11.09.2018 11:52 Uhr - 2. Bundesliga - Ralf Ohm, red

Diana Sabljak überragend beim Auftaktsieg der SG 09 Kirchhof

Diana SabljakDiana Sabljak
Quelle: hansepixx.de, SVW
Aller Anfang ist schwer. Eigentlich. Doch die SG 09 Kirchhof startete gleich mal kräftig durch und nahm die schwere Auftakthürde in der 2. Handball-Bundesliga beim SV Werder Bremen mit einem 33:29 (15:16)-Erfolg.

Einer, der allerdings hart erkämpft war. Denn noch bis zur 52. Minute stand die Partie auf des Messers Schneide (26:27), ehe Christin Kühlborn und Diana Sabljak eine Zeitstrafe gegen Birthe Barger nutzten, um auf 29:26 (54.) zu erhöhen. Wiederum die Kapitänin sowie Michelle Urbicht sorgten für einen 4:0-Lauf der Gäste zum 31:26 (56.). Und damit für die Entscheidung, denn diesen Vorsprung ließ sich die SG nicht mehr nehmen.

Die überragende Rückraumspielerin Sabljak erhöhte ihre Trefferquote mit dem letzten Tor 27 Sekunden vor Schluss sogar noch auf 17/6. "Sie hatte einen Sahnetag", schwärmte Christian Denk. Aber nicht nur von seiner Torjägerin. "Das war richtig stark und zeigt, dass wir uns weiter entwickelt haben", lobte der SG-Coach insbesondere die Disziplin und die Nervenstärke seiner Mannschaft.

Gegen einen Gegner "auf Augenhöhe". Denn der ließ sich auch von einem 5:7-Rückstand nach zwölf Minuten nicht verdrießen und drehte mit einem 5:1-Lauf zum 10:8 (17.) kurzzeitig die Partie. Da agierte die Kirchhofer 6:0-Deckung zu passiv, ließ insbesondere Spielmacherin Neßlage zuviel Raum, die Merle Heidergott zu drei Treffern verhalf, die ansonsten bei Kim Mai in guten Händen war.

Doch Kirchhof blieb "cool", kam dank der umsichtigen Regisseurin Danique Boonkamp schnell zurück und war aus dem Rückraum stets gefährlich. So fiel kaum ins Gewicht, dass die Außen Christin Kühlborn und Karolina Bijan ungewohnt blass blieben.

Wichtiger Akzent durch Siggaard


Mit der Einwechslung von Frederikke Siggaard (38.) setzte Kirchhof einen wichtigen Akzent. Die 21-jährige Torfrau hielt einen Siebenmeter von Merle Heidergott, erzielte selbst einen Treffer, als die Gastgeber mit einer zusätzlichen Feldspielerin agierten und entzauberte mit ihren Paraden Bremens Aufbaureihe. Auch, weil Rabea Neßlage nun früher attackiert wurde.

Die Matchwinnerin war einfach nur glücklich - und ohne Erklärung für ihre formidable Leistung. "Es hat einfach richtig gut geklappt", freute sich Diana Sabljak. In dem Bewusstsein, "dass dies ein ganz wertvoller Sieg war". Weil der Gegner "richtig stark" (Denk) agierte. Und weil nun die erste Heimpartie gegen Berlin (Sa.) schon den Hauch eines Spitzenspiels hat.