21.04.2007 16:34 Uhr - EHF-Pokal - dpa / red

Bayer Leverkusen nach 27:32 Niederlage ausgeschieden

Zvezda zog ins EHF-Pokal Finale ein.Zvezda zog ins EHF-Pokal Finale ein.
Quelle: Ulrich Kämmerling / ARTimage
Durch eine 27:32 Rückspielniederlage ist mit Bayer Leverkusen auch der letzte deutsche Vertreter im europäischen Wettbewerb ausgeschieden. Die Rheinländerinnen hatten in der ersten Hälfte noch ein 17:17 Unetnschieden halten können, ehe Zvezda Zvenigorod dann im zweiten Durchgang die notwendigen Tore warf, um die 21:23 Hinspielniederlage wettzumachen.

Eine Woche nach dem überraschenden 23:21-Erfolg im Halbfinal-Hinspiel gegen den russischen Vertreter SC Zvesda Zvenigorod unterlag das Team von Trainerin Renate Wolf am Samstag im Rückspiel in Moskau mit 27:32 (17:17). «Obwohl wir kämpferisch überragend dagegen gehalten haben, hat es leider nicht gereicht», sagte Wolf, die in der achtmaligen Torschützin Nadine Krause ihre beste Werferin hatte.

„Natürlich bin ich enttäuscht, aber trotzdem kann ich stolz auf mein Team sein. Wir haben die Russinnen ein wenig ärgern können und haben Deutschland sehr gut vertreten“, sagte Trainerin Renate Wolf. Bayer 04 war seit dem Viertelfinale das einzige deutsche Frauen-Team, das noch in einem europäischen Wettbewerb vertreten war.  

Vor 1500 Zuschauern gestaltete der Bundesligist das Match gegen den Titelfavoriten lange Zeit offen. Die Leverkusenerinnen erwischten allerdings einen schlechten Start in die zweite Hälfte. Zehn Minuten lang erzielten die Elfen keinen Treffer und Zvenigorod konnte sich einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielen. In der Folgezeit kämpfte sich Bayer 04 wieder ran und verkürzte den Abstand auf drei Tore (55.). In der entscheidenden Phase spielte das Team zwar eine gute Verteidigung, doch nutzte vorne die Chancen nicht. Darüber hinaus musste Bayer seinen personellen Ausfällen Tribut zollen. 

Yvonne Filgert zog sich vor dem Match im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zu, Michaela Seiffert musste in der 35. Minute mit einer Gesichtsverletzung ausscheiden. Leverkusen stand in der kampfbetonten Partie zunächst kompakt in der Defensive und hatte in Torhüterin Clara Woltering seine beste Akteurin. Erst in den letzten fünf Minuten des Spiels machte Zvenigorod den Einzug ins Finale perfekt.

„Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft und mit einer 5-Tore Niederlage können wir zufrieden sein. In den vorherigen Runden hat Zvenigorod zuhause immer deutlicher gewonnen“, so Renate Wolf. Sonderlob gab es für Anna Loerper, die für Yvonne Fillgert einspringen musste und beinahe eine hundertprozentige Chancenverwertung an den Tag legte.

SC Zvezda Zvenigorod - TSV Bayer Leverkusen 32:27 (17:17)

Tore für Zvenigorod: Polenowa 8, Jakowiewa 7, Poltoratskaja 6, Andrjuschina 3, Schipoliowa 3, Wjachirewa 3, Kareewa 2
Tore für Bayer Leverkusen: Krause 8, Loerper 7, Neukamp 3, Müller 3, Seiffert 3, Ahlgrimm 2, Byl 1


Zuschauer: 1500
Strafminuten: 10 / 8