07.09.2018 17:53 Uhr - 2. Bundesliga - PM TuS, PM TSG

TuS Lintfort startet in Abenteuer 2. Liga - Ketsch will Aufsteiger "keinesfalls auf leichte Schulter nehmen"

Carmen Moser im Mai 2017 beim letzten Aufeinandertreffen der beiden TeamsCarmen Moser im Mai 2017 beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams
Quelle: Kurpfalz Bären
Nach dem umjubelten Aufstieg in die 2. Bundesliga im Frühjahr wird es nun ernst für Lintfort Handballerinnen. Zum Saisonauftakt muss der Aufsteiger am morgigen Samstag beim heimstarken Aufstiegsfavoriten Ketscher Bären antreten. Dieser will den Gast nicht auf leichte Schulter nehmen.

"Wir haben gleich zu Beginn der Saison drei Spiele gegen die hoch gehandelten Aufstiegskandidaten, das wird nicht einfach für mein Team, da gut in die neue Klasse zu starten", gibt sich TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein eher pessimistisch und erläutert: "In der Vorbereitung hatten wir zu viele Ausfälle und konnten nur einen einzigen Test mit der vollständigen Mannschaft absolvieren."

Aber vielleicht ist das auch ganz gut so für den Aufsteiger, denn gegen die Top-Teams der Liga müssen nicht direkt Punkte gegen den Abstieg erkämpft werden. Und so kann Lintfort als Außenseiter ohne den großen Druck in die Saison finden und sich an die neue Gangart gewöhnen.

In Ketsch sollten dann auch wieder alle Spielerinnen zur Verfügung stehen, bis auf die hochschwangere Kreisläuferin Tatjana van den Broek, die in den nächsten Wochen auf die Geburt ihrer Tochter wartet. Eine Premiere in der 2. Bundesliga wird es neben den Zugängen Becky van Nijf, Annefleur Bruggeman, Katharina Ueffing und Laura Graef auch für Lintforts neuen Co-Trainer David von Essen geben, der im Sommer zum Trainierteam gestoßen ist.

Ketschs Trainerin Katrin Schneider war unterdessen nach der vermeidbaren Pokalniederlage in Mainz alles andere als amüsiert. Ihr Team hatte lange Zeit geführt, es aber versäumt, den Vorsprung auszubauen, In der Schlussphase verloren die Bären-Ladies fast völlig ihren Spielrhythmus und hatten dem plötzlich erwachten Kampfgeist der Meenzer Dynamites nichts mehr entgegenzusetzen.

"In den Trainingseinheiten dieser Woche war schon die Anspannung spürbar, denn eine Auftaktniederlage in eigner Halle wäre alles andere als ein gutes Vorzeichnen für den weiteren Rundenverlauf", berichtet der Pressedienst der TSG. "Ich denke höchst ungern an unser Zweitligaspiel in Lintfort im Januar 2017 zurück, wo uns der Gegner mit 37:31 richtig alt hat aussehen lassen. Das Team ist mittlerweile noch besser besetzt, und der inzwischen bevorzugte Tempohandball kann sich sehen lassen. Das wird nicht einfach werden", so Kate Schneider.