06.03.2018 08:45 Uhr - 2. Bundesliga - PM Waiblingen/Korb

Waiblingen/Korb bei Beyeröhde "von Minute zu Minute schwächer geworden"

3 Tore: Sinah Hagen3 Tore: Sinah Hagen
Quelle: Michael Schmidt
Aus der Wiedergutmachung der Hinspielniederlage wurde nichts. Die FSG Waiblingen/Korb unterlag beim TV Beyeröhde mit 25:32. Gerade mal zehn Treffer brachten die Remstälerinnen bis zur Pause im gegnerischen Tor unter, kassierte aber 16 im eigenen Netz. Keine gute Ausgangslage für Halbzeit zwei. Dem Rückstand liefen sie trotz Leistungssteigerung bis zum Ende hinterher.

Eine fokussierte Vorbereitung auf den nächsten Gegner sieht anders aus. Unter der Woche erfuhren die Spielerinnen der FSG Waiblingen/Korb, dass nach Jürgen Krause auch Kerstin Zimmermann als Trainerin die FSG am Ende der Saison verlässt. Man durfte gespannt sein, ob und wie sich die Rotationen im Personalkarussell auf die Konzentration der Mannschaft auswirken würde.

Das Team wird wohl weiterhin in der zweiten Liga spielen. Ein paar Pünktchen fehlen dem Aufsteiger aber noch zum vorzeitigen Klassenverbleib, ein Erfolg im Bergischen Land war also angesagt. Zudem wollte sich die FSG für die im Hinspiel schlechte Vorstellung rehabilitieren.

Ausgeglichen startete die Partie, 3:3 stand es nach fünf Minuten. Dann bahnte sich ein Déjà-Vu an. Wie im Hinspiel brachte die FSG den Ball nicht an der gegnerischen Keeperin vorbei im Tor unter, Beyeröhde konterte mit den Ballgewinnen über die erste und zweite Welle. Beim 3:6 in der zehnten Minute zückte die FSG-Bank die Karte zur Auszeit. Ohne Wirkung, die Gastgeberinnen erhöhten auf 8:3. Vanessa Nagler traf in der 13. Minute zum 8:4-Anschluss.

Beyeröhde festigte durch Adam Pia den Vorsprung und nahm in der 17. Minute beim 10:7 seinerseits die Auszeit. Simona Nikolowska und Hannah Hojcyk hielten die FSG im Spiel. Dann kassierte die FSG die dritte Zeitstrafe und konnte den enttäuschenden 10:16-Rückstand zur Pause nicht verhindern. "Wir sind von Minute zu Minute schwächer geworden", so Trainer Jürgen Krause. "Im Angriff haben wir zu viel quer gespielt, statt in die Tiefe zu gehen. Ja, und dann sind wir auch am gegnerischen Torwart gescheitert."

Das Halbzeitergebnis wurde zur Vorentscheidung. Die FSG arbeitete sich vergeblich an dem Rückstand ab. Die Defensive konnte nicht wie zuletzt ihre Leistung abrufen und fand kein Mittel gegen die euphorisierten Gastgeberinnen und deren torgefährliche Melina Fabisch und Ramona Ruthenbeck. Zwei vergebene Siebenmeter warfen die FSG zudem zurück. Ein Lichtblick: Die FSG setzte mit einem guten Spiel über den Kreis Akzente.

Erfreulich auch, dass sich, außer der nach langer Verletzungspause in den Kader zurückgekehrten Rechtsaußen Elena Bianca Grigore, alle Spielerinnen als Torschützinnen eintragen konnten. Auf den Spielverlauf, an dessen Ende der Sieg der Gastgeberinnen stand, hatte das aber keinen Einfluss. Beyeröhde baute den Vorsprung auf neun Tore zum 30:21 aus. Diesen Rückstand wollte die FSG nicht auf sich sitzen lassen. Caren Hammer und Vanessa Nagler trafen je zweimal, Jasmin Dirmeier, Sinah Hagen und Nikolowska betrieben immerhin Ergebniskosmetik für die FSG und verkürzten zum 31:26-Endstand.

Respekt, dass die FSG in auswegloser Situation noch einmal Gas gab, in der Endabrechnung fehlen aber zwei wichtige Punkte auf dem Konto. Bei der Ausgeglichenheit im Mittelfeld der Liga und den überraschenden Ergebnissen jedes Wochenende, muss die FSG am Ball bleiben und am kommenden Wochenende beim Tabellenletzten in Gröbenzell unbedingt punkten.