12.02.2018 09:39 Uhr - 2. Bundesliga - Schettler, HCD

Mit dem letzten Wurf: Gröbenzell muss sich in Trier geschlagen geben

Gabriella Szabo sorgte mit ihrem neunten Treffer für die EntscheidungGabriella Szabo sorgte mit ihrem neunten Treffer für die Entscheidung
Quelle: DJK
Trotz Führung über weite Strecken der Partie schafft es der HCD Gröbenzell beim 27:28 (15:13) nicht, die Entscheidung rechtzeitig zu erzwingen. Zu viel Nervosität und Flüchtigkeitsfehler auf beiden Seiten nutzen am Ende die Gastgeberinnen zum glücklichen Sieg. "Der vergewissernde Blick zum Schiedsrichter, der den Arm hebt und das Tor in der Schlusssekunde gibt. Die Köpfe von Chefcoach Pleines und seinem gesamten Team hingen runter. Frust pur!", berichtet der Pressedienst des HCD von der Entscheidung mit dem letzten Wurf.

In der Arena Trier hatten sich beide Teams viel vorgenommen. Der HCD wollte an den Sieg gegen Nürtingen anknüpfen, der etablierte Gastgeber hatte eine Scharte aus der Vorwoche auszuwetzen. Doch richtig ins Spiel kam vor 350 Zuschauern zunächst keine Mannschaft. Viele halbgare Torchancen, Fehlpässe und verworfene Möglichkeiten prägten das Bild in den ersten Minuten auf beiden Seiten.

Ines Flesch parierte einige hundertprozentige Torchancen und schien sich im Kopf der Gastgeberinnen festgesetzt zu haben. Beim HCD war auch bei Weitem nicht alles perfekt, doch konnte er nach gut fünf Minuten die geringere Fehlerzahl nutzen und fast über die gesamte erste Halbzeit eine Zwei- bis Vier-Tore-Führung herausspielen. Selbst eine zwischenzeitlich neunminütige Durststrecke mit nur einem Tor meisterten die "Gröbis" souveränund nahm ein 15:13 mit in die Kabinen.

Die Halbzeit schien dem HCD allerdings nicht gut zu tun. Binnen kurzer Zeit konnte sich Trier auf ein Unentschieden herankämpfen und war seinerseits von nun an konstant auf Tuchfühlung. Der HCD, permanent unter Zugzwang, traf zwar in der Offensive, vergab aber eben auch einige Chancen. Aufgrund einer guten Abwehrleistung verpasste der HCD in dieser Phase die Chance, die Trierer Mietzen vorzeitig abzuschütteln.

Das Spiel war auf des Messers Schneide, vieles deutete auf eine kleine Sensation hin. Kurz vor Schluss war es jedoch die fehlende Routine und Kaltschnäuzigkeit und schlussendlich drei verworfene Möglichkeiten, die den HCD trotz einer über weite Strecken guten und konzentrierten Leistung um einen Auswärtserfolg brachten.

Andrea Czanik und Gabriella Szabo hatten das Ergebnis zum 27:26 gedreht, Svenja Jänicke glich noch einmal per Siebenmeter aus - doch trotz Überzahl gelang den Gästen in den verbleibenden zwei Minuten kein Treffer mehr. Und in der letzten Sekunde setzte Gabriella Szabo dann den umjubelten 28:27-Siegtreffer für die Gastgeberinnen.