärte Nijdam dazu. Nach fünf torlosen Angriffen der Elfen in Folge war Bietigheim vor der Pause auf fünf Tore enteilt.

Danach hielt Bayer zwar weiterhin dagegen, agierte jedoch im Angriff einige Male zu zaghaft und unpräzise, vier Siebenmeter wurden vergeben, und auch das Glück fehlte in einigen Situationen. Spätestens mit dem 26:18 nach 44 Minuten war diese Partie entschieden, die Elfen konnten den Rückstand nur noch auf bisweilen fünf Treffer verkürzen. "Wir haben dann wieder aggressiver verteidigt und waren auch vorne zielstrebiger. Aber zu mehr hat es leider nicht gereicht", so Nijdam.

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