26.02.2018 12:52 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Füchse Berlin mit glücklichem Sieg

Die Spreefüxxe Berlin gewinnen nach einem kampfbetonten Spiel denkbar knapp mit 27:26 gegen den BSV Sachsen Zwickau. Damit bleiben die Hauptstädterinnen in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen und klettern auf Tabellenplatz 6.

Wie schon so oft brauchten die Spreefüxxe etwas Vorlauf um in die Partie zu kommen. So führte der BSV schnell mit 0:2. Danach kam der Hauptstadt-Express in Fahrt und erzielte im Tempospiel einfache Tore. Bianca Trumpf netzte zur 6:3 Führung nach knapp 11 Spielminuten ein. In dieser Phase war es Zwickaus Kapitän Jenny Choinowski die Verantwortung übernahm und die Spreefüxxe vor eine zunächst unlösbare Aufgabe stellte. Drei Tore von ihr in Folge brachten die Gäste wieder heran. Anna Eber tat es ihr nach, erzielte ebenfalls drei Treffer in Folge und brachte die Spreefüxxe wieder mit 14:11 in Front. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Zwickauerinnen erneut den Abstand zu verkürzen. Mit 15:14 ging es in die Kabine und man durfte sich auf eine spannende zweite Hälfte freuen.

Und die wurde den Zuschauern allemal geboten. Die Spreefüxxe erwischten erneut einen schlechten Start. Trotz Überzahl gelang es den Berlinerinnen nicht die Führung zu behaupten und nun ging der BSV mit 16:17 in Front. So ging es lange Zeit hin und her. Sophie Mrozinski, die am Kreis ordentlich ackerte, erzielte die 20:19 Führung nach knapp 40 gespielten Minuten. Trotz vieler Möglichkeiten schafften es die Spreefüxxe nicht den Sack führzeitig zu zumachen. Zahlreiche Chancen wurden frei liegengelassen, was die Zwickauerinnen immer wieder nutzten um sich im Spiel zu halten. Vor einer lautstarken Kulisse ließ bis zum Ende kein Team locker. Die Entscheidung sollte wie der gesamte Spielverlauf eine Verrückte sein. Nach einem drohenden Zeitspiel der Spreefüxxe suchte Anna Blödorn den Abschluss, welcher von Zwickaus Torfrau pariert wurde. Diese rannte dem Ball noch hinterher, was Ria Estermann erkannte und den Einwurf kaltschnäuzig ins leere Tor lupfte. Doch noch war genug Zeit für Zwickau. Nach der Auszeit agierten sie mit sieben Feldspielerinnen. Fabienne Kracht wurde auf Rechtsaußen in Wurfposition gebracht und Natascha Faßold wurde mit der gehaltenen Parade zum Matchwinner.

Britta Lorenz gab es sich nach dem Spiel erleichtert: "Nach dem Krimi letzte Woche und dem am Ende knapp verpassten Sieg, bin ich natürlich total glücklich dass es heute für zwei Punkte gereicht war. Es war dank der Zwickauer Fans eine super Kulisse und so wie die Zwickauerinnen heute agiert haben, werden sie nichts mit dem Abstieg zutun haben."

"In einem Spiel, welches von beiden Seiten körperlich sehr intensiv geführt wurde, dabei eine Mannschaft acht Zeitstrafen erhält und die Andere nur Eine, kommt man schon ins Überlegen" , so die Zwickauer Trainern. "Deshalb ist es noch bemerkenswerter, wie meine Frauen das verkraftet haben. Jetzt heißt es Mund abputzen und nächste Woche neu angreifen" Corina Cupcea weiter.

Am kommenden Wochenende müssen die Spreefüxxe zum schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer Rosengarten-Buchholz. Nur ein Team schaffte es bisher den starken Randhamburgerinnen eine Niederlage einzuschenken und das war auf Aufsteiger Waiblingen. Mit Rückwind reist es sich leichter und vielleicht können die Spreefüxxe diesen Nutzen um Etwas aus dem Norden mitzunehmen.