04.03.2018 15:16 Uhr - 1. Bundesliga - PM BVB, dpa, red

Krimi in Dortmund: Buxtehude unterliegt ohne Bölk mit einem Treffer

Harma van Kreij feierte mit Dortmund einen Sieg Harma van Kreij feierte mit Dortmund einen Sieg
Quelle: Stummbillig
Im Kampf um den vierten Platz in der Bundesliga und die damit verbundene Europapokal-Teilnahme hat der Buxtehuder SV einen Rückschlag hinnehmen müssen. Mit 26:27 (9:15) unterlag die Mannschaft von Trainer Dirk Leun am Samstag bei Borussia Dortmund und ist vorerst auf den fünften Platz zurückgefallen.

Das Team von Trainer Dirk Leun war im ersten Durchgang nicht wirklich im Spiel, der Coach sprach gar von der "schwächsten Halbzeit der Saison". Er vergaß aber auch nicht, dass der BVB seine Schützlinge hervorragend bespielte: Gegen den wurfstarken Rückraum deckten die Schwarzgelben aggressiv und waren größtenteils einen Schritt schneller. Daraus resultierte dann auch eine spielerische Sicherheit im aufgebauten Angriff und im Tempospiel.

Die Folge war eine auch in der Höhe verdiente 15:9-Führung für die Gastgeberinnen zur Pause. "In der zweiten Halbzeit haben sie uns dann mit ihrer 5:1-Deckung vor Probleme gestellt", merkte BVB-Trainerin Ildiko Barna an. Die ersten vier Tore nach dem Wiederanpfiff erzielten nämlich die Gäste, die in der Offensive nun das eine oder andere Mal zu viel die Lücke im Defensivverbund der Dortmunderinnen fanden. Barna nahm daher schon früh im zweiten Durchgang eine Auszeit (15:13, 35‘).

Nun machte ihr Team es wieder besser und fand insbesondere vorne die Lücken, die sich bei der offeneren Deckungsvariante der Gäste zwangsläufig ergaben. Zwölf Minuten vor Schluss führten die Schwarzgelben nach Caroline Müllers Doppelschlag zum 24:18 mit sechs Toren und schienen auf die Siegerstraße abzubiegen. Doch der BSV gab sich noch nicht geschlagen - im Gegenteil: Die Gäste warfen noch einmal alles in die Waagschale und stellten die Dortmunder Abwehr ein ums andere Mal vor einige Probleme. Insbesondere Isabell Kaiser am Kreis und Lynn Knippenborg auf der Mitte bekam der BVB nicht mehr in den Griff, sodass es nur noch 25:23 für die Schwarzgelben stand, als Svenja Huber vier Minuten vor Schluss zum Siebenmeterstrich ging. Kein unwichtiger Wurf, den die Ex-Nationalspielerin souverän setzte.

Das galt umso mehr drei Minuten später, als Buxtehude bis auf ein Tor herangekommen war (26:25, 59‘). Nadja Mansson holte den Strafwurf heraus und Huber vollendete einmal mehr durch die Beine der Buxtehuder Torhüterin - die Entscheidung. "Der Endspurt war schwierig für uns, aber in den entscheidenden Situationen waren wir da", resümierte Barna treffend.

Für Buxtehude reichte es so nicht mehr zum Punkt. "Wir haben eine sehr schlechte erste Halbzeit gespielt. Uns sind 15 Fehlwürfe unterlaufen und auch die Deckung war anfangs nicht gut", räumte Leun ein. "Die Mannschaft hat nach der Pause eine Reaktion gezeigt, aber die Hypothek aus dem ersten Durchgang war dann doch zu groß. Zudem können wir den Ausfall von Emily derzeit nicht kompensieren."