09.04.2018 15:50 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Mut zu neuen Wegen beendet Niederlagenserie der FSG Mainz 05/Budenheim

Andrea Bonk war gegen die Füchse Berlin fünf Mal für ihr Team erfolgreich (Archivbild).Andrea Bonk war gegen die Füchse Berlin fünf Mal für ihr Team erfolgreich (Archivbild).
Quelle: Manfred Schückler - Mainz 05
Nach fünf Niederlagen in Folge kehren die Meenzer Dynamites der FSG Mainz 05/Budenheim mit dem 27:23 (13:10)-Auswärtserfolg gegen die Füchse Berlin wieder in die Erfolgsspur zurück und schieben sich an den Berlinerinnen vorbei auf Platz vier in der Tabelle. Die Hälfte der Mainzer Treffer ging auf das Linkshänderinnen-Duo Romana Gerisch (9/2) und Andrea Bonk (5/1), doch entscheidend war die umgestellte FSG-Abwehr, die lediglich 23 Treffer der heimstarken Gastgeberinnen zuließ.

Von Beginn an merkte man den Mainzerinnen an, dass die Osterpause gutgetan hatte und die Köpfe wieder frei waren. Und Trainer Thomas Zeitz hatte auch eine Überraschung in Petto. "Wir haben mit einer 3-2-1-Deckung angefangen - mir war einfach danach", berichtete Trainer Thomas Zeitz gegenüber der Presse, und traute sich damit, entgegen seinem sonst eher vorsichtigem am Standard festhaltenden Vorgehen, zu einem neuen Weg.

Und die Mannschaft ließ sich für ihn in "überragender Weise" auf die neue Abwehr ein. Die Berlinerinnen legten in der ausgeglichenen Anfangsphase zwar zunächst immer vor, doch Romana Gerisch legte in der 12. Minute nach fünfmaliger Führung des Gegners erstmals vor (6:5). Letztmals zum 8:8 (18.) konnten die Berliner noch zweimal ausgleichen. "Wir hatten am Anfang noch ein paar Probleme, aber dann war es eine beeindruckende Leistung", betonte Zeitz, der sich vor allem über die Steigerung im kämpferischen Part freute: "Wir haben in den ersten zehn Minuten schon mehr Zweikämpfe geführt als in den beiden Spielen zuvor insgesamt, haben den Berlinerinnen durch die offensive Deckung das Tempo heraus genommen und ihren Rückraum nicht ins Spiel kommen lassen", schilderte Zeitz die Auswirkung der Abwehrarbeit. Das konnte natürlich nur so greifen, weil die Mannschaft trotz der kurzen Erprobungsphase eine Feinabstimmung präsentierte, die Zeitz sehr positiv überraschte.

Und auch als die Berlinerin nach klarer Mainzer Führung (17:12) noch einmal auf Schlagdistanz herankamen (17:18/43.) hielt das Mainzer Nervenköstüm. "Der Aufwand, den wir in der Deckung betrieben haben, forderte in dieser Phase seinen Tribut", erkannte Thomas Zeitz und beorderte die Abwehr für die Schlussviertelstunde in die gewohnte und nicht ganz so kräfteraubende 6:0 Formation mit Alexandra Tinti im Mittelblock. "Und das hat dann auch prima geklappt", freute sich Zeitz, dessen Mannschaft mit drei Treffern in Folge wieder auf die Siegerstraße zurückkehrte.

Das große Plus der Gäste war die Treffsicherheit ihrer Außenspielerinnen. Allein 10 Treffer gingen auf deren Konto und immer wenn sie im Positionsangriff nicht weiter wussten, versuchten sie eben diese in eine Wurfposition zu bringen. "In Berlin ist es wirklich nicht so einfach zu siegen. Aber wir haben uns nicht beeindrucken lassen. Diesem Gegner nur 23 Tore zu erlauben, war der Schlüssel zum Sieg. Das war die perfekte Antwort auf die jüngsten Nackenschläge."

"Wir hätten heute noch ewig weiter spielen können, es wäre nicht besser geworden. Die Mannschaft fand nie richtig in die Partie und wir haben uns mit einfachen Fehlern und zahlreichen Fehlwürfen das Leben unnötig schwer gemacht. Zudem konnten wir auch den Ausfall von Anna Eber, die sich 15 Minuten vor dem Ende eine schwere Knieverletzung zu zog, in der Abwehr nicht kompensieren. Da war Mainz cleverer und hat am Ende die Punkte verdient mitgenommen", so Berlins Managerin Britta Lorenz.