19.03.2018 17:52 Uhr - 2. Bundesliga - Ralf Ohm, PM Nürtingen, red

TG Nürtingen mit Überraschungs-Coup gegen Kirchhof

Ana PetrinjaAna Petrinja
Quelle: Marco Schulz
Es gibt solche Spiele. Und auch eine Mannschaft, die auf Wolke sieben schwebt, ist nicht davor gefeit. "Wir haben einfach nur schlecht gespielt", erklärte Christian Denk, Trainer der SG 09 Kirchhof, die doch etwas überraschende 25:32 (12:17)-Niederlage bei der TG Nürtingen.

Delia Cleve und Christin Kühlborn drückten der Partie zunächst den Stempel auf und erzielten jeweils drei Treffer in der Anfangsphase. Die für Wieder ins Spiel gekommene Ana Petrinja erzielte gleich ihren ersten Treffer zum 4:4 (11.).

Bis zum 5:6 (14.) war es eine ausgeglichene Partie, ehe die SG-Fehler im Umschaltspiel von Nürtingen zu einer 8:6-Führung (16.) genutzt wurden. Fortan lief der Gast hinterher. Aber immerhin bis zum 17:14 (34.) dank zweiter Sabljak-Tore mit Tuchfühlung, ehe Benitta Quattlender, Julia Bauer und Nicole Lederer auf 20:14 (38.) zu erhöhten. Diesmal wurde das Risiko einer zusätzlichen Feldspielerin nicht belohnt, kassierten die Kirchhoferinnen zwei Treffer ins leere Tor.

Kirchhof startete in die zweite Spielhälfte mit der im TG-Lager längst erwarteten Variante des siebten Feldspielers. Doch diese Maßnahme zeigte nur kurzen Erfolg. Zwei Treffer von Diana Sabljak brachten die Gäste aus Melsungen auf 17:14 heran (36.). Doch dann kam die TGN wieder ins Rollen und konnte ihrerseits durch drei Treffern in Folge den Vorsprung auf 20:14 erhöhen (38.), was erneut eine Gästeauszeit bedeutete. Kirchhof wechselte wieder das Spielsystem und ließ die Abwehr offensiver decken. Das veranlasste wiederum TG-Coach Eidt zur Auszeit, um sein Team zur Ruhe zu mahnen. Und das gelang bestens. Bis zum 24:18 blieb der Vorsprung konstant, dann sorgte die TG Nürtingen eine viertel Stunde vor Schluss für die Entscheidung. Eine erneute Serie mit vier Treffern in vier Minuten bedeutete zehn Tore Vorsprung (28:18, 49.). Die letzten zehn Minuten geschah dann nichts entscheidendes mehr. Kirchhof betrieb noch etwas Ergebniskosmetik und Ana Petrinja krönte ihre starke Leistung mit ihren Treffern sechs und sieben. Der 32:25-Sieg ging denn auch vollauf in Ordnung und ein zufriedener TGN-Coach Stefan Eidt merkte nach dem Spiel lächelnd an, "dass wir sogar noch was für das Torverhältnis gemacht haben - wer hätte das gedacht".

"Solche Spiele kommen vor", sagte Denk und wusste auch warum: "Weil wir keine Spitzenmannschaft sind sondern eine, die um den Klassenerhalt spielt." Den bereits sechs Spieltage sicher zu stellen, hat der Neuling mit seiner zehnten Saisonniederlage allerdings verpasst. Umso wichtiger wird nun das nächste Heimspiel gegen Trier (am 7. April). "Da müssen wir punkten", weiß Denk.