09.09.2018 14:24 Uhr - 1. Bundesliga - Martin Holzheier/Andreas Hofmann/Bernd Hohnstein - THC und red

Starke zweite Hälfte und zwölf Bölk-Treffer: Meister Thüringer HC startet mit klarem Heimsieg

Emily Bölk erzielte zwölf TrefferEmily Bölk erzielte zwölf Treffer
Quelle: Buxtehuder SV / Hans Kall
Nach dem Gewinn des Supercups sind die Handballerinnen des Thüringer HC mit einem klaren Heimsieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Der deutsche Meister setzte sich am Samstag vor 934 Zuschauern in der Salza-Halle gegen den TV Nellingen mit 40:24 (19:15) durch und wurde dabei seiner Favoritenrolle insbesondere nach dem Seitenwechsel gerecht. Vor allem Neuzugang Emily Bölk überzeugte als beste THC-Werferin mit zwölf Toren. Sarka Marcikova trug sich für die Gäste sechs Mal in die Torschützenliste ein.

Die Gäste kamen im ersten Angriff durch Isabel Tissekker zum Torerfolg und die Gastgeber gaben mit Emily Bölk umgehend eine Antwort. Den ersten Strafwurf der Partie vergab dann allerdings die ansonsten sichere Iveta Luzumova für die Gastgeberinnen. Doch die THC-Angriffsmaschine nahm danach Fahrt auf, sodass nach neun Minuten beim 7:4 ein Drei-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel stand. Das missfiel dem Gästetrainer, Carsten Schmidmeister nahm sein erstes Team Timeout.

Beiden Mannschaften war zunächst anzumerken, dass es ihr erstes Ligaspiel in dieser Saison war. Es gab vor allem noch technische Fehler und Ungenauigkeiten im Abschluss. Auf der anderen Seite war auch die Absprache in der Abwehr auf beiden Seiten nicht immer perfekt - es blieb daher torreich. Bis zum 10:7 konnte sich der Thüringer Handball Club nicht entscheidend absetzen, da die Nellinger Abwehr verbissen um jeden Ball kämpfte.

Ann-Cathrin Giegerich verbuchte dann die ersten Paraden, der THC erzielte drei Treffer in Serie - dennoch nahm Herbert Müller beim 13:7 dann seine Auszeit und ordnete das Spiel des Meisters neu. Mit Erfolg: Auch dank zwei sehenswerter Treffern von Krisztina Triscsuk, war beim 18:10 der Abstand dann auf acht Tore angewachsen. Doch es schlichen sich Unkonzentriertheiten bei den Gastgeberinnen ein, Nellingen nutzte diese zu einfachen Treffern und hatte beim 19:15-Pausenstand den Rückstand halbiert.

Mit ihrem sechsten Treffer eröffnete Emily Bölk den zweiten Abschnitt und auch in der Folge sollte der Neuzugang eine sichere Bank sein. Angeführt von der Nationalspielerin setzte sich der Meister Tor um Tor ab, keine fünf Minuten nach Wiederbeginn stand eim 23:16 bereits wieder ein Abstand von sieben Toren auf der Anzeigetafel - Nellingens Trainer Carsten Schmidmeister sah sich zur Auszeit gezwungen. Doch der THC zog weiter davon, nutzte eine Überzahl und stellte dann durch Alexandra Mazzucco beim 27:17 erstmals auf zehn Tore Unterschied.

Die Vorentscheidung war gefallen, auch weil Kristy Zimmermann zwischen den Pfosten mit einigen sehenswerten Paraden beeindruckte. Nellingen gab sich nicht auf, allerdings ließen die Kräfte bei den Gästen zusehends nach. Beim 32:18 drohte eine Viertelstunde vor dem Ende ein Debakel, der Thüringer HC hatte nach der Pause einen 13:3-Lauf hingelegt. Der Thüringer HC ließ nicht locker, drehte weiterhin am Tempo und konnte am Ende die 40-Tore-Marke knacken, ein 40:24 stand nach sechzig Minuten auf der Anzeigetafel.