05.06.2018 18:24 Uhr - Jugend/Juniorinnen - Markus Hausdorf

"Aller guten Dinge sind drei" - Amelie Berger nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft

Amelie BergerAmelie Berger
Quelle: Jörg Dembinski
Nach zwei verlorenen Endspielen um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft holte sich Amelie Berger am Sonntag mit ihren Juniorelfen Gold. In einem dramatischen Finale, das erst im Siebenmeterwerfen entschieden wurde, setzten sich die Leverkusenerinnen mit 31:30 gegen Gastgeber Buxtehuder SV durch. Markus Hausdorf sprach mit der Linkshänderin über ihr unglaubliches Jahr - in Leverkusen hat sie sich einen Stammplatz auf der rechten Außenbahn erarbeitet, wurde von Henk Groener erstmals in die A-Nationalmannschaft eingeladen, ist nun Deutscher Meister und hat zwischendurch ihr Abitur geschrieben.

Amelie, im dritten Anlauf hat es für dich endlich geklappt, du bist Deutscher A-Jugend-Meister. Wie fühlt sich dieser Erfolg nach dem beiden zuvor verlorenen Finalspielen für dich an?

Amelie Berger:
Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich habe es noch nicht so ganz realisiert, es füllt sich aber verdammt gut an. Wie sagt man so schön: "Alle guten Dinge sind DREI".

Wie hast du diese Begegnung am Sonntag gesehen?

Amelie Berger:
Ich glaube vor der Saison hat niemand so wirklich mit uns gerechnet. Wir konnten mit weniger Druck, als die letzten Jahre, aufspielen und haben gezeigt wie viel man mit einem geschlossenem Team erreichen kann. Nach dem gewonnenen Halbfinale war mir klar, dass da noch mehr geht, gerade wegen den vergangenen zwei Jahren.

Für dich waren die beiden Spiele in Buxtehude zugleich der Abschluss deiner Jugendzeit. Schöner kann man diese nicht beenden, oder?

Amelie Berger:
Genauso ist es! Ich bedanke mich bei dem Team, dass sie mich so herzlich aufgenommen haben und mir so einen Abschluss aus der Jugend gegeben haben.

Für dich liegen unglaubliche Monate zurück: Du hast dich im Bundesligakader der Elfen auf der rechten Außenbahn festgespielt, hast deine erste Einladung für die A-Nationalmannschaft erhalten und hast nun die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft gewonnen. Zwischendurch hast du noch Abitur gemacht. Wie schafft man das alles unter einen Hut zu bringen und kannst du schon realisieren, was in den vergangenen Monaten rund um deine Person passiert ist?

Amelie Berger:
Es ist nicht immer leicht zu wissen, dass man jeden Tag ein volles Programm hat. Deswegen ist es sehr wichtig viel Unterstützung von Familie, Freunden und Trainern zu bekommen. Im Nachhinein ist es aber um so schöner solche Erfolge feiern zu können. Das gibt neue Kraft um weiter hart an sich zu arbeiten.

Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum, der nächste Lehrgang der U20 steht Ende der Woche auf dem Programm. Im Juli dann die U20-WM. Welche Ziele hast du dir für Ungarn gesetzt?

Amelie Berger:
Wir haben eine sehr starke Gruppe, zwei Wochen vor der WM treffen wir in einem Vorbereitungsturnier in Frankreich bereits auf zwei unserer Gegner um uns etwas einzuspielen. Wir wollen die Vorrunde möglichst auf dem 1. oder 2. Platz abschließen um in den K.O.-Spielen auf leichtere Gegner zu treffen. Bei einer WM ist alles möglich sowohl nach oben als auch nach unten. Ich bin aber sehr optimistisch und freue mich auf die nächsten Aufgaben.

Danach freust du dich wahrscheinlich nur noch auf Urlaub. Bleibt nach der WM Zeit dafür und was hast du dir für diese Zeit vorgenommen?

Amelie Berger:
Die Vorbereitung im Verein startet direkt nach der WM, allerdings habe ich zwei Wochen Urlaub zur Erholung bekommen. Ich werde mich aktiv erholen und mit meinem Vater nach Reunion fliegen, dort werden wir einige Highlights wie Gleitschirmfliegen, Canyoning und Dreitageswanderungen erleben.

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