12.07.2018 12:25 Uhr - Jugend/Juniorinnen - Wieland Berkholz, red

"Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg" - Stimmen zum deutschen Erfolg gegen Japan

Marielle Bohm: "Es war als Mannschaft nicht einfach nach der Niederlage gegen Dänemark, heute noch einmal eine gute Leistung zu zeigen."Marielle Bohm: "Es war als Mannschaft nicht einfach nach der Niederlage gegen Dänemark, heute noch einmal eine gute Leistung zu zeigen."
Quelle: Wieland Berkholz
Die Erleichterung über diesen Sieg war groß. Nur 18 Stunden nach dem äußerst knapp verpassten Viertelfinale im Spiel gegen Dänemark waren die DHB-Auswahl im abschließenden Spiel gegen Japan bereits wieder gefordert. Das Team von Marielle Bohm und Jens Pfänder setzte sich im Spiel um den 13. Platz mit 23:22 (11:14) gegen die asiatische Mannschaft durch.

"Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg", sagte Marielle Bohm nach dem Spiel. "Es war als Mannschaft nicht einfach nach der Niederlage gegen Dänemark, heute noch einmal eine gute Leistung zu zeigen." Sie lobte die Mannschaft: "Wir als Trainerteam wurden wiederholt über den großartigen Charakter dieser Mannschaft bestätigt. Das Team war wiederum bereit, an die Grenzen zu gehen und am Ende über 60 Minuten auch verdient die Japanerinnen zu schlagen."

Nach drei Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied und dem 13. Platz zum Abschluss zieht Marielle Bohm ein positives Fazit: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wobei ich das auch gestern uns schon zuvor jederzeit war. Sicherlich haben wir nicht das erreicht, was wir uns erhofft hatten und was auch durch die Leistung möglich gewesen wäre. Trotzdem denke ich, dass dieses Team später im Rückblick mit Stolz auf ihre Zeit bei den Juniorinnen zurückblicken."

Zufriedenheit herrschte auch bei den Spielerinnen. "Es war natürlich nicht so einfach, nach der Niederlage gegen Dänemark den Kopf frei zu bekommen", sagte Kapitänin Mia Zschocke. "Gegen Japan zu spielen ist sehr ungewohnt. Die Spielerinnen sind recht klein und man bekommt sie im eins gegen eins nur schwer zu packen. Am Ende eines Spielzuges kommt dann oft noch ein unerwarteter Pass." Auf die Frage nach den Tränen nach Spielende antwortete sie: "Die Tränen kamen vielen von uns, weil in dem Moment bewusst wurde, dass die gemeinsamen zwei Jahre jetzt vorbei sind. Wir sind als Mannschaft gut zusammengewachsen."

Louisa de Bellis war ebenfalls froh über den Ausgang sowie die Art und Weise: "Ich habe mich in der japanischen Abwehr ganz gut gefühlt. Einfach war es nicht, denn auch wenn die Japanerinnen nicht so massiv im Zentrum stehen wie europäische Mannschaften, so sind sie doch sehr schnell und greifen auch ordentlich zu. Es war eine starke Willensleistung von uns."

Trainer Jens Pfänder ergänzte: "Es war das letzte Spiel dieser Mannschaft und wir wollten deshalb allen Spielerinnen noch einmal Spielanteile geben. In der ersten Hälfte stand der Mittelblock nicht richtig und das Rückzugsverhalten nach Fehlwürfen war nicht gut. Das hat die Mannschaft dann in der zweiten Hälfte verbessert und auch im Angriff effektiver getroffen."

Weniger zufrieden war Shota Arai, Co-Trainer Japans mit der Begegnung: "Es war ein Spiegelbild unseres Gruppenspiels gegen Rumänien. In der ersten Hälfte spielen wir richtig gut und gehen mit einem Vorsprung in die Halbzeit. Danach können wir im Angriff nicht mehr so effektiv abschließen. Natürlich sind wir sehr traurig."

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