12.07.2018 11:07 Uhr - Jugend/Juniorinnen - Wieland Berkholz

"Es waren tolle Jahre mit dieser Mannschaft" - Mia Zschocke im Interview

Mia ZschockeMia Zschocke
Quelle: Wieland Berkholz
Mit Platz 13 bei der U20-Weltmeisterschaft in Debrecen blieben die DHB-Juniorinnen sportlich gesehen unter den Erwartungen. Für einen jedoch durchaus positiven Eindruck am Ende dieses Zyklus sorgten die kämpferisch und gegen Dänemark auch spielerisch überzeugenden letzten beiden Auftritte des Turniers. Die Kapitänin Mia Zschocke ging hierbei in überzeugender Manier voran. Nach dem letzten Spiel für die DHB-Juniorinnen hatte handball-world.news die Gelegenheit mit der Leverkusenerin, deren sportliche Wurzeln beim nordbayerischen TSV Lohr liegen, das Turnier Revue passieren zu lassen.

Sowohl nach denen Spielen gegen Dänemark und Japan flossen die Tränen in Ihrem Team reichlich. Können Sie diese Trauer nach dem Sieg gegen Japan erklären?

Mia Zschocke:
Es war unser letztes gemeinsames Spiel. Wir gehören fast alle zum 98er Jahrgang und treten jetzt in den Seniorbereich über. Viele von uns haben gemeinsam vier Großturniere gespielt. Über die letzten Jahre sind wir zu einem starken Team zusammengewachsen. Es waren tolle Jahre mit dieser Mannschaft. Jetzt sieht man sich nur noch in den Ligaspielen.

Wir erklären Sie sich die Niederlagen, insbesondere gegen Schweden und Kroatien?

Mia Zschocke:
Das ist wirklich sehr merkwürdig und natürlich auch enttäuschend verlaufen. Wir haben diese Spiele eigentlich dominiert und am standen am Ende mit jeweils einer knappen Niederlage. Wir sind nicht richtig in das Turnier gekommen. So recht fehlt mir auch jetzt noch die Erklärung.

Was war der größte sportliche Erfolg für Sie im DHB-Trikot?

Mia Zschocke:
Die U20-Europameisterschaft mit dem vierten Platz am Ende lief am besten.

Aus dem aktuellen Team wurde Amelie Berger schon in das A-Team berufen. Es gab einige Rücktritte, auch auf Ihrer Position. Gab es schon Kontakt mit dem neuen Trainer Henk Groener? Wie sehen Sie ihre Chancen?

Mia Zschocke:
Nein. Ich wurde noch nicht angesprochen. Sicherlich ergeben sich durch die zahlreichen Rücktritte Möglichkeiten für jüngere Spielerinnen. Ich muss mich jedoch in Leverkusen zunächst einmal etablieren und meine Leistungen stabilisieren.

Ihr zukünftiger Trainer Robert Nijdam betreut hier das niederländische Team. Gab es schon Gelegenheit zu einem Austausch?

Mia Zschocke:
Nein. Er ist zwar im gleichen Hotel aber als Headcoach hat er bei so einem Turnier verständlicherweise andere Prioritäten.

Ihre DHB-Trainerin Marielle Bohm hat bemängelt, dass viele Ihrer Auswahlspielerinnen in ihren Heimatvereinen der ersten Bundesliga nicht die nötigen Einsatzzeiten erhalten. Wie fühlen Sie sich bei Bayer Leverkusen aufgehoben?

Mia Zschocke:
Ich teile mir die Spielanteile mit Zivile Jurgutyte und bin eigentlich sehr zufrieden. Ich habe jetzt zwei komplette Spielzeiten in der Bundesliga absolviert. Das passt alles sehr gut, insbesondere in der Verbindung mit meinem Studium in Köln, welches ich zugleich absolviere.

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