10.09.2018 14:32 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG

Auftaktniederlage in Buxtehude für die Flames: "Machen zu viele Fehler"

Heike AhlgrimmHeike Ahlgrimm
Quelle: Andrea Müller
Der Start der Flames der HSG Bensheim/Auerbach beim Buxtehuder SV ging am Ende zwar deutlich mit 31:25 (16:14) verloren, doch muss man trotzdem nicht ganz unzufrieden mit dem ersten Auftritt in der neuen Saison sein. Beim Vorjahresdritten zeigten die Flames eine tolle Moral, auf die man im Kampf um den Klassenerhalt aufbauen kann. "Glückwunsch an Buxtehude zum Sieg. Ich denke im Großen und Ganzen geht er auch in Ordnung, weil wir zu viele Fehler machen. Für uns war wichtig, dass wir sie vor eine Herausforderung stellen, dass sie sich die Punkte erkämpfen mussten und das mussten sie heute", so Heike Ahlgrimm.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hatte ihr Team gut auf den Gegner eingestellt und ihre Flames erwischten vor 1.007 Zuschauern einen guten Start. In den ersten sieben Spielminuten waren sie die spielbestimmende Mannschaft und lagen mit 3:1 in Führung. Diese glichen Nationalspielerin von Maike Schirmer und Ex-Nationalspielerin Lone Fischer, die gestern ihren 30. Geburtstag feierte, innerhalb weniger Sekunden aus.

Anschließend wechselte die Führung ständig bis zum 13:13 (25.). Erneut war es dann Lone Fischer, mit ihrem 5. Treffer zum 14:13 (27.) ihr Team in Front brachte. Annika Lott erhöhte dann gar mit zweit Toren auf 16:13. Carolin Schmele verkürzte per Siebenmeter auf 16:14. Mit diesem Zwei-Tore-Rückstand ging es in die Kabine.

Nach der Pause war das Spiel in den ersten Minuten ziemlich zerfahren. Beiden Mannschaften gelang nur ein Treffer. Geburtstagskind Lone Fischer sorgte dann mit ihrem siebten Tor zum 19:15 (39.) für die erste Vier-Tore-Führung des Spiels.

Aufholjagd nach 7-Tore-Rückstand


Dies baute der BSV nun kontinuierlich aus und führte eine Viertelstunde vor dem Ende beim 24:17 mit sieben Toren. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte und nahm ihre dritte Auszeit (46.). Sie fand offensichtlich die richtigen Worte, denn ihr Team startete anschließend die Aufholjagd. Mit einem Doppelschlag verkürzte Carolin Schmele auf 24:19 (48.).

Sarah van Gulik, Caroline Thomas, Julia Maidhof und Anja Hoekstra brachten die Flames bis auf ein Tor beim 24:23 (54.) heran und man hatte sogar die Chance zum Ausgleich. BSV-Spielerin Jessica Oldenburg kassierte eine Zeitstrafe, da sie mit einem Foul den möglichen Gegenstoß und die Ausgleichschance verhinderte. Doch statt die Überzahl zu nutzen, agierte man jetzt etwas kopflos und machte mehrere technische Fehler. Diese nutzte der BSV und erzielte in Unterzahl durch Annika Lott und der ?Spielerin des Tages? Lone Fischer das vorentscheidende 26:23 (56.) für den BSV.

Carolin Schmele verkürzte nochmals auf 26:24, doch dann war die Gegenwehr gebrochen und Buxtehude kam letztendlich doch noch zu einem klaren 31:25 Erfolg. Trotz der Niederlage können die Flames aber aus diesem Spiel auch viel Positives für die Saison mitnehmen und darauf aufbauen.

"Letztes Jahr sind wir hier mit über 10 Toren untergegangen. Dieses Jahr waren wir 8 Minuten vor Schluss mit einem Tor dran, haben leider dann den Kopf verloren. Von daher kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssen aus bestimmten Situationen lernen", so Flames-Trainerin Ahlgrimm, die ergänzte: "Wir haben in der 1. Halbzeit gute Sachen gespielt, wir waren dran. Dann haben wir, wie gesagt, etwas den Kopf verloren, lagen dann Mitte der 2. Halbzeit mit sieben Toren hinten. Wir haben uns dann wieder gefangen und eine mega Aufholjagd gemacht, waren dann bis auf ein Tor dran. Am Ende hat es heute nicht gereicht".

"Bei uns geht es auch dieses Jahr wieder um den Klassenerhalt und ich glaube, wenn wir so weiter spielen mit der Moral, mit dem Kampfgeist, dann werden wir unsere Punkte wieder sammeln, damit ich auch nächstes Jahr hier wieder stehen kann", blickt Ahlgrimm auf die Saisonziele.