14.03.2018 12:34 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vipers

Zentrale Rolle am Kreis: Vipers richten Kreis­position mit Annika Ingenpaß neu aus

Annika Ingenpaß wurde bei der Juniorinnen-WM 2016 als beste Kreisläuferin ausgezeichnetAnnika Ingenpaß wurde bei der Juniorinnen-WM 2016 als beste Kreisläuferin ausgezeichnet
Quelle: Wieland Berkholz
Der Sport­liche Leiter der Vipers, Jochen Busch, war sehr zufrieden, als Annika Ingenpaß ihren Vertrag bei der HSG Bad Wildungen Vipers für die neue Spiel­zeit unter­schrieben hatte: "Ich kenne Annika noch aus meiner Dortmunder Zeit. Sie ist das wohl größte deutsche Talent auf der Kreis­position. Bei Tessa wird sie sich in den nächsten Jahren enorm weiter­entwickeln können. Ein wichtiges Puzzle­stück für die neue Spiel­zeit ist erfüllt." Annika Ingenpaß unter­schreibt zur Saison 2018/2019 einen Zwei­jahres­vertrag bei den Nord­hess­innen. Zugleich wurde bekannt, dass Isa-Sophie Rösike den Verein im Sommer verlassen wird.

Annika Ingenpaß ist am 08.08.1996 im nieder­rhein­ischen Kempen auf die Welt gekommen. Im Alter von fünf Jahren begeisterte sie sich bereits für den Hand­ball­sport. Ihre Grund­lagen­aus­bildung erhielt sie an­schließend bei Bayer 04 Leverkusen, wo auch Vipers-Links­außen Anna-Maria Spiel­vogel das Hand­ball-ABC erlernte.

Danach wechselte sie zum HSV Solingen-Gräfrath in die dritte Liga, um wert­volle Spiel­praxis zu sammeln. Erste Bundes­liga­luft schnupperte sie anschließend beim VL Koblenz/Weibern. Nach dem Abstieg der Vulkan-Ladies führte ihr Weg zu Borussia Dortmund, wo sie sowohl in der Bundes­liga als auch bei der zweiten Mann­schaft in der dritten Liga zum Einsatz kam. So wurden auch die TuSsies Metzingen auf die 1,77 m-große Kreis­spielerin auf­merksam und holten sie nach Süd­deutsch­land, wo sie mit Julia Behnke zusammen am Kreis spielte - jedoch oftmals hinter der National­spielerin zurück­stehen musste.

Daher entschied sich Annika Ingenpaß bewusst für einen Wechsel nach Bad Wildungen: "Tessa Bremmer hat als Trainerin in den letzten Jahren mehr­fach bewiesen, dass sie aus hoff­nungs­vollen Talenten gestandene Bundes­liga­spieler­innen und sogar Nationalspieler­innen formen kann. Ich erhoffe mir daher, mich hand­baller­isch zu verbessern und eben­falls eine solche Ent­wicklung nehmen zu können. Die Eigen­schaften der Vipers, wie Ein­satz, Leiden­schaft und Team­geist liegen mir sehr und ich freue mich auf Bad Wildungen."

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer ist froh, die Kreis­position neu zu besetzen: "Annika ist für uns eine absolute Verstärkung am Kreis. Sie ist in Deutsch­land eines der größten Talente auf der Kreis­läufer­position und ich freue mich ungemein, dass sie sich für uns entschieden hat. Sie hatte leider in den letzten Jahren wenig Spiel­praxis. Bei uns kann sie mit mehr Spiel­anteilen rechnen, womit sie sich auch stetig in ihrem Spiel am Kreis und in der Abwehr steigern kann."

In ihrer Nach­wuchs­zeit war Annika Ingenpaß fester Bestand­teil der Junior­innen­national­mann­schaft. So war sie bei der EM 2015 in Spanien und der WM 2016 in Russ­land erfolg­reich für Deutsch­land im Einsatz und wurde bei letzterer für das Allstar-Team nominiert. Einen Vor­geschmack auf die Stimmung in der Ense-Halle erhielt sie bereits am ver­gangenen Samstag bei der Bundes­liga­partie der Vipers gegen die TuSsies Metzingen. "Die Fans in der Ense-Halle waren am Samstag ein Garant, dass die Vipers sich einen Punkt erkämpfen konnten. Vor so einem Publikum will jede Spielerin gern Hand­ball spielen", zeigte sich Annika Ingenpaß beeindruckt.

Weitere Entscheidung am Kreis

Kreis­läuferin Isa-Sophia Rösike und die HSG Bad Wildungen Vipers werden dagegen im Sommer getrennte Wege gehen. Der noch andauernde Vertrag für die kommende Spiel­zeit wird in beid­seitigem Ein­vernehmen zum Saison­ende auf­gelöst. "Wir haben bereits zu Jahres­anfang offene und ehr­liche Gespräche mit Isa geführt und sind gemein­sam zu diesem Ergebnis gekommen. Zugleich haben wir nach Perspektiven für ihre weitere Zukunft geschaut und konnten sie so auch mit dem Zweit­spiel­recht für den BSV Sachsen-Zwickau aus­statten", erklärt Jochen Busch die Hinter­gründe. "Die Bad Wildungen Vipers wünschen Isa alles Gute für ihre sport­liche und private Zukunft", so der Verein in seiner Pressemeldung.