14.05.2018 08:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Gröbenzell, red

Gröbenzell überrascht bei letztem Heimspiel gegen Beyeröhde

Svenja JänickeSvenja Jänicke
Quelle: Birgit Franke
Mit einem fulminanten 30:23-(13:9)-Heimsieg gegen den TV Beyeröhde sagt der HCD Gröbenzell im letzten Heimspiel Servus zur 2. Bundesliga. Trotz feststehendem Abstieg zeigte das Team nochmal alles und konnte anschließend nochmal richtig feiern.

Zum letzten Heimspiel erwartete der HCD mit dem TV Beyeröhde (Wuppertal) nochmal ein echtes Kaliber. Das Hinspiel gegen den Tabellensechsten verlor der HCD mit drei Toren nur denkbar knapp, zudem wollte man sich natürlich standesgemäß aus der 2. Liga vom heimischen Publikum verabschieden.

Mit Spielbeginn drückten die Bayern mächtig auf die Tube. Zwar musste man defensiv wirklich alles reinhauen, um das Spiel unter Kontrolle zu behalten, allerdings konnte man offensiv eine gute Ausbeute verzeichnen. Um die Abwehrprobleme kümmerte sich mit zunehmender Spieldauer auch Ines Flesch, die in ihrem (vermutlich wirklich aller-) letzten Spiel sukzessive zur Hochform auflief und reihenweise gegnerische Würfe entschärfte. Langsam aber sicher konnte sich der HCD somit eine 13:9-Führung bis zum Halbzeitpfiff aufbauen.

Auch in Durchgang zwei bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Einzig Ines Flesch steigerte sich abermals, aber auch die anderen Spielerinnen bewiesen zusehends, dass sie in der vergangenen Saison viel in Sachen Spielanlage und Cleverness gelernt haben und spielten über die gesamten 60 Minuten ihr Spiel souverän herunter. Obwohl HCD-Coach Pleines auch regelmäßig durchwechselte, war nicht der Ansatz einer Schwächephase erkennbar. Es dürfte ihn noch mehr gefreut haben, dass mit Bea Mazzucco, Ami Bayerl, Verena Obermeier, Svenja Jänicke und Verena Oßwald gleich fünf Spielerinnen mit je vier Toren den HCD in der Offensive schwer ausrechenbar machten.

Der Rest war Formsache, verdientermaßen gewann der HCD mit 30:23, ehe die Spielerinnen nochmals jubelnd aufs Feld rannten. Zuschauer und Spielerinnen feierten sich für eine großartige Saison, in der der HCD sportlich, menschlich und organisatorisch über sich selbst hinausgewachsen ist. Erst die anschließende Verabschiedung dämpfte die Stimmung dann doch noch ein wenig.

Svenja Jänicke genoss mit Tränen in den Augen die stehenden Ovationen der gut 400 Zuschauer. Sie wird ihre Schuhe nach dem letzten Saisonspiel an den Nagel hängen, die letzten vier Jahre beim HCD bedeuteten ihr aber offensichtlich weit mehr als man es je erahnen konnte. Ines Flesch war sichtlich froh über das Saisonende, bereute aber keineswegs, dass sie sich doch noch ein Jahr zweite Liga ?angetan? und fast verletzungsfrei überstanden hat und Ossi Oßwald wurde zum Studium nach Mainz verabschiedet und wird sich dort der TSG Ketsch anschließen. Sie genoss nicht nur den Heimsieg, sondern hatte auch fast ein Lächeln auf den Lippen, als wolle sie sagen, dass das nicht ihr letztes Spiel für den HCD war. Schließlich hatte sie ja ihrer Obi versprochen, in der Wildmooshalle alt werden zu wollen.