11.09.2018 17:40 Uhr - Europameisterschaft - ÖHB

"Ausfall von Scheffknecht schmerzt natürlich sehr": Österreich legt Kader gegen Spanien fest

Kristina LogvinKristina Logvin
Quelle: ÖHB/Pichler
Nach der denkbar knapp verpassten EM-Teilnahme steht für Österreichs Handball Frauen Nationalteam Ende September ein Trainingslehrgang mit zwei Freundschaftsspielen gegen Spanien an. Dafür muss Teamchef Herbert Müller, wie auch bei seinem Verein, dem Thüringer HC, auf Beate Scheffknecht verletzungsbedingt verzichten. Beim bevorstehenden Trainingslehrgang erhalten mit Lea Kofler und Johanna Rauch zwei Spielerinnen die Chance sich zu empfehlen. Ebenfalls wieder mit dabei nach längerer Verletzungspause ist Kristina Logvin.

"Der Ausfall von Beate Scheffknecht schmerzt natürlich sehr. Sie ist ein entscheidender Baustein im Nationalteam. Ich hoffe, dass Ines Ivancok den nächsten Schritt macht und den Ausfall von Beate teilweise kompensieren kann", erklärt Teamchef Herbert Müller.

Beate Scheffknecht wird demnächst an beiden Fußsohlen operiert, wird danach mehrere Monate ausfallen. Beim Thüringer HC hat man darauf bereits Ende August reagiert und die Ungarin Krisztina Triscsuk geholt. Ebenfalls nicht mehr mit dabei ist Tamara Bösch, die im Juni mit dem EM-Qualispiel gegen Russland ihre Karriere beendete.

Dafür kehrt nun Kristina Logvin wieder zurück. Die 23-Jährige hat sich von ihrer Schulter OP im Mai vollständig erholt. Die Vorbereitung bei ihrem neuen Verein, dem VfL Oldenburg, konnte sie noch nicht komplett mitmachen, zeigte aber bereits im Supercup und in der Liga auf.

"Kristina Logvin hat die Vorbereitungsphase verpasst, daher kann sie noch nicht bei 100 Prozent sein. Sie hat aber schon aufgezeigt, ich bin sehr zufrieden mit ihr. Ich denke, dass sie bis zum Trainingslehrgang, oder spätestens währenddessen, bei 100 Prozent sein wird", ist Herbert Müller über das Comeback erfreut.

Mit Lea Kofler von WAT Atzgersdorf und Johanna Rauch vom SSV Dornbirn-Schoren erhalten zwei Spielerinnen die Chance sich zu empfehlen. Zudem sind auch Nina Neidhart und Carina Gangel wieder einberufen. Neidhart gab vor einem Jahr ihr Debüt im A-Nationalteam, Gangel, die nach einem Jahr in Spanien nun bei der FSG Mainz05/Budenheim engagiert ist, vergangenen März.

Nach der knapp verpassten EM-Teilnahme erspart sich Österreichs Handball Frauen Nationalteam nach einer Entscheidung der EHF Competitions Commission die Vor-Quali zum WM-Playoff. Für Teamchef Herbert Müller eine gute Gelegenheit, um vermehrt gegen Topnationen zu testen: "Für mich ist das sehr positiv, da wir ohne Druck gegen große Gegner spielen können."

Als erstes stehen dabei zwei Freundschaftsspiele gegen Spanien am 28. und 29. August an. "Wenn wir Rumänien und Russland betrachten, wo wir körperlich unterlegen waren, spielen wir diesmal gegen eine kleine, offensive, schnell spielende Abwehr. Spanien steht auf einer Stufe mit Russland und Rumänien, hat aber eine völlig andere Spielweise. Insgesamt wollen wir da ansetzen, wo wir im Juni aufgehört haben", so der Teamchef.

Österreich: Altina Berisha (WAT ATzgersdorf), Petra Blazek (HCM Ramnicu Valcea), Antonija Curic (Lokomotive Zagreb), Mirela Dedic (Hypo NÖ), Julia Feierle (SSV Dornbirn), Sonja Frey (Issy Paris), Carina Gangel (1. FSV Mainz 05), Josefine Huber (Thüringer HC), Ines Ivancok (SG BBM Bietigheim), Stefanie Kaiser (Hypo NÖ), Lea Kofler (WAT Atzgersdorf), Patricia Kovacs (TuS Metzingen), Kristina Logvin (VfL Oldenburg), Nina Neidhart (Hypo NÖ), Johanna Rauch (SSV Dornbirn), Johanna Schindler (Frisch Auf Göppingen), Claudia Wess (Hypo NÖ)