18.02.2018 10:00 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Blomberg bangt um Einsatz von Michielsen

Celine MichielsenCeline Michielsen
Quelle: Brink Medien
Mit dem Gastspiel der HSG Blomberg-Lippe beginnt am Sonntag um 16:30 Uhr in der EWE-Arena für die Handballerinnen des VfL Oldenburg die Rückrunde. Gerne würde man den Hinrunden-Coup wiederholen als man nicht unbedingt erwartet mit einem 30:26 Sieg beide Punkte aus Blomberg entführen konnte. Nach Abschluss der Hinrunde liegt die HSG mit zwei Punkten mehr als der VfL auf dem sechsten Platz. Zunächst war man mit 2:8 Punkten in die Saison gestartet, ist aber mittlerweile seit acht Spielen in Folge in der Bundesliga ungeschlagen. Darunter auch zwei Siege gegen Buxtehude und Dortmund. Anders als beim VfL, bei dem es seit Weihnachten nicht mehr so richtig rund läuft, dürften die Gäste aus Ostwestfalen derzeit nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Da wundert es wenig, dass VfL-Trainer Niels Bötel die Favoritenrolle diesmal beim Team um Ex-VfLerin Kira Schnack sieht.

Selbstverständlich wollen sich die Schützlinge von Trainer André Fuhr auch beim dritten Auftritt hintereinander in fremder Halle schadlos halten und ihre Serie von acht ungeschlagenen Partien in Folge fortsetzen, allerdings wissen die Blombergerinnen auch um die Stärken des zwei Punkte und zwei Ränge schlechter platzierten Tabellenachten. "Ich habe großen Respekt vor Oldenburg. Der VfL verfügt über eine gute Mannschaft, in der Angie Geschke die herausragende Persönlichkeit ist. An guten Tagen kann sie ein Spiel ganz alleine entscheiden", so Fuhr. Allerdings ist dem 46-Jährigen nicht verborgen geblieben, dass die Abwehr der Norddeutschen im bisherigen Saisonverlauf nicht immer eine der stabilsten in der Bundesliga war. Daher glaubt der HSG-Coach an eine attraktive Begegnung mit vielen Toren.

"Blomberg hat zurzeit einen guten Lauf und wird mit breitem Kreuz nach Oldenburg kommen. Die sind sicherlich auf Revanche für die Auftaktniederlage aus. Die HSG spielt einen klasse Ball und kommt häufig über die erste bzw. zweite Welle, was wir versuchen müssen zu verhindern um sie in Sechs gegen Sechs Situationen zu zwingen. Wir dürfen uns nicht ihr Spiel aufzwingen lassen. Aufgrund des guten Laufs den sie derzeit haben und der breiteren Bank sehe ich Blomberg am Sonntag klar in der Favoritenrolle. Aber wir sind trotzdem frohen Mutes", gefällt sich Bötel durchaus in der Rolle des Außenseiters und hofft auf einen ähnlichen Ausgang wie im September.

Auch wenn es zuletzt nicht ganz rund lief für sein Team ist er aber doch ganz zufrieden mit dem Verlauf der Hinrunde. "Hätte man mir vor der Saison gesagt, dass wir nach der Hälfte der Saison mit 14:12 Punkten dastehen, hätte ich das genommen. Auch wenn wir das ein oder andere Spiel durchaus etwas positiver für uns hätten gestalten können".

Die 26:30-Niederlage aus dem Hinspiel hat Fuhr längst verdrängt: "Natürlich hätten wir Oldenburg am ersten Spieltag auch schlagen können, doch damals waren die Voraussetzungen noch anders. Ich trauere diesen Punkten nicht hinterher, zumal wir beispielsweise gegen Buxtehude nicht eingeplante Zähler verbucht haben." Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Celine Michielsen. Die Kreisläuferin war bis einschließlich Donnerstag aufgrund eines grippalen Infektes krankgeschrieben. Ansonsten ist der Tabellensechste hoch motiviert, die Erfolgsserie von 14:2 Punkten weiter auszubauen. "Es macht sehr viel Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Alle Spielerinnen sind fokussiert und arbeiten hart", berichtet André Fuhr.

Der Trainer kann sich nicht daran erinnern, in seinen bisherigen 15 Jahren bei der HSG einmal eine so gute Hinrunde hingelegt zu haben. Fuhr führt das tolle Abschneiden auf den homogenen Kader, gut integrierte Neuzugänge und mehr Alternativen in der Zusammenstellung des Teams auf dem Feld zurück. "Wenn wir auf die Hinrunde zurückblicken, dann müssen wir festhalten, dass wir unser Pflichtprogramm mit Siegen gegen Rödertal, Nellingen und Bad Wildungen erfolgreich erledigt haben. Hinzu kamen nicht erwartete Punkte durch den Heimsieg gegen Buxtehude und das Remis in Göppingen. Wir haben in den vergangenen Jahren immer mit 20 Punkten kalkuliert. Jetzt haben wir schon 16 Punkte nach der Hinrunde", lautet das positive Zwischenfazit des HSG-Coaches.