21.05.2018 16:04 Uhr - DHB-Pokal - HBF

HBF kompakt: Oldenburg zum vierten Mal Pokalsieger, Metzingen Dritter "mit einem guten Gefühl"

Der VfL Oldenburg hat die Sensation wahrgemacht: In einem mit Spannung geladenen Endspiel des OLYMP Final4 schlug der norddeutsche Club den vermeintlichen Favoriten SG BBM Bietigheim und holte damit den vierten Pokaltitel in der Vereinsgeschichte.

Es war ein Pokal-Finale, wie es sich ein Zuschauer nur wünschen kann: Spannung bis zur letzten Minute. Nach einem ausgeglichenen Start beider Mannschaften setzte sich Lokalmatador Bietigheim mit vier Toren zur Halbzeit ab (12:16), konnte aber dann den Ausgleich in der 38. Minute und die darauffolgende Führung durch Angie Geschke vom VfL nicht mehr abwenden. Von da an boten sich beide Vereine gegenseitige Ein- und Aufholjagden, bevor der 29:27-Treffer in der 60. Minute, erneut durch Nationalspielerin Geschke, den Sieg der Oldenburgerinnen markierte.

Zuletzt in 2012, heute - sechs Jahre später - geht der Pokal also wieder nach Oldenburg. VfL-Torhüterin Julia Renner, die zudem zur besten Keeperin des Turniers gewählt wurde, ist überglücklich: "Die Chancen standen nicht so ganz gut für uns, aber wir haben immer noch dran geglaubt, dass wir es schaffen können. Und das ist, glaube ich, auch das Wichtigste. Auch wenn man sich vielleicht die Tabelle anguckt und die anderen eigentlich ein bisschen besser stehen, aber im Pokal ist immer alles drin - das haben wir heute auch bewiesen." Auch VfL-Trainer Andreas Lampe konnte sein Glück noch gar nicht glauben: "Das haben wir nicht wirklich gewonnen?"

Bei Bietigheim herrschte hingegen große Betrübtheit. Mannschaftskapitänin Kim Naidzinavicius, die sich extra durch die Reha gebissen hatte, um mit ihrem Team beim OLYMP Final4 zumindest auflaufen und sich warm machen zu können, fand für die Niederlage keine Erklärung: "Wir wissen, dass der Pokal ein Außenseiter-Turnier ist, dass da immer viel passieren kann. Das haben wir letztes Jahr schon schmerzlich erleben müssen und ich glaube nicht, dass das irgendetwas mit Unterschätzen zu tun hat. Wir spielen eine ordentliche erste Halbzeit und was in der zweiten Halbzeit passiert ist, ist schwer zu erklären."

Das vorangegangene Spiel um Platz 3 zwischen der HSG Bad Wildungen Vipers und der TuS Metzingen konnten die Baden-Württembergerinnen für sich entscheiden und somit, wenn auch nicht das gewünschte Treppchen, einen Platz auf dem Siegerpodest sichern. "Für uns war es das erste große Event. Viele unserer jungen Spielerinnen haben das zum ersten Mal erlebt. Mit Metzingen kam noch einmal ein ordentlicher Brocken auf uns zu. Meine Mädels haben das richtig gut gelöst. Ich bin schon stolz auf meine Mannschaft, wie wir uns nach den Spielen am Samstag, Mittwoch und gestern noch einmal zusammenraufen konnten. Wir haben diesmal auf den Rückstand und unsere schlechte Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit gut reagiert und konnten Metzingen bis zum Ende fordern", bilanzierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer.

"Wir haben vor dem Spiel klargestellt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen, auch um mit einem guten Gefühl ins letzte Punktspiel gegen Buxtehude zu gehen. Man hat gemerkt, dass wir zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit gespielt haben. Das war ziemlich schwierig zu Anfang", bilanzierte hingegen Edina Rott mit Blick auf die frühe Anwurfzeit.

Der Termin für die Pokal-Endrunde im nächsten Jahr steht bereits fest: Am 25. und 26. Mai lädt die Handball Bundesliga Frauen in der Stuttgarter Porsche-Arena zum OLYMP Final4 2019.

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