05.03.2018 12:58 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Bad Wildungen bewahrt kühlen Kopf gegen Rödertal

Anna FrankovaAnna Frankova
Quelle: M. Lange - malafo, Vipers
Die Bad Wildunger Vipers gewinnen mit 24:20 (14:11) gegen den HC Rödertal und verringern den Abstand zum Tabellenmittelfeld.

Erneut standen Bienen-Coach Maximilian Busch die Langzeitverletzten Grete Neustadt, Lisa-Marie Ostwald, Sandra Szary und Jurigta Markeviciute nicht zur Verfügung. Dafür stand Julia Mauksch nach ihrer Krankheit direkt in der Startformation.

Trotz Anwurf für den HC Rödertal konnte die HSG Bad Wildungen den ersten Treffer in einem spannenden Spiel, durch Anna Frankova (3 Tore), für sich verbuchen. Sie war auch die einzige Ex-Biene, die zu Beginn in der Startformation stand. Erst zwei Minuten später kamen die Bienen durch einen 7-Meter von Tamara Bösch (8/6 Tore), heute erfolgreichste Torschützin auf dem Feld, zum Ausgleich.

So entwickelte sich schnell eine hart umkämpfte Partie, was der Punktestand von 4:4 in der 12. Spielminute gut darstellte. Das Team von Tessa Bremmer ließ sich jedoch nicht beeindrucken und behielt die gesamte erste Halbzeit über die Führung. Gerade Laura Vasilescu überzeugte am Siebenmeterpunkt, während die Außenspielerinnen Miranda Schmidt-Robben und Anna Frankova sich treffsicher präsentierten.

Die Rödertalbienen zeigten sich vor allem in der Abwehr, im Vergleich zur Vorwoche, stark verbessert. Erst durch ein Überzahlspiel kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit sollte eine kleine Vorentscheidung fallen. Diese zwei Minuten nutzen die Vipers zu einem 3:0-Lauf. Dadurch ging es mit einem 11:14-Rückstand in die Kabine.

Bad Wildungen nutzte den eigenen Anwurf und zog auf 15:11 durch Laura Vasilescu (6/4 Tore) davon. Allerdings kämpften die Bienen verbissen um den Anschluss. Stefanie Hummel (3 Tore) wurde im Kreis gefoult und den fälligen Strafwurf traf Bösch zum 12:15. Als direkt danach Brigita Ivanauskaite (3 Tore) auch noch den 13:15-Anschlusstreffer verwandelte, schien das Spiel wieder offen.

Allerdings folgte danach die schlechteste Phase im Spiel der Bienen, neben individuellen Fehlern wurden auch klare Chancen nicht genutzt. Dadurch gelang den Vipers ein 4:0-Lauf zum 19:13. In der 51. Minute wurde es dann still in der Halle: Sina Ritter wurde bei einem Konter grob unsportlich von den Beinen geholt. Brigita Ivanauskaite erhielt die rote Karte.

Nach dem Timeout der Gäste aus Sachsen mobilisierten diese ihre letzten Kräfte ? mit drei Toren innerhalb von fünf Minuten zum zwischenzeitlichen 20:22 meldeten sich die Bienen zurück. Die Vipers behielten aber einen kühlen Kopf und konnten den Sieg mit vier Toren Differenz feiern.

"Ich bin aus drei Gründen stolz auf meine Mannschaft. Sie haben heute alles gegeben, meine Mannschaft hat wieder gebrannt und hart gearbeitet und wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft. Es lag heute nicht an einer einzelnen Aktion. Wir hatten genug Möglichkeiten, um das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen. Trotzdem geht unsere Leistungskurve weiter nach oben. Nun freue ich mich auf das Heimspiel gegen Borussia Dortmund", so HCR-Trainer Maximilian Busch.