13.05.2018 18:42 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Zu viele eigene Fehler gemacht" - Werder Bremen unterliegt Ketsch

Rebecca EngelhardtRebecca Engelhardt
Quelle: Kurpfalz Bären
Die Handballerinnen des SV Werder kehren mit einer 20:26-Niederlage von den Kurpfalz Bären aus Ketsch zurück nach Bremen. Im letzten Saisonspiel der 2. Bundesliga ließ Werder zu viele Chancen ungenutzt und konnte so den Gastgeberinnen im gesamten Spielverlauf nie wirklich gefährlich werden.

Kate Schneider gab allen ihren Spielerinnen lange Einsatzzeiten, ohne dass es zu einer Schwächephase der Bären kam: "In den letzten Auswärtsspielen haben wir in kritischen Situationen nicht immer souverän gespielt. Heute aber hatte ich zu keiner Zeit Zweifel an unserem Erfolg, der wieder einmal die Geschlossenheit im Team unterstreicht. In ihrem Abschiedsspiel konnte Hannah Melching noch einmal glänzen

In den ersten 20 Minuten ließen sich die Grün-Weißen von Ketsch überrennen, aus einer starken Abwehr heraus gelang es den Kurpfalz Bären durch Tempogegenstöße zu einfachen Toren zu kommen und Bremen geriet mit 2:8 (20.) ins Hintertreffen. Werder kam nun langsam besser ins Spiel, kam aber bis zur Halbzeit nicht mehr näher heran und so ging es mit einem 6:12 aus Bremer-Sicht in die Pause.

Nach der Pause deuteten die Bären mit einfachen Toren zum 14:7 aus der ersten Welle an, dass sie überzeugend Revanche nehmen wollten für die höchste Saisonniederlage in Bremen (33:23). Doch es waren vor allem Jenny Börsen und Jana Schaffrick, die jetzt in die Startformation gerückt waren, die sich mit großem Kampfgeist einem Kantersieg der Bären entgegenstellten. Und hätte Hannah Melching, die sich studienbedingt aus dem Leistungssport verabschiedet, nicht ihr Potenzial abgerufen, wäre es für das Schneider-Team noch einmal eng geworden. Im Schlussteil des Spiels begeisterte das Zusammenspiel der jungen Bärentalente Sophia Sommerrock, Lea Marmodee und Lara Eckhard, die mit ihren Toren die Gäste auf Abstand halten konnten.

"Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit zu viele eigene Fehler gemacht", resümierte Marotzke nach dem Spiel. Der vor allem die Deckungsarbeit der beiden Mannschaften noch einmal lobte: "Ketsch hat gut verteidigt, wir haben uns zu oft in Eins-gegen-Eins Situationen verzettelt." Für Werder war es das letzte Spiel in einer Saison mit Höhen und Tiefen, in der am Ende aber der Klassenerhalt stellt. "Wir müssen die Saison jetzt analysieren, unterm Strich war es aber eine gute Saison. Mit den Erfahrungen wollen wir uns im nächsten Jahr natürlich weiter verbessern", so Marotzke direkt nach dem Ende der Spielzeit 2017/2018.