12.02.2018 09:03 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV

Buxtehude holt sich mit klarem Sieg gegen Neckarsulm den vierten Platz zurück

Jessica Oldenburg erzielte vierzehn TrefferJessica Oldenburg erzielte vierzehn Treffer
Quelle: Dieter Lange, BSV
Nach den beiden vergangenen Niederlagen in Blomberg und gegen Metzingen gelang dem Buxtehuder SV im Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sportunion ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter 35:24 (20:11) Sieg. Überragende Akteurinnen im Dress des BSV waren dabei Jessica Oldenburg mit 14 Toren und Torfrau Lea Rühter mit 13 Paraden.

In der Anfangsphase deutete sich ein enger Spielverlauf. Die Führung des Buxtehuder SV konnten die Gäste stets ausgleichen. Nach siebeneinhalb Minuten erzielte Isabell Kaiser dann das 5:4 für den BSV. Diese Führung sollte das Team von Trainer Dirk Leun bis zum Schluss nicht mehr abgeben. Während bei den Gastgeberinnen alles klappte, geriet der Angriff der NSU zunehmend in Stocken. Dies lag zum Großteil an einer überragend aufgelegten Lea Rühter, die mit 13 Paraden den Kasten des BSV quasi zunagelte.

Während Rühter für eine stabile Defensive sorgte, drehte im Angriff vor allem Jessica Oldenburg auf. Aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Emily Bölk (Haarriss im linken Mittelhandknochen) musste Oldenburg im Prinzip durchspielen und erwischte dabei einen Sahnetag. In den ersten zwanzig Minuten hatte sie noch etwas Anlaufschwierigkeiten, doch dann erzielte sie innerhalb von zehn Minuten vier Tore, sodass sich der BSV bereits zur Pause beim 20:11 einen komfortablen Vorsprung erspielt hatte.

Doch Oldenburg, zur Spielerin des Tages gekürt, hatte nicht genug. Zu ihren insgesamt fünf Treffern aus Durchgang eins legte sie nach der Pause neun weitere Tore nach und setzte darüber hinaus noch einige Male ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene. Folglich führte Buxtehude zwischenzeitlich 24:12. Damit war das Spiel nach spätestens 37 Minuten entschieden.

Die verbleibende Zeit nutzte Dirk Leun, um jungen Spielerinnen wie Lisa Borutta, Katharina Meier und Aimee von Pereira Spielanteile zu geben. Die Umstellungen und die Tatsache, dass der BSV einen Gang runterschaltete nutzte Neckarsulm, um Ergebniskosmetik zu betreiben. Zwölf Minuten vor dem Ende bekam das Team von Annamaria Illyes, die das Team im Laufe der Woche von Emir Hadzimuhamedovic übernommen hatte, sogar die Möglichkeit auf 22:28 zu verkürzen. Diese verpasste sie jedoch.

Anschließend ließ der BSV keinerlei Zweifel mehr am Ausgang des Spiels aufkommen und erhöhte nochmal das Tempo. Mit einem abschließenden 7:3-Lauf stellte das Team aus der "Hölle Nord" wieder auf einen zweistelligen Abstand. Den Schlusspunkt Sekunden vor dem Ende setzte dabei abermals Jessica Oldenburg mit ihrem 14. Tor zum 35:24.

Der BSV beendet die Hinrunde mit 16:10 Punkten auf Rang vier. Kommende Sonnabend (17.30 Uhr) tritt das Team von Dirk Leun beim punktlosen Schlusslicht HC Rödertal an. Der Gast aus Neckarsulm, der die letzten fünf Spiele verloren hat, liegt nach der Hälfte der Saison auf dem ersten Nichtabstiegsplatz Rang elf. Die Rückrunde beginnt für die Sportunion ebenfalls kommenden Sonnabend (19.30 Uhr). Dann ist die NSU beim Dritten TuS Metzingen zu Gast.

Dirk Leun: "Das Ergebnis ist in Ordnung. Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte geholt haben, nach den beiden Niederlagen zuletzt. Es gab starke Phasen aber auch Phasen, wo wir leichte Fehler gemacht haben. Zufrieden bin ich vor allem mit der tollen Leistung von Lea Rühter. Aber auch Jessica Oldenburg hat den kurzfristigen Ausfall von Emily Bölk mehr als nur kompensiert. Auch Lisa Borutta muss ich loben, die im Training sehr geduldig arbeitet und immer mehr Spielanteile bekommt."

Annamaria Illyes, die ihren Einstand auf der Trainerbank der Neckarsulmerinnen gab, erklärte: "Ich habe es bisher weder als Spielerinnen noch als Trainerin geschafft, in Buxtehude zu gewinnen. Ich muss unsere Torfrauen loben, die trotz ihres jungen Alters sehr gut gehalten haben. Allerdings muss die Abwehr den Torhüterinnen helfen und zwanzig gute Minuten in der Abwehr reichen nicht, um in Buxtehude zu gewinnen. Wir müssen uns von Spiel zu Spiel steigern, um unsere Ziele zu erreichen. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen."