17.07.2018 17:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM BVB, red

Dortmund startet in die Vorbereitung, EHF-Pokal beginnt in Rumänien

Trainer Normann Rentsch: "Ich war mit dem Auftakt sehr zufrieden."Trainer Normann Rentsch: "Ich war mit dem Auftakt sehr zufrieden."
Quelle: Ruhr Nachrichten/Schütze
Es scheint noch gar nicht so lange her zu sein, dass die Handballerinnen von Borussia Dortmund Ende Mai in einem Herzschlagfinale in Bietigheim die Teilnahme am EHF-Pokal sicherten. Und doch bat Norman Rentsch die Schwarzgelben am vergangenen Montag zum Trainingsauftakt in die Saison 2018/2019.

Rentsch geht in seine erste Saison als Cheftrainer an der Seitenlinie der Schwarzgelben und konnte zum Aufgalopp einen prall gefüllten Kader mit einigen neuen und vielen bekannten Gesichtern begrüßen: Frisch von der U20-WM eingeflogen kam Torhüterin Yara ten Holte, die mit den Niederlanden einen starken fünften Platz belegte. Ebenso wie das Top-Talent starteten Rückraumspielerin Linda Mack, Kreisläuferin Hildigunnur Einarsdóttir, Rechtsaußen Asuka Fujita und Torhüterin Rinka Duijndam in ihre schwarzgelbe Zeit. Und weil auch die Nachwuchstalente Leonie Kockel und Dana Bleckmann seit dieser Saison fest zum Bundesliga-Kader gehören, kann Rentsch von Beginn an auf einen mit insgesamt 18 Spielerinnen bestens gefüllten Kader zurückgreifen.

Das ist ganz nach dem Gusto des neuen Coaches, der auf jeder Position einen gesunden Konkurrenzkampf sieht: "Ich war mit dem Auftakt sehr zufrieden. Die Mädels waren gut vorbereitet und haben auch in ihrer freien Zeit gut gearbeitet", lobt er seine neuen Schützlinge. Geschont hat er sie deshalb jedoch keineswegs ? und hat das auch in der Zukunft nicht vor. "Wir werden nach und nach die Belastung steigern und bestimmte Abläufe verfeinern", gibt Rentsch einen kleinen Ausblick auf intensive Wochen. Ende nächster Woche geht es für den schwarzgelben Tross ins Trainingslager nach Dänemark, wo erste hochkarätige Testspielgegner warten.

Auslosung EHF-Pokal: Europa-Comeback startet in Rumänien

Erst in der allerletzten Kugel, die Markus Glaser (EHF Chief Officer Sport) öffnete, verbarg sich der Name Borussia Dortmund. Und da unmittelbar zuvor der rumänische Vertreter vom HC Zalau gezogen wurde, war klar: Das schwarzgelbe Comeback im Europapokal startet in Rumänien. Für Andreas Bartels vom BVB-Abteilungsvorstand hätte es angenehmere Konstellationen geben können: "Das ist eine der schwierigsten Aufgaben, sportlich sehr anspruchsvoll und mit einer beschwerlichen Anreise verbunden. Für und sicherlich kein Wunschlos."

Das mag man ihm ohne Umschweife glauben, denn mit dem HC Zalau trifft der BVB auf einen Gegner, der in der abgelaufenen EHF-Cup-Saison bis ins Achtelfinale vorstoßen konnte. Bereits auf dem Papier lassen sich die Rumäninnen als eines der schwierigsten Lose identifizieren, als eines von nur zwei ungesetzten Teams war der HC bereits für die zweite Runde qualifiziert. Gleich zu Beginn wartet also ein richtiger Brocken auf die Dortmunderinnen, die im entscheidenden Rückspiel am 20./21. Oktober dann den Heimvorteil auf ihrer Seite haben. Eine Woche zuvor gilt es, rund 1.600 Kilometer entfernt, den Grundstein zum Weiterkommen zu legen.

Ein ähnliches Szenario könnte den anderen beiden deutschen Teilnehmern im EHF-Pokal drohen: Der TuS Metzingen steigt als Liga-Fünfter bereits in der ersten Runde in Bosnien und Herzegowina beim HZRK Grude und bekommt es bei erfolgreicher Qualifikation in der zweiten Runde mit dem russischen Vertreter Astrakhanochka zu tun. Ebenso wie der BVB war der Buxtehuder SV als HBF-Dritter in der zweiten Runde gesetzt und trifft auf den Gewinner des Vergleichs zwischen Viborg (Dänemark) und HC Galytchanka Lviv (Ukraine) - man kann sich vorstellen, welcher Gegner dem BSV unter geographischen Gesichtspunkten lieber wäre.