22.04.2018 09:37 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

"Das war meisterlich": Thüringer HC mit klarem Sieg über Buxtehude

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Marco Wolf
Der Thüringer HC besiegte den Buxtehuder SV mit 35:21 (20:11) und wartete dabei mit einer souveränen Leistung auf. Spielmacherin Iveta Luzumova war mit 11/10 Treffern die erfolgreichste Werferin für den THC, Isabell Kaiser (5) und Lone Fischer (5/3) waren für die Gäste am erfolgreichsten.

Die Abwehr war sehr gut auf die starke Rückraum-Linke Emily Bölk eingestellt, die im kommenden Jahr für den THC aufläuft. Der Doppelblock durch Lydia Jakubisova und Anika Niederwieser war gut orientiert - trotzdem konnte das Supertalent des BSV sehenswerte Treffer erzielen. Nachdem die Tordifferenz kurz nach der Pause zweistellig wurde, gab es einige Konzentrationsfehler bei den Gastgeberinnen, der BSV kam durch Treffer von Isabell Kaiser, Lisa Prior und Lone Fischer wieder etwas heran. In der Schlussphase zeigt Nationaltorhüterin Dinah Eckerle ihre Extraklasse und parierte frei vom Kreis und zweimal von der Siebenmetermarke.

Beide Mannschaften zeigten von Beginn an ihre kämpferische Einstellung zu der Partie. Die beiden ersten Treffer fielen von der Strafwurflinie - Lone Fischer war für Buxtehude erfolgreich, Iveta Luzumova für den Thüringer HC. Der Tabellenführer startete sehr gut in die Partie. Ballgewinne in der Abwehr führten zu Tempogegenstößen. Beim 4:1 in der fünften Minute nahm Gästetrainer Dirk Leun bereits seine erste Auszeit.

Buxtehude stabilisierte sich in der Folgezeit. Auch weil die THC-Frauen sich im Angriffsspiel schwer taten und sich einige Fehlwürfe leisteten. Tore fielen über Tempogegenstöße oder Sieben Meter. Nach 14 Minuten stand die Partie 8:5. Bereits in der 16. Minute erhielt Anika Niederwieser ihre zweite Zeitstrafe und war damit bereits stark rotgefährdet. Als das Positionsspiel im Angriff nun auch funktionierte, konnte der Thüringer HC sich weiter absetzen. Beim 20:11 wurden die Seiten gewechselt.

Jana Krause kam ins THC-Tor und führte sich mit einer super Parade ein. Im Gegenangriff traf Iveta Luzumova nach toller Eins-gegen-Eins-Aktion. Noch in der 31. Minute wurde die Differenz erstmalig zweistellig - der BSV jetzt intensiv um Schadensbegrenzung bemüht. Es gelangen mehrere schöne Pässe von Lisa Prior an den Kreis, die von Isabell Kaiser konzentriert verwandelt wurden. Es folge ein super Rückhandpass von Emily Bölk auf Lone Fischer, die zum 28:16 einnetzte. Im nächsten Angriff Strafwurfchance für Buxte - Jana Krause blieb Siegerin gegen Lone Fischer.

So waren es Treffer ins leere THC-Tor im 7-gegen-6, die das Ergebnis jetzt in erträglichen Grenzen hielten. Herbert Müller am Überzahlspiel fest, er hatte Nina Schilk, Alexandra Mazzucco und Patricia Batista da Silva für die Schlussviertelstunde eingewechselt, das Spiel war mehr als gelaufen und Buxte machte noch einmal ein wenig Boden gut. Jana Krause musste nach einer Fingerverletzung wieder auf die Bank - Dinah Eckerle kehrte zurück und entschärfte zur Freude des Publikums einen Hundertprozenter. Kurz darauf hielt sie zwei Strafwürfe von Lisa Prior und Lone Fischer - die Top-Führung wurde gehalten. Macarena Diaz Aguilar und Alexandra Mazzuco setzen mit ihren Treffern den Schlusspunkt, der THC besiegte den Tabellendritten mit 35:21.

Dirk Leun (Buxtehude): Glückwunsch an den THC. Ich bin überzeugt, dass der THC verdient deutscher Meister wird. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir hier jemals so schlecht gespielt haben. Das liegt aber eindeutig an der Qualität des Thüringer HC. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, aber uns ist heute nichts gelungen. Ich sehe das Spiel aber als Weckruf für den Kampf um die internationalen Startplätze.

Herbert Müller (THC): Ich bedanke mich zuerst einmal bei allen Fans, für die Stimmung, die ihr zu jedem Spiel macht. Wir geben im Training zur Zeit soviel Gas und wollen das auch in jedem Spiel umsetzen. Ich verspreche euch, dass wir das bis zum Saisonende durchziehen und kein bisschen nachlassen werden. Außerdem bedanke ich mich ausdrücklich bei unserer medizinischen Abteilung, der Reha- und Physioabteilung. Zum Spiel gibt es heute nur zu sagen: Das war meisterlich.