13.08.2018 11:32 Uhr - 1. Bundesliga - PM

TUSSIES Metzingen werden 2. beim französischen Panthera Cup

Delaila AmegaDelaila Amega
Quelle: Michael Schmidt
Nach einer rund achtstündigen Busfahrt erreichten die TUSSIES Metzingen am frühen Freitagmorgen das knapp 800 km entfernte Orleans, in welchem der KAPPA Panthera Cup stattfinden sollte. Bereits am Donnerstagabend startete das Turnier zu welchem die Metzingerinnen anreisten. Unterteilt in zwei Gruppen wurden im direkten Vergleich die Gruppenersten, -zweiten und -dritten ausgespielt. Während es in Gruppe A die beide Champions League-Teilnehmer Brest Bretagne Handball und Odense Handbold mit Nantes Atlantiques Handball zu tun bekamen, spielten die TUSSIES in der Vorrunde gegen die Gastgeberinnen von Fleury Loiret Handball und Paris 92.

Mit unglaublich viel Schwung starteten die TUSSIES in die Partie gegen die Hauptstädterinnen und führten zur Pause bereits deutlich mit 16:8. In der zweiten Halbzeit war es dann vor allem die gute Abwehrleistung und eine sehr gut aufgelegte Torfrau Isabell Roch, die den Sieg über die Zeit brachte. 24:20 hieß es am Ende gegen den mögliche EHF-Pokalgegner aus Paris. Damit sammelte die Mannschaft von André Fuhr wichtige zwei Punkte im Kampf um den Gruppensieg.

Im der zweiten der Vorrundenbegegnung trafen die TUSSIES auf CJF Fleury Loiret Handball. Auch wenn man den Gastgeberinnen aus Orleans die Trikotfarbe pink überlassen musste, spielte der Bundesligist über die gesamte Spielzeit souverän und konnte in der Abwehr wie auch im Angriff überzeugen. Gerade das Tempospiel der Metzingerinnen sorgte immer wieder für einfache und schnelle Tore. Beste Werferin der TuS war an diesem Tag Marlene Zapf mit insgesamt 7 Toren. Am Ende gewann man auch dieses Spiel mit 30:26 und vier Toren Unterschied. Somit qualifizierte man sich für das Finale, wo man auf Nantes Atlantiques Handball traf.

Nach einer erneuten Trainingseinheit am Morgen stand um Punkt 17:30 Uhr das Finale beim KAPPA Panthera Cup auf dem Programm. Gegner war Nantes Atlantiques Handball, die sich im Gegensatz zur Vorsaison u.a. mit der aus der Bundesliga bekannten Alexandrina Barbosa verstärkt haben. Es entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe bei welchem die Führung hin und her wog.


André Fuhr wechselte in Halbzeit auf fast alle Positionen durch, um jeder Spielerin Spielanteile und Verschnaufpausen zu ermöglichen. Zur Pause lag Metzingen mit 11:13 zurück. In der Strafminuten-Statistik dagegen führten die Pink Ladies, was sich auch in der zweiten Hälfte fortsetzen sollte. Trotz großen Kampfes konnte man die Unterzahlsituationen nicht ausgleichen und verlor am Ende das Finale um den Panthera Cup mit 28:24. Die TUSSIES haben sich gut verkauft und mussten sich nur Nantes geschlagen geben. Eine schöne Notiz am Rande ist die Auszeichnung für Delaila Amega, die von den Veranstaltern zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde.

"Ich finde wir hatten über die drei Turniertage Licht und Schatten. So haben wir im ersten Spiel eine gute erste Halbzeit gehabt, in der zweiten Hälfte aber den Faden verloren und uns zum Sieg gequält. Gegen Fleury haben wir dagegen über die gesamten 60 Minuten eine ordentliche Leistung geboten, was mir gut gefallen hat", sagte André Fuhr. Er ergänzte: "Im Finale haben wir bis zur 45. Minuten auf Augenhöhe gespielt, lassen dann aber drei Siebenmeter liegen und bekommen zu viele Zeitstrafen, was wir am Ende nicht kompensieren können. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir wieder einen Schritt weitergekommen sind. Wir wissen woran wir arbeiten müssen und haben hierfür auch noch bisschen Zeit und machen uns mit einem guten Gefühl auf den Heimweg nach Metzingen."

"Es freut uns, dass wir bei diesem Turnier zeigen konnten, welche kleinen Schritte wir bereits nach vorne gemacht haben. Wir haben noch viel zu tun und jeder muss weiter an sich arbeiten. Glücklicherweise haben wir hierfür noch ein paar Wochen Zeit, bis es in der Bundesliga wieder losgeht", so Delaila Amega.