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23.04.2018 12:43 Uhr - 2. Bundesliga - PM Ketsch

Waiblingen zeigt mehr Siegeswille als verunsicherte Ketscher Bären

Katrin SchneiderKatrin Schneider
Quelle: Marc Fippel
Am Ende gab es für die Kurpfalz Bären Ketsch zwar nur eine knappe 29:31-Niederlage gegen die FSG Waiblingen-Korb, doch für die mitgereisten Fans war es unverkennbar: Ihre Mannschaft ist ohne jeden Zweifel etwas aus dem Tritt geraten. Tom Löbich brachte es auf den Punkt: "Unser Gegner wollte die beiden Punkte mit aller Macht, um sich im Abstiegskampf der zweiten Liga etwas zu befreien. Uns dagegen hat das letzte Quäntchen an Einsatzbereitschaft und Kampfgeist gefehlt. Und das wird in dieser ausgeglichenen Klasse bestraft. Immerhin ist es uns gelungen, eine größere Klatsche zu vermeiden. Wenn wir aber noch ein Wort bei der Vergabe der Vizemeisterschaft mitreden wollen, müssen wir uns in den ausstehenden fünf Spielen enorm steigern."

Als Sophia Sommerrock in der 17. Spielminute auf 8:6 verkürzen konnte, bewegte sich das Spiel noch im weitgehend normalen Rhythmus. Dann aber brachen für Ketsch alle Dämme. Die Gastgeberinnen legten einen Zahn zu, während die Bärenladies die Kontrolle in Abwehr und Angriff fast völlig verloren. Die Attacken der beiden Halbspielerinnen - Carmen Moser und Saskia Fackel - verpufften bis dahin wirkungslos, und die Gastgeberinnen zogen bis auf 18:9 von dannen.

Vor allem Sinah Hagen zeigte eines ihrer besten Spiele und traf zwischen der 22. und 25. Minute gleich dreimal hintereinander. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild wenig. Beim 25:15 war der Vorsprung der Tiger-Girls das erste Mal auf zehn Tore angewachsen, und es sah ganz danach aus, als wenn die Bären mit einer ordentlichen Packung die Rückreise antreten müssten.

Beim 29:19 in der 47. Minute durch Lea Gruber waren die Fans der Gastgeberinnen schon in Feierlaune. Katrin Schneider zog das dritte Mal die grüne Karte und appellierte an die Ehre ihrer Spielerinnen. "Und das wirkte", schrieb Ketsch in seiner Pressemitteilung. "Endlich bäumte sich die Mannschaft auf und brachte in der letzten Spielphase ein 10:2 Zwischenergebnis zustande."

Dennoch war die Ketscher Trainerin alles andere als zufrieden: "Wir werden diese Woche Klartext reden müssen. Denn es wäre sehr ärgerlich, wenn wir unseren guten Tabellenplatz und die Chance auf die Vizemeisterschaft so leichtfertig aus den Händen geben würden. Gegen die Spreefüxxe aus Berlin werden wir am nächsten Samstag mit Sicherheit anders auftreten. Das verspreche ich unseren heute so enttäuschten Fans!"



cs