12.02.2018 08:34 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Oldenburg ringt tapfer kämpfende Rödertalbienen nieder

Simone Spur Petersen war beste Schützin des VfLSimone Spur Petersen war beste Schützin des VfL
Quelle: Helmerichs, VfL
Das hatten sich die Handballdamen des VfL Oldenburg einfacher vorgestellt. Gegen den Tabellenletzten aus Rödertal taten sich die Oldenburgerinnen lange Zeit schwer und konnten sich erst Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend absetzen. Nach 16:13 zur Pause stand am Ende vor 1.008 Zuschauern ein hart erarbeiteter 29:26 Sieg gegen hochmotivierte und tapfer kämpfende Rödertalbienen.

"Rödertal hat sechzig Minuten lang gutes Handball gespielt. Nichtsdestotrotz haben wir zu viele Fehler gemacht. Allein dreimal haben wir beim Wurf im Kreis gestanden. Auch das Wurf- und Passspiel war nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Bis zum nächsten Wochenende muss auch unser Tempospiel besser werden. Mit den zwei Punkten bin ich zufrieden, aber nicht mit dem Spiel", sah Oldenburgs Coach Niels Bötel einigen Verbesserungsbedarf bis zum nächsten Spiel.

Es sollte bis zur sechsten Minute dauern bevor die Grün-Weißen durch Jenny Behrend (3:2) erstmals in Führung gehen konnten. Zwar konnte Angie Geschke kurze Zeit später per Siebenmeter auf 4:2 erhöhen, aber wer glaubte der VfL würde jetzt davonziehen sah sich getäuscht: Mit einem Doppelschlag durch Stefanie Hummel konnte die Gäste nach zehn Minuten zum 5:5 ausgleichen.

Pünktlich zum Abschlusstraining hatten sich bei den Gästen die grippegeplagten Jessica Jander, Tammy Kreibich und Jaqueline Hummel wieder einsatzbereit gemeldet. Auch Sarolta Selmeci und Brigita Ivanauskaite, die zuletzt nur individuell trainieren konnten, meldeten sich fit. Dafür stand fest, dass weder Jurgita Markeviciute, noch Michelle Urbicht mit auf Auswärtsfahrt gehen.

Es waren vor allem Jacqueline und Stefanie Hummel die in dieser Phase des Spiels die Abwehr des VfL immer wieder vor Probleme stellte. Gleichzeitig tat man sich im Angriff mit der offensiven Verteidigung der Gäste schwer, so dass einige Pässe beim Gegner landeten und dieser so zu leichten Toren kam. Erst in der 24. Minute konnte Angie Geschke (13:10) die erste Drei-Tore-Führung des VfL erzielen. Mit 16:13 ging es dann in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff sah es zunächst danach aus als ob die Gastgeberinnen den Gegner nun besser im Griff haben würden. Schnell hatte man den Vorsprung auf 20:14 ausgebaut. So leicht ließen sich die Rödertalbienen allerdings nicht abschütteln und nach halbgespielter zweiter Hälfte waren sie wieder auf 19:21 herangekommen. Aber nur dreieinhalb Minuten später hatte das Team von Niels Bötel den alten Vorsprung wiederhergestellt.

Nun nahm Bötel immer wieder Madita Kohorst aus dem Tor um mit einer siebten Feldspielerin eine Überzahlsituation im Angriff zu schaffen. Mit wenig Erfolg. Im Gegenteil. Zu oft verlor man den Ball durch Fehlpässe, so dass sich die Rödertalbienen vier Minuten vor dem Ende wieder auf 25:27 herangekämpft hatten. Allein zweimal war dabei Torhüterin Nele Kurzke mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld erfolgreich. Der VfL ließ aber nichts mehr anbrennen. Zunächst tankte sich Simone Spur Petersen einmal mehr durch die Abwehr der Gegnerinnen, bevor Angie Geschke zwei Minuten vor dem Ende den 29:26 Endstand herstellte.

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Das was wir uns unter der Woche vorgenommen haben, konnten wir bestätigen und waren kämpferisch wieder spitze. Natürlich hat man auch während des Spiels wieder gemerkt, dass die Mannschaft und ich noch ein paar Abstimmungsschwierigkeiten haben, was nach der kurzen Zeit aber völlig normal ist. Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Auch Julia Mauksch muss ich ein Kompliment machen, da sie in ihrem Alter eine sehr ordentliche Leistung gezeigt hat", sah HCR-Trainer Maximilian Busch sein Team auf dem richtigen Weg.