03.09.2018 11:49 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

DHB-Pokal: Mainz trumpft gegen die Kurpfalz Bären auf

Alicia SoffelAlicia Soffel
Quelle: Axel Kretschmer, Mainz 05
Die Mainzerinnen drehten einen Dreitore-Rückstand und ziehen gegen die Kurpfalz Bären in Runde 2 des DHB-Pokal ein. Vor allem die zehnfach erfolgreiche Torschützin Alicia Soffel bekamen die Gäste nicht in den Griff. Aber auch Torfrau Kristin Schäfer verdiente sich mit etlichen Paraden ein Sonderlob. Obwohl Trainer Thomas Zeitz neben den beiden Langzeit-Ausfällen Romana Gerisch und Clara Bohneberg auch noch auf einen Einsatz von Janka Bauer, Elisa Burkholder und Larissa Platen verzichtet hat, und Neuzugang Carina Gangel noch auf die Spielberechtigung wartet, schlugen die Dynamites den letztjährigen Tabellendritten aus Ketsch mit 26:22.

"Die gelungene Generalprobe gegen die HSG Bensheim/Auerbach hatte für die Kurpfalz Bären fatale Folgen. Das Gefühl der eigenen Stärke und der Tatsache, dass Mainz auf Larissa Platen und Elisa Burkholder verzichten mussten, hatten beim Team von Katrin Schneider wohl dafür gesorgt, das erste Pokalspiel auf die leichte Schulter nehmen zu können", so der Pressedienst der TSG Ketsch, der vom "Eindruck eines weiteren Vorbereitungsspiels" berichtet und die "bissige Bärenabwehr" vermisste.

In einem zu Beginn ausgeglichenen Spiel legten zuerst die Dynamites vor, dann kam Ketsch Stück für Stück ran und übernahm ab Mitte der ersten Hälfte selbst die Führung. Mangelnde Chancenverwertung der 05erinnen gegen eine gut aufgelegte Sabine Stockhorst im Tor der Gäste führte vor etwa 100 Zuschauern zu einem 11:14 Halbzeitstand.

Auch nach der Halbzeit bis zur 42. Minute noch das gleiche Bild, zu viele liegen gelassene Chancen brachten die Dynamites zunächst nicht weiter heran. Doch nach dem 16:19 Rückstand (42.) wendete sich dann das Blatt. Die Meenzer Dynamites ließen jetzt nicht locker und verwandelten nun die sich bietenden Chancen ein ums andere Mal. Zudem zeigte sich die auch in der ersten Halbzeit schon teilweise gute Defensive von ihrer besten Seite und Torfrau Kristin Schäfer tat ein Übriges dazu.

So schafften es Dynamites, den Dreitore-Rückstand am Ende in einen Viertore-Sieg umzuwandeln - die zweite Halbzeit wurde trotz dezimiertem Kader mit 15:8 gewonnen. Das gefiel auch Trainer Thomas Zeitz sehr gut: "Ich bin ein wenig überrascht und mächtig stolz auf mein Team. Mit faktisch nur zwei Auswechselspielerinnen gegen Ketsch am Ende das Ding noch so zu drehen, das ist schon mal ein sehr guter Anfang."

"Wir hatten Mitte der ersten Halbzeit etwas Probleme in der Defensive und damit verbunden ein paar zu viele Fehlwürfe. Und auch bis Mitte der zweiten Hz waren wir noch nicht effektiv genug in der Verwertung von Großchancen. Aber mein Team hat weitergemacht, mit Herz und Willen daran geglaubt und in der letzten Viertelstunde einen sehr guten Job erledigt. Gut in Defensive und im Tor, stark in der Umsetzung der taktischen Vorgaben und effektiv in der Chancenauswertung. Damit schaffen wir am Ende dann einen völlig verdienten Sieg und einen sehr guten Start in die Saison", so Zeitz.

"Umso mehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass wir mit Else, Lari, Janka und Carina noch vier Leute in Petto haben", blickte Zeitz auf die nächsten Aufgaben. "Ich habe meiner Mannschaft schon immer gesagt, dass der Glaube und die Einstellung unseren Weg bestimmen werden. Wenn wir gut sind, dann sind wir sowieso nur schwer zu schlagen. Aber wenn wir mit dem Selbstbewusstsein spielen, dass wir auch erfolgreich sind, auch wenn wir mal nicht so gut sind, dann machen wir den nächsten Schritt in der Entwicklung."

Die Kurpfalz Bären hoffen auf einen "Warnschuss zur rechten Zeit", denn am Samstag (17.30 Uhr) kommt Aufsteiger Lintfort in die Neurotthalle zum ersten Punktspiel der zweiten Liga der Frauen. "Ich denke höchst ungern an unser Zweitligaspiel in Lintfort im Januar 2017 zurück, wo uns der Gegner mit 37:31 richtig alt hat aussehen lassen", so Bären-Trainerin Kate Schneider. Lintfort ist übrigens das erste Reiseziel für Mainz 05, zuvor geht es für das Team von Tomas Zeitz zum Auftakt am Samstag gegen Trier.

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