17.06.2018 15:05 Uhr - Europameisterschaft - cie

Spielerin aus dem Kosovo beste Schützin der EM-Qualifikation der Frauen

Iveta Luzumova war auch in der EM-Qualifikation die torgefährlichste Schützin aus der BundesligaIveta Luzumova war auch in der EM-Qualifikation die torgefährlichste Schützin aus der Bundesliga
Quelle: sportseye.de
Im Dezember startet in Frankreich die nächste Europameisterschaft der Frauen. Trotz einiger überraschender Ergebnisse wie dem deutschen Unentschieden gegen Litauen oder dem österreichischen Erfolg gegen Russland, die fünfzehn Gästetickets neben Gastgeber Frankreich gingen in den jeweiligen Gruppen an die Favoriten. An der Spitze der Torschützenliste finden sich allerdings einige ungewohnte Namen, wie der von Leonora Demaj. Die Spielerin aus dem Kosovo steht mit 48 Treffern auf dem ersten Platz der Torschützenliste der EM-Qualifikation.

Dies ist überraschend, blieb doch die Auswahl aus dem Kosovo als einzige Mannschaft in der Gruppenphase unter der Marke von 100 Toren. Allerdings liegt dies auch im Ausfall von Leonora Demaj begründet, die Rückraumspielerin konnte nur in drei Partien eingesetzt werden. Ihre Klasse zeigte sie unterdessen vor allem in der ersten Qualfikationsphase, als sie mit 16 Treffern beim 32:25 gegen Israel und elf Toren beim 30:19 gegen Georgien entscheidenden Anteil am Einzug in die zweite Gruppenphase hatte.

Leonora Demaj hat so auch den besten Durchschnittswert der Topschützinnen, da sie ihre 48 Treffer in nur fünf Spielen erzielte. Die zweitplatzierte Katarina Krpez Szlezak startete mit Serbien direkt in der zweiten Qualifikationsrunde, bestritt dort aber alle sechs Spiele und steuerte 47 Tore zum souveränen Weiterkommen bei - sie ist damit beste Schützin der zweiten Gruppenphase. Für Ana Gros und Slowenien reichte es am Ende auch zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft, das Team sicherte sich den Platz des besten Gruppendritten. Auch dank der 45 Treffer der Rückraumspielerin.

Während mit der für den Thüringer HC spielenden Iveta Luzumova mit 40 Treffern die Torschützenkönigin der Handball Bundesliga Frauen als Vierte des Rankings auch in der EM-Qualifikation die beste Schützin aus der deutschen Liga war, schaffte keine deutsche Spielerin den Sprung unter die Top50 - auch aufgrund zahlreicher Wechsel innerhalb der Qualifikation. Denn als Team schaffte die DHB-Auswahl hinter Serbien, Norwegen, Schweden, den Niederlanden und Rumänien mit 177 Toren die sechstmeisten Treffer der zweiten Gruppenphase. Die Österreicherinnen Sonja Frey mit 32 und Beate Schneffknecht mit 31 Toren schafften hingegen den Sprung auf die vorderen Plätze - allerdings verpassten die ÖHB-Frauen als zweitbester Gruppendritter das Ticket zur Endrunde denkbar knapp.

Top20 - Torschützinnen EM-Qualifikation:


Pl. Spielerin Nation Tore
1 Leonora Demaj
KOS 48
2 Katarina Krpez Slezak
SRB 47
3 Ana Gros
SLO 45
4 Iveta Luzumova
CZE 40
5 Tjasa Stanko
SLO 38
6 Milena Raicevic
MNE 35
7 Mitela Gjikokaj
KOS 34
8 Sonja Frey
AUT 32
9 Elena Gjeorgijevska
MKD 32
10 Viktoriya Borshchenko
UKR 31
11 Alexandrina Cabral Barbosa
ESP 31
12 Nathalie Hagman
SWE 31
13 Asli Iskit
TUR 31
14 Beate Scheffknecht
AUS 31
15 Monica Soares
POR 30
16 Aneta Benko
CRO 28
17 Michaela Hrbkova
CZE 28
18 Veronica Kristiansen
NOR 28
19 Patricia Kovacs
AUT 27
20 Brigita Ivanauskaite
LIT 26

04.06.2018 - Übersicht - Teilnehmer an Frauen-EM stehen fest: Österreich ohne Glück, letztes Ticket an Slowenien

12.06.2018 - Spielplan EURO 2018: Weltmeister und Olympiasieger eröffnen das Turnier, Deutschland startet gegen Norwegen

12.06.2018 - Bundestrainer Groener zur EM-Auslosung: "Richtig heftige Gruppe"

12.06.2018 - Rekordeuropameister, Welthandballerin und HBF-Spielerin der Saison: Deutschland bei EM mit schwerer Vorrunde

13.06.2018 - "So sieht das in Europa aktuell aus": Die Stimmen zur EM-Auslosung