16.04.2018 18:25 Uhr - 2. Bundesliga - PM Nürtingen

Nürtingen revanchiert sich bei Berlin für Hinspielniederlage

Sophie MrozinskiSophie Mrozinski
Quelle: Marco Schulz
Den erhofften Heimsieg landeten die Nürtinger Zweitliga-Handballerinnen am vergangenen Samstag gegen die Füchse Berlin und konnten so den Abstand auf die Abstiegsränge vergrößern und auf einen Zähler an die Hauptstädter heranrücken. Mit 32:24 (16:11) behielten die Gastgeberinnen schließlich die Oberhand und revanchierten sich somit auch für die deutliche Hinspielniederlage.

Zu Beginn der Partie entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Spielverlauf, wobei sich auf Nürtinger Seite Spielführerin Verena Breidert von Ihrer treffsicheren Seite zeigte und bis zur Halbzeitsirene bereits elf ihrer insgesamt 15 Tore erzielte. Die ersten Tore der Partie fielen auf beiden Seiten über den jeweiligen Rückraum. Bis zum 8:8 durch Lisa Wieder (16.) legten jeweils die Gäste vor und die TGN glich aus, wobei man auch eine Unterzahl schadlos überstand. Dann erzielte Breidert die erste Führung für Ihre Farben und zwei weitere Treffer von ihr sowie einer von Lisa Wieder brachten der TGN eine komfortable Vier-Tore-Führung (12:8, 21.), was eine Auszeit der Gäste zur Folge hatte.

Anschließend sorgte Kreisläuferin Barbara Leibssle-Balogh für ein Schmankerl, als Sie unter Bedrängnis einen Rückhandwurf im Tor unterbringen konnte. Doch die Spreefüxxe steckten nicht auf und blieben auf Tuchfühlung. Die letzte Spielminute vor der Halbzeitpause war dann ereignisreich. Zunächst kassierte Berlins Goalgetterin Blödorn eine Zeitstrafe und Verena Breidert verwandelte den fälligen Strafwurf zum 16:11, dann bekamen die Gäste mit der Sirene noch einen direkten Freiwurf zugesprochen, den Samira Krakat ausführte. Der Wurf ging in Kopfhöhe in die TG-Mauer und traf Yvonne Rolland am Kopf und Arm. Nach kurzer Beratung zückten die Schiedsrichter die Rote Karte. Sicher eine harte Entscheidung, die jedoch vertretbar ist. Das sahen die Füchse-Verantwortlichen aber völlig anders und waren außer sich, was auch noch Auswirkung bis nach Spielende haben sollte.

Die Nürtinger Spielerinnen starteten somit mit einer doppelten Überzahl in Halbzeit zwei, die sie jedoch ungenutzt verstreichen ließen. Im Gegenteil - zwei Treffer von Vanessa Magg brachten den schnellen Anschluss für die Gäste, doch ein erneut sicher verwandelter Strafwurf von Kapitänin Breidert, die in der zweiten Spielhälfte eine Sonderbewachung erhielt, zerstreuten die kurzen Zweifel. Die TGN baute den Vorsprung nun kontinuierlich aus und nach gut 40 gespielten Minuten betrug der Vorsprung beruhigende sieben Tore (22:15). Dann jedoch kassierte Barbara Leibssle-Balogh eine Zeitstrafe und Berlin nutzte diese zu drei Treffern in Serie und witterte Morgenluft (22:18, 45.).

Doch drei Kontertore in Folge innerhalb von 70 Sekunden durch zweimal Nina Fischer sowie Benitta Quattlender stellten den Spielstand auf 25:18 und die Führung betrug wieder plus sieben. Gästecoach Schücke bat daraufhin seine Spielerinnen erneut zur Auszeit, doch diese sollte dem Spiel keine Wendung mehr geben. Ein verworfener Strafwurf und weitere Strafzeiten für die Füchse taten ein Übriges und die TG Nürtingen steuerte einem ungefährdeten Heimsieg entgegen, auch dank einiger glänzender Paraden von Torhüterin Celina Meißner. Der letzte Treffer blieb den Gästen vorbehalten und nach Abpfiff bejubelte die TG Nürtingen zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Durch die Waiblinger Niederlage in Trier verbesserte sich die Eidt-Truppe auf Rang neun und rutschte auf einen Punkt an die Spreefüxxe heran. Mit nunmehr fünf Punkten aus den letzten drei Spielen ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu vermerken und es geht nun gestärkt ins Derby nach Herrenberg.