15.04.2018 16:31 Uhr - 1. Bundesliga - Julia Nikoleit

Hohes Tempo und Spannung bis zum Schluss: Buxtehude feiert Sieg gegen Blomberg

Lone FischerLone Fischer
Quelle: Dieter Lange, BSV
Der Buxtehuder SV hat das "Spiel um den Europacup-Platz" gegen die HSG Blomberg-Lippe für sich entschieden. Die beiden Teams trennten sich nach einem begeisternden Handballspiel mit 26:21 (14:10). In einer Partie mit hohem Tempo erarbeitete sich Buxtehude bereits im ersten Durchgang einen kleinen Vorsprung und drehte nach der Pause noch einmal auf. Blomberg blieb zehn Minuten torlos - Antja Peveling wehrte drei Siebenmeter ab - und der BSV baute seine Führung aus. Die HSG kämpfte sich jedoch zurück und kam auf ein Tor heran. Am Ende hatte Buxtehude jedoch die Nase vorne. Für Buxtehude traf Lone Fischer siebenmal, bei Blomberg erzielten fünf Spielerinnen drei Treffer. Jessica Oldenburg sah eine rote Karte (53.).

Das Spiel begann mit einem Doppelpack von Friederike Gubernatis, die den Buxtehuder SV mit 2:0 (3.) in Front brachte. Alicia Stolle gelang kurz darauf zwar der Anschluss, doch die Linkshänderin legte per Siebenmeter noch das 3:1 (5.) nach. Die Gäste aus Blomberg versuchten in dieser Anfangsphase viel über den Kreis, doch gegen die 6:0-Formation der Gastgeberinnen war das wiederholt wirkungslos. Beim Stand von 4:2 (8.) zog Andre Fuhr die erste Auszeit.

Buxtehude war in dieser Phase zwar nicht überlegen, konnte durch Einsatz jedoch den Vorsprung verteidigen. Gerade das Rückzugsverhalten der Gastgeberinnen war überragend; das Team von Dirk Leun unterband das Tempospiel der HSG fast konsequent und fing mehrere lange Bälle ab. Trotz einiger technischer Fehler konnte Buxtehude seinen Vorsprung so ausbauen. Lone Fischer sorgte mit einem Doppelpack für das 8:4 (18.).

Nach einem weiteren Treffer von Maike Schirmer (9:4, 19.) legte Fuhr seine zweite Auszeit, während Leun nach und nach durchwechselte. Die frisch ins Spiel gekommene Emily Bölk erzielte das 10:5 (21.); zudem kamen Spielmacherin Lisa Prior, Kreisläuferin Christina Haurum und Linkshänderin Lisa Borutta im rechten Rückraum in die Partie.

Trotz der Wechsel blieb das hohe Tempo in der Partie bestehen. Die beiden Mannschaften lieferten sich einen ebenso abwechslungsreichen wie ansehnlichen Schlagabtausch. Blomberg baute nun aus dem Rückraum mehr Druck auf und kam durch Kathrin Pichlmeier zum Erfolg: 11:7 in der 23. Spielminute.

Diesen Vorsprung verteidigte Buxtehude dank seiner stabilen Defensive und einem schnellem Spiel nach vorne bis zur Pause. Peveling bediente Fischer mit einem punktgenauen Pass über die Gegenspielerinnen hinweg und die Linksaußen erzielte das 14:9 (27.). Nach einem weiteren Treffer von Blomberg ging es mit 14:10 in die Kabine.

Der erste Treffer nach Wiederanpfiff ging auf das Konto von Gastgeber Buxtehude: Lynn Knippenborg durchbrach die Abwehr und netzte zum 15:10 (32.) ein. Auf der anderen Seite sorgte Peveling mit drei entschärften Siebenmetern innerhalb weniger Minuten für Jubel bei den Hausherrinnen. Das gab Selbstvertrauen: Schirmer sprang erst zum Kempa und legte das 17:10 (39.) nach; nach einem Ballgewinn erhöhte die Rechtsaußen auf acht Tore. Fuhr reagierte mit der dritten Auszeit.

Erst in der 42. Spielminute gelang Blomberg das erste Tor im zweiten Durchgang: Larissa Petersen überwand Peveling zum 18:11, die gut aufspielende Gisa Klaunig legte das 18:12 (43.) nach. Kamila Kordovska durchbrach schließlich auch die miserable Siebenmeterquote und verkürzte eine knappe Viertelstunde vor dem Ende auf 20:15 (47.).

Das Spiel hatte sich nun beruhigt. Hatte es zwischenzeitlich mehrere Minute quasi keinen ruhig aufgebauten Angriff gegeben, nahmen sich die beiden Mannschaft in der Offensive nun mehr Zeit. Blomberg witterte zudem noch einmal seine Chance, da der BSV vorne nicht mehr so effektiv agierte. Nach dem 21:17 (50.) stellte Fuhr seine Abwehr auf eine 4:2-Formation um - mit Erfolg. Blomberg erkämpfte sich den Ball und verkürzte auf drei Treffer (21:18, 50.). Nun war es Leun, der die Auszeit zog.

Die Gäste waren nun jedoch wieder zurück in der Partie. Tessa van Zijl brachte ihre Mannschaft auf 21:20 (52.) heran und es deutet sich eine hochspannende Schlussphase an. In der 53. Minute gab es zudem einen Rückschlag für Buxtehude: Jessica Oldenburg kassierte nach einem Foul an Pichlmeier die rote Karte. Nach einer langen Behandlungspause verließ die Rückraumspielerin das Feld, Klaunig kam zurück.

Blomberg konnte die Überzahl jedoch nicht nutzen und vergab drei Angriffe nacheinander. Buxtehude zog auf 23:20 (55.) weg und hatte nun auch in der Defensive seinen Stabilität wieder gefunden. Auch eine Zeitstrafe gegen Gubernatis brachte die Gastgeberinnen nicht mehr in Bedrängnis. Mit dem Treffer zum 25:21 in der 59. Spielminute machte Schirmer den Sieg perfekt.