16.04.2018 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - chs

HBF kompakt: Spitzentrio fehlerfrei, Kampf um Europa bleibt hart umkämpft

Remis in Bad WildungenRemis in Bad Wildungen
Quelle: Malafo, HSG
Die Meisterschaft rückt für den Thüringer HC immer näher. Der sechsfache Deutsche Meister führt das Feld weiter souverän an. Auch die Verfolger konnten am Wochenende ihre Positionen festigen, eng umkämpft sind derzeit vor allem die Plätze 4-8, die derzeit nur ein einziger Pluspunkt trennt. In der unteren Tabellenhälfte konnte der HC Rödertal das erste Erfolgserlebnis feiern, im Kellerduell mit der Neckarsulmer Sport-Union gelang der erste Punktgewinn. Die Meisterschaft vorzeitig unter Dach und Fach gebracht haben in der 2. Bundesliga die HL Buchholz 08-Rosengarten. Mit einem Sieg gegen Zwickau konnten die Handball-Luchse am Wochenende die 42-Punkte-Marke knacken und sind somit in den verbleibenden fünf Spieltagen nicht mehr einzuholen

Der Thüringer HC hat die Marke von 40 Zählern überschritten: Bei der HSG Bensheim/Auerbach gelang ein 32:26-Auswärtserfolg. "Ich war in keinster Weise von der Leistung der HSG überrascht und wusste, dass es sehr schwer werden würde. Nicht umsonst lassen Bietigheim und Metzingen hier Punkte liegen. Ich bin froh, dass wir es so geschafft haben. Bensheim hat sich nicht aufgegeben und gekämpft. Beide Seiten können mit dem Ergebnis zufrieden sein", so THC-Trainer Herbert Müller. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm resümierte: "Wir waren heute arg dezimiert, weil wir zwei Spielerinnen an unsere zweite Mannschaft abgegeben haben. Wir können stolz sein, dass wir nur mit sechs Toren verloren haben, nachdem der THC schon mit 11 Treffern weg war."

Sieben Punkte Rückstand hat weiterhin die SG BBM Bietigheim, die sich beim TV Nellingen schwertat, um sich am Ende mit 31:29 (15:16) durchzusetzen. "Wir haben den Anfang verschlafen, aber nachdem der erste Sturm über uns hinweggefegt war, sind wir ins Spiel gekommen und Anne Bocka hat über 60 Minuten stark gehalten", analysierte Nellingens Trainer Pascal Morgant. BBM-Trainer Martin Albertsen betonte: "Nach starkem Start und einer schnellen Führung haben wir leider unseren Rhythmus verloren. Wir wussten aber, dass schon viele Teams Schwierigkeiten hatten gegen Nellingen. Umso glücklicher sind wir über diesen Sieg."

Den dritten Platz gefestigt mit drei Punkten Rückstand auf Bietigheim hat Buxtehude mit dem 26:21 (14:10) über die HSG Blomberg-Lippe. "Wir sind heute sehr fokussiert aufgetreten, haben sehr stark verteidigt", so BSV-Coach Dirk Leun. Blombergs Coach André Fuhr musste feststellen: "Wir haben fast 45 Minuten einfach nicht stattgefunden. Buxtehude war total motiviert und hat viele Argumente für deren gute Platzierung geliefert. Wir haben den in der jüngeren Vergangenheit so oft beschworenen und gelobten Teamgeist vermissen lassen."

Blomberg bleibt bei 26 Pluspunkten stehen und ist nun gleichauf mit Borussia Dortmund, das sein Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen mit 28:21 (13:10) besiegte und auf Rang 4 vorstieß. "Nach dem Hinspiel und auch im Kampf um die internationalen Plätze wollten wir unbedingt einen Sieg", erklärte Dortmunds Trainerin Ildiko Barna. Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic bemängelte: "Wir hatten dann zu viele Fehlwürfe und technische Fehler."

Nach Pluspunkten gleichauf mit Göppingen sind nach dem Wochenende auch Leverkusen und Metzingen. Die Rheinländerinnen gewannen ihr Heimspiel gegen die TusSies mit 26:24 (11:10) und Elfen-Trainerin Renate Wolf stellte fest: "Die Einstellung meiner Mannschaft stimmte am heutigen Tage von der ersten bis zur letzten Minute. Ich bin unglaublich stolz auf mein Team. Mit diesem leidenschaftlichen Fight und dem unbedingten Siegeswillen haben wir auch gegen Metzingen verdient beide Punkte eingefahren." "Wir dürfen jetzt keine Punkte mehr hergeben", sagte Metzingens Trainer René Hamann-Boeriths und analysierte: "Abwehrmäßig war es nicht schlecht, aber es fehlten die einfachen Tore aus dem Gegenstoß. Vorne waren wir nicht gut genug. Wenn man so viele Fehlwürfe hat, wird es schwierig zu gewinnen."

Nach Platz 8 klafft derweil eine große Lücke von acht Punkten Unterschied. Der VfL Oldenburg wahrt mit dem 21:21-Remis sein Polster von zwei Zählern auf den Zehnten HSG Bad Wildungen Vipers. "Nimmt man die letzten Minuten des Spiels, kann man schon von einem Punktgewinn reden, zumal die Vipers nach Angies Ausgleichtreffer noch einmal in Ballbesitz waren. Hätten wir unsere Chancen aber konsequenter genutzt, wären wir erst gar nicht in diese Situation gekommen", so Oldenburgs Trainer Niels Bötel und fügte an: "Mit der Abwehrarbeit war ich auch heute wieder sehr zufrieden. Aber wir hätten gut und gerne fünf, sechs Tore mehr machen müssen." "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert. Das Remis ist gerecht", so Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer.

Eine Punkteteilung gab es auch zwischen dem HC Rödertal und der Neckarsulmer Sport-Union. "Wir sind mit dem Ziel hierher gekommen, zwei Punkte zu holen. Daher sind wir jetzt natürlich nicht ganz zufrieden. Meine Mädels haben heute über 60 Minuten super gekämpft und ich bin über diese Leistung mit so einem kleinen Kader sehr froh. Die Mannschaft hat wieder ihren Charakter gezeigt und mit diesem Punkt sind wir dem Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen", so NSU-Trainerin Tanja Logvin, deren Mannschaft damit weiter sieben Zähler vor dem HCR bleibt. Für die Sächsinnen war es der erste Punktgewinn überhaupt und Trainer Maximilian Busch erklärte: "Natürlich können jetzt einige wieder unsere Taktik kritisieren, weil wir mit dem 7 gegen 6 ein hohes Risiko gegangen sind. Wir bekommen zwar drei Tore, haben aber in dieser Saison sonst auch selten 26 Tore geworfen. Ich bin stolz auf meine Mädels und hoffe, dass dieser Erfolg sie nochmals bestärkt."

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