01.09.2018 21:03 Uhr - HBF-Supercup - Holzheier, THC und red

Deutlicher Erfolg: Thüringer HC gewinnt den HBF-Supercup gegen den VfL Oldenburg

Der Thüringer HC sicherte sich den ersten Titel der neuen SaisonDer Thüringer HC sicherte sich den ersten Titel der neuen Saison
Quelle: Alex Mühlbach, THC
Der Thüringer HC hat zum dritten Mal den Supercup gewonnen. Der deutsche Meister setzte sich am Samstagabend vor heimischer Kulisse in Nordhausen souverän mit 35:23 (16:11) gegen Pokalsieger VfL Oldenburg durch. Vor 1.200 Zuschauern in der Wiedigsburghalle war die Tschechin Iveta Luzumova mit elf Treffern erfolgreichste Werferin bei den Thüringern, die den Supercup bereits 2015 und 2016 gewonnen hatten. Beste Oldenburger Werferin war Myrthe Schoemaker mit sechs Treffern, aber auch diese verhinderten nicht, dass der HBF-Vorsitzende Andreas Thiel die Trophäe nach Spielende an den THC überreichte.

Eine Woche vor dem Saisonstart der Frauen-Bundesliga zeigte sich die Mannschaft von Trainer Herbert Müller in erstaunlicher Form. Auf Seiten des Thüringer Handballclubs fehlten die Verletzten Jana Krause und Beate Scheffknecht, dafür feiere Anne Hubinger nach zehnmonatiger Verletzungspause ihr Pflichtspiel-Comeback beim siebenfachen Meister. Die Neuzugänge Emily Bölk und Alicia Stolle zeigten sich zudem schon gut ins THC-Team integriert.

Den ersten Treffer der Partie erzielte Lydia Jakubisova, die nicht nur aufgrund ihrer elf Treffer auch in der Folge dem Spiel den Stempel aufdrücken sollte. Die Gäste fanden zunächst noch die passende Antwort durch Jenny Behrend, danach aber gab der Thüringer HC den Ton an: Bis zur fünften Minute zog der THC dank sehenswerter Treffer von Iveta Luzumova und Alicia Stolle auf 4:1 davon und im Tor glänzte Ann-Cathrin Giegerich mit einigen starken Paraden.

Die Gäste aus Oldenburg kämpften sich bis zur zehnten Minute aber wieder auf 6:4 heran, dank einer sicheren Strafwurf-Schützin Angie Geschke. Der Anschlusstreffer aber sollte nicht mehr gelingen, bis zum 9:6 blieben die Gäste aber noch in Schlagdistanz. In doppelter Überzahl setzte sich der Thüringer HC dann aber weiter ab, beim 11:6 war der Abstand auf fünf Tore angewachsen.

THC-Trainer Herbert Müller nahm seine erste Auszeit, um durchzuwechseln und Spielerinnen eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Ann-Cathrin Giegerich blieb unterdessen auf dem Parkett und zeichnete sich in mit einem abgewehrten Strafwurf der ansonsten sicheren Schützin Angie Geschke aus. Der Abstand blieb bei fünf Toren, besonders bejubelt wurde dabei der erste Treffer von Neuzugang Krisztina Triscsuk, die in ihren Aktionen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sehr viel Routine und Übersicht zeigte zum 14:9.

Beim Gang in die Kabinen stand ein 16:11 auf der Anzeigetafel, nach Wiederbeginn bot sich nun aber dem VfL Oldenburg die Chance in doppelter Überzahl zu verkürzen - doch diese Gelegenheit wurde vertan. D THC behauptete den Vorsprung und nach sehenswertem Anspiel von Alicia Stolle hatte Meike Schmelzer die Gastgeberinnen fünf Minuten nach Wiederbeginn beim 19:12 erstmals mit sieben Toren in Front geworfen. Oldenburg fand nun keine Lösungen mehr, beim Stand von 22:13 für den THC griff VfL-Coach Niels Bötel zur Auszeit.

An den Kräfteverhältnissen auf dem Parkett änderte diese aber wenig: Iveta Luzumova ließ wenig später ihre Treffer sieben und acht in dieser Partie folgen, beim 25:15 befand sich der Vorsprung bereits im zweistelligen Bereich. Beide Tore fielen nach Ballverlusten der Oldenburgerinnen, die in dieser Phase versuchten mit einer durch eine siebte Feldspielerin geschaffenen Überzahl den nötigen Druck in ihre Angriffsaktionen zu bekommen - allerdings vergeblich und mit der direkten Strafe in das verwaiste Tor.

Der Thüringer HC hatte die Partie im Griff, auch nach dem Ann-Cathrin Giegerich eine Viertelstunde vor Spielende den Platz zwischen den Pfosten für Kristy Zimmermann frei machte, die neue Torfrau knüpfte nahtlos an die starke Leistung ihrer Vorgängerin an und legte mit ihren Paraden den Grundstein für eine ruhige Schlussphase. Nach der kräftezehrenden Vorbereitung verloren beide Teams in den letzten Minuten etwas an Tempo, dennoch bekamen die Zuschauer noch einige sehenswerte Treffer zu sehen und konnten auch den ersten Treffer von Jovana Sazdovska feiern. Oldenburg versuchte vergeblich den Abstand noch in den einstelligen Bereich zu schieben, am Ende hieß es 35:23 für den Meister, der sich so den ersten Titel der neuen Saison sicherte.

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