04.03.2018 10:02 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Leverkusen erwartet Bensheim/Auerbach

Heike Ahlgrimm: "Wir haben auch Dortmund geärgert. Klar, wir haben die Punkte nicht, aber irgendwann muss das Glück auch mal auf unserer Seite sein."Heike Ahlgrimm: "Wir haben auch Dortmund geärgert. Klar, wir haben die Punkte nicht, aber irgendwann muss das Glück auch mal auf unserer Seite sein."
Quelle: Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames
Zum dritten Mal in dieser Saison treffen die Werkselfen am Sonntagnachmittag auf den Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach. Die Mannschaft aus Südhessen ist um 16 Uhr zu Gast in der Ostermann-Arena.

Die ersten beiden Vergleiche waren knappe Duelle, die die Werkselfen am Ende für sich entscheiden konnten. So soll es auch am Sonntag sein. Das von Heike Ahlgrimm trainierte Team von der Bergstraße wird hochmotiviert die Reise unters Bayer Kreuz antreten. Die Außenseiterrolle liegt den Damen von der Bergstraße, so konnten sie mit dem Sieg gegen die TuS Metzingen und dem Punktgewinn gegen den Deutschen Meister aus Bietigheim bereits gegen zwei der aktuellen Topteams Ausrufezeichen setzen. "Meine Mannschaft muss von Anfang an diszipliniert und konzentriert in diese Partie gehen", warnt Renate Wolf. "Obwohl wir beiden bisherigen Begegnungen für uns entscheiden konnten, wird das am Sonntag kein Selbstläufer". Das Hinspiel gewannen die Farbenstädterinnen mit 22:19, im DHB-Pokal-Achtelfinale setzte man sich mit 25:21 durch.

Für Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ist es eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte, denn für die Elfen war sie sowohl als Spielerin (von 2002 bis 2010), als auch als Trainerin (2012 bis 2014) tätig und qualifizierte sich in beiden Jahren als Trainerin mit den Elfen als 5. und 4. für den internationalen Wettbewerb. Dieser ist für die Elfen auch dieses Jahr wieder das Saisonziel.

Im letzten Heimspiel vor zwei Wochen gelang ein 21:18 Heimsieg gegen den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim. Letztes Wochenende gewann man auswärts 25:23 beim TV Nellingen. Die Favoritenrolle für das bevorstehende Spiel ist klar auf Seiten der Elfen und dieser wird sich die Mannschaft von Renate Wolf auch stellen. "Sie sind absoluter Top-Favorit und wir spielen auswärts. Aber wir haben ja dort nichts zu verlieren. Sie müssen gewinnen und sie stehen unter Druck, denn sie haben eigentlich das Ziel ausgegeben nächstes Jahr international spielen zu wollen. Das heißt sie müssen ihre Spiele gewinnen und das werden sie natürlich auch zu Hause versuchen. Unsere Moral stimmt und ist da. Von daher schauen wir, dass wir den nächsten Großen ärgern können. Wir haben auch Dortmund geärgert. Klar, wir haben die Punkte nicht, aber irgendwann muss das Glück auch mal auf unserer Seite sein", bleibt Heike Ahlgrimm weiter optimistisch und glaubt an ihr Team.

Von daher müssen die Flames wieder alles in die Waagschale werfen und 60 Minuten konzentriert zur Sache gehen und aus einer kompakten Abwehr heraus das schnelle Spiel der Elfen früh unterbinden und selbst im Angriff mit viel Druck nach vorne spielen, um deren Deckung wiederum ununterbrochen zu beschäftigen. Wenn dies gelingt können die Zuschauer einer spannenden und kampfbetonten Begegnung entgegensehen.

So sieht es auch die Flames-Trainerin: "Sie haben eine sehr gute Torhüterin und sind gespickt mit Nationalspielerinnen, auch wenn einige jetzt aufgehört haben. Mit Spielerinnen wie Amelie Berger kommen neue Nationalspielerinnen dazu. Für uns gilt es das Tempospiel kaputt zu machen, was deren Stärke ist und wir müssen wieder als Team aufzutreten. Jeder weiß, der gegen uns spielt, dass wir niemals aufgeben und bis zum bitteren Ende kämpfen. Das werden wir auch wieder in Leverkusen tun und vielleicht gelingt ja die Überraschung".