07.05.2018 13:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG, red

Niederlage für Bensheim/Auerbach: Metzingen in allen Belangen überlegen

Marlene ZapfMarlene Zapf
Quelle: groundshots.de
Nichts zu holen gab es für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach bei den TusSies der TuS Metzingen. Vor 1050 Zuschauern in der ausverkauften Öschhalle setzte sich der Gastgeber bei sommerlichen Temperaturen mit 33:20 (15:11) durch. Die erfolgreichsten Torschützen waren Marlene Zapf (6/1 Tore) und Maren Weigel (5) für Metzingen sowie Anja Ernsberger und Caroline Thomas (je 4) bei den Flames.

Sie sind ohne Druck nach Metzingen gefahren und hätten befreit aufspielen können, denn der Gegner stand nach den letzten Ergebnissen mit dem Rücken zur Wand. Um nächste Saison international zu spielen, müssen die TusSies der TuS Metzingen den DHB-Pokal gewinnen oder unter die ersten vier in der Liga kommen. Ein Sieg gegen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach war also Pflicht - erst Recht nach der überraschenden Hinspielniederlage am 06.01.2018 in Bensheim, als die Flames ihren ersten Saisonsieg feierten und für eine Riesenüberraschung sorgten.

Dass es nicht zu einer erneuten Überraschung reichen sollte und es stattdessen die zweithöchste Saisonniederlage für die Flames wurde, lag daran, dass Metzingen hochmotiviert und souverän auftrat und es den Flames nicht gelang ihre Tugenden nur annähernd abzurufen. So wurde es am Ende ein rabenschwarzer Tag.

Bereits nach drei Minuten führten die Gastgeber 4:0 und waren nach knapp sieben Minuten mit 7:3 in Front. Das war Grund genug für die Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm das erste Team-Timeout zu ziehen und die Abwehr umzustellen. Nach elf Minuten stand es 10:4 für die TusSies, doch durch einen Vier-Tore-Lauf konnten die Flames auf 10:8 (18.) verkürzen. Auch beim 11:9 (21.) für die TusSies waren sie noch dran und selbst zum Seitenwechsel beim 15:11 musste man die Hoffnung noch nicht aufgeben, denn die Flames haben es diese Saison schon mehrfach bewiesen, dass sie solche Rückstände noch aufholen können.

Rafika Ettaqi verkürzte nach der Pause auf 15:12 (31.) und beim 17:14 (40.) waren die Flames erneut bis auf 3 Tore dran, doch das war das letzte Aufflackern. Die TusSies erhöhten jetzt das Tempo und waren spielerisch und kämpferisch das klar bessere Team. Die Flames-Abwehr wusste kaum noch was entgegen zu setzen, ließ Kampf und Gegenwehr vermissen und im Angriff häuften sich die technischen Fehler oder man scheiterte an der stark haltenden Jasmina Jankovic. Nach dem 22:15 (46.) durch Stina Karlsson legte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm die grüne Karte und versuchte durch neue Spielerinnen das drohende Unheil abzuwenden, was jedoch keine Verbesserung brachte. Das 26:16 (50.) durch Marlene Zapf war die erste 10-Tore-Führung der TusSies und es folgte das nächste Team-Timeout der Flames.

Die TusSies ließen sich davon nicht beirren und zwangen den Flames immer mehr ihr Spiel auf und distanzierten ihren Gegner dadurch weiter. Das 33:20 durch Annika Ingenpaß war der Schlusspunkt in einem Spiel, das die Flames möglichst schnell abhaken sollten, denn die Aufgabe nächste Woche beim heimstarken Tabellendritten Buxtehuder SV wird nicht leichter und dort sind die eigentlichen Flames-Tugenden wie Kampf und Einsatz mehr denn je gefragt.

"Glückwunsch an Metzingen zum absolut verdienten Sieg, auch in dieser Höhe. Ich muss mich heute eigentlich entschuldigen für unsere Leistung. Wir haben nichts umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben 3-2-1 angefangen, das haben wir diese Woche richtig gut trainiert, aber das hat heute überhaupt nicht funktioniert", sagte Heike Ahlgrimm und ergänzte: "Was dann in der 2. Halbzeit passiert ist, das darf uns einfach nicht passieren. Wir sind alles schuldig geblieben, was wir uns in den letzten Wochen aufgebaut haben. Wir haben heute keinen Kampf gezeigt, haben wirklich wahnsinnig viele Fehler gemacht und Metzingen zu einfachen Toren eingeladen. Von daher auch der 13 Tore Unterschied. Wir haben uns einfach aufgegeben".

"Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, obwohl wir uns diese Woche eher gegen eine 6:0 Abwehr vorbereitet haben. Wir sind diese Woche und die letzten 2 Wochen richtig gut im Training, sie wollen, sind konzentriert und die Einstellung stimmt einfach und dann wollen wir uns auch belohnen", erklärte Edina Rott.