19.02.2018 11:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Bären-Ladies feiern wertvollen Auswärtssieg in Bayern

Lena Feiniler musste am vergangenen Wochenende aussetzen.Lena Feiniler musste am vergangenen Wochenende aussetzen.
Quelle: Kurpfalz Bären
Eine ordentliche Leistung reicht dem HCD Gröbenzell beim 24:27 (9:13) gegen die Kurpfalz Bären nicht, das Zepter in den entscheidenden Phasen in die Hand zu nehmen. Kleinere Fehler auf beiden Seiten sorgen dennoch für eine interessante Partie.

Mit großem Respekt reisten die Bären-Ladies am vergangenen Samstag Richtung München. Denn in Gröbenzell wartete ein Gegner, der zuletzt durch beachtliche Leistungen und Ergebnisse von sich reden machte. Der letzte Tabellenplatz des Teams von Hendrik Pleines täuscht über die wahre Stärke des HCD. Tom Löbich: "Ich finde es sehr schade, dass diese starke Mannschaft derart abgeschlagen ist. Umso erstaunlicher aber, dass sie es schafft, Woche für Woche mit frischem Mut jedem Gegner erheblich zuzusetzen. Auch heute haben wir es keineswegs leicht gehabt, die Punkte mitzunehmen. Nach unserem klaren Sechs-Tore-Vorsprung Mitte der zweiten Halbzeit kamen die ´Gröbis` wieder auf zwei Tore heran und brachten uns noch einmal zum Zittern."

Darf man nach Einnahme von Antibiotika Handball spielen? Diese Frage stellten sich Lena Feiniler - die unbedingt spielen wollte - und die Bären-Führung vor dem Spiel in Gröbenzell. Dazu Kate Schneider: "Wir haben uns entschieden, Lena nicht einzusetzen, da ihre Gesundheit wichtiger ist als ein Handballspiel." Elena Fabritz sprang als Kreisläuferin in die Bresche und zeigte eine ansprechende Leistung. Das galt insgesamt auch für das ganze Bärenteam, das sich auch von der lautstarken Kulisse mit weit über 400 Zuschauern nicht beirren ließ. Die Bären versäumten es zwar, den "Sack frühzeitig zuzumachen", sie gerieten aber über das ganze Spiel hinweg nie in Rückstand.

Carmen Moser eröffnete den Torreigen, doch ihre Trefferausbeute hielt sich in Gröbenzell in Grenzen. Dafür bestach sie mit ihrer Passqualität und bereitete zehn Tore für ihre Mitspielerinnen vor. Torgefährlicher als zuletzt traten Spielmacherin Samira Brand und "Hexe" Sina Michels auf. Und auch auf die Außen Rebecca Engelhardt und Sophia Sommerrock war in entscheidenden Szenen Verlass. Genauso wie bei Saskia Fackel, die ihre sieben Siebenmeterwürfe - bis auf den letzten - sicher im Gröbenzeller Tor unterbrachte.

Mit 4:1 erwischten die Bären einen guten Start, doch Gröbenzell blieb dran. Erst nach dem 5:5 in der zehnten Minute drehte Ketsch auf, als sie ihre Gegenstoßstärke demonstrierten und mit 12:7 deutlich in Führung gingen. Beim 19:13 in der 40. Minute sah alles nach einem Spaziergang für die Gäste aus, ehe Gröbenzell es noch einmal wissen wollte und auf zwei Tore herankam. In der Schlussphase behielten die Bären-Ladies aber die Nerven und sicherten sich zwei wichtige Auswärtspunkte.