20.03.2018 17:08 Uhr - 1. Bundesliga - PM Bensheim/Auerbach

Neuzugang im Interview: Helen van Beurden mit Vorfreude auf die Flames

Helen van BeurdenHelen van Beurden
Quelle: Christoffer Borg-Mattisson, via HSG
Die Flames konnten mit Helen van Beurden eine neue Torhüterin an die Bergstraße lotsen. Die 27-jährige Niederländerin entschied sich für den diesjährigen Aufsteiger, um den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen. Im Interview verrät sie ihre Beweggründe für den Wechsel und macht dennoch Werbung für ihr aktuelles Gastland.

Hej Helen, von Südschweden nach Südhessen - Herzlich willkommen! Du hast dich jetzt für die Flames als neuen Verein entschieden - was sind deine Gründe für den Wechsel?

Helen van Beurden:
Ich bekam eine Anfrage von Heike Ahlgrimm, ob ich mir einen Wechsel zu den Flames vorstellen kann. Dann machte ich mir bei meinem Besuch ein Bild von den Flames und wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen. Der Aufenthalt war sehr gut organisiert, die Gespräche mit den Verantwortlichen verliefen unkompliziert und zielführend. Es ist bekannt, dass die Flames ein seriöser und verlässlicher Partner sind, der Verein arbeitet sehr professionell. Das Projekt reizt mich und so habe ich nicht lange gezögert oder mit anderen Vereinen verhandelt. Außerdem haben mir einige Freunde dazu geraten, den Schritt zu den Flames zu gehen. Mit Sarah van Gulik habe ich schon zusammen gespielt, auch sie hat mir den Wechsel schmackhaft gemacht!

Dein Deutsch ist immer noch sehr gut, in Schweden nichts verlernt?

Helen van Beurden:
Noch ist mein Deutsch etwas holpriger als vorher, ich habe oft mit Freunden telefoniert. Somit habe ich manchmal mehr Deutsch als schwedisch oder holländisch gesprochen.

Der Wechsel stellt für dich eine neue Herausforderung dar - Du wirst mit Jessica Kockler ein Duo bilden und Pauline Radke ersetzen, die nach der Saison ihre Karriere beendet.

Helen van Beurden:
Pauline ist eine tolle Torhüterin, die große Verdienste für den Verein hat! Ich nehme die Herausforderung jedoch gerne an und möchte mit meiner Leistung dazu beitragen, der Mannschaft ein guter Rückhalt zu sein. Es ist wichtig, ein gutes Duo zu bilden, um auf dieser wichtigen Position insgesamt gut aufgestellt zu sein.

Du bist nach dem Jahr in Mainz nach Schweden gewechselt, was waren die Argumente?

Helen van Beurden:
Ich wollte etwas Neues probieren, einmal in Skandinavien spielen und eine andere Mentalität kennenlernen. In Schweden habe ich tolle Menschen getroffen und die beeindruckende Landschaft inmitten vom Vänern- und Vättern-See in der Region Småland ist auf jeden Fall eine Urlaubsreise wert!

Wie ist die schwedische Liga einzuschätzen?

Helen van Beurden:
Das Niveau in der schwedischen Liga ist in etwa mit der zweiten Bundesliga zu vergleichen, wobei es zwei, drei starke Teams gibt, die auch in der ersten Liga in Deutschland sehr gut mithalten würden. Skara HF ist letzte Saison aufgestiegen und möchte sich von Jahr zu Jahr steigern, um irgendwann oben mitzuspielen. Der Verein hat einige schwedische Spielerinnen, die aus der Region kommen, plus einige Ausländerinnen.

Mit dem Wechsel zu den Flames zieht es dich zurück in die Bundesliga. Warum?

Helen van Beurden:
Ich habe mich eigentlich sehr früh entschlossen, wieder in Deutschland spielen zu wollen. Mir liegt der deutsche Handball mehr, die erste Liga gilt als eine der besten Ligen Europas und ist eine herausfordernde Aufgabe. Außerdem spreche ich die Sprache und pflege hier einige Freundschaften. Wird Helen van Beurden nun sesshaft?

Helen van Beurden:
Ich hoffe, ja! Bei meinem Start in Deutschland habe ich mich eingewöhnen müssen und war das erste Mal von zuhause weg - jetzt bin ich erfahrener und weiß, was mich erwartet. Im Zweifel habe ich die Unterstützung des Vereins oder meiner Freunde und Familie. Es soll auf jeden Fall ein langfristiger Aufenthalt sein, ich möchte auch nicht mehr jedes Jahr umziehen.

Als Verein setzen die Flames auf eine Mischung aus Handball und Beruf oder Studium. Ist es dieses Konzept, was für dich den Ausschlag gab?

Helen van Beurden:
Das war mir auf jeden Fall sehr wichtig! Das Gesamtpaket stimmt hier und es ist gut, dass ich wieder in meinem erlernten Beruf arbeiten werde. Es gibt wenige Vereine für wenige Top-Spielerinnen, die Vollprofis sein dürfen. Man muss sich bewusst sein, das die Karriere irgendwann beendet ist und es wichtig ist, etwas in der Hand zu haben. Ich glaube, dass die Region hier sehr gute Möglichkeiten bietet, um sich beruflich zu festigen oder zu studieren.

Die gute Stimmung in der Weststadthalle und die Fans hast Du schon bei deinem Gastspiel mit Mainz kennengelernt. Gibt es da auch eine gewisse Vorfreude?

Helen van Beurden:
Das war damals schon eine richtig geile Stimmung! Es ist super, was sich bei den Flames getan hat und wie gut die Heimspiele besucht sind. Wirklich toll, welche Entwicklung der Verein nimmt und mit welchem Enthusiasmus die vielen Fans dabei sind. Natürlich freue ich mich darauf, vor solch einer Kulisse zu spielen!

Ein bisschen Eigenwerbung muss zum Schluss noch sein - du wechselst in eine tolle Region mit vielfältigen Möglichkeiten und gutem Klima!

Helen van Beurden:
Stimmt! Ich habe bei meinem Besuch hier schon einiges gesehen und bin sehr gespannt auf die Stadt und die Region. Die Gegend ist super und wenn öfter die Sonne scheint, ist das gut für die Stimmung!

Helen, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Dir noch viel Erfolg für dich und dein Team in der schwedischen Meisterschaft!

Helen van Beurden:
Vielen Dank, ich werde für mein jetziges Team noch einmal alles geben und freue mich jedoch schon sehr auf die neue Saison! Bis bald!

15.03.2018 - Niederländerin van Beurden kehrt in die Bundesliga zurück