12.02.2018 08:06 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Müssen das Spiel schnell aus unseren Köpfen bekommen": Werder verliert in Berlin deutlich

Merle HeidergottMerle Heidergott
Quelle: hansepixx.de
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit musste das Team von Werder-Trainer Florian Marotzke die Spreefüxxe Berlin zu Beginn der zweiten Halbzeit davonziehen lassen. Am Ende setzte sich der Hauptstadt-Club deutlich mit 40:32 gegen die Bremerinnen durch. Für Werder ist es die dritte Niederlage in Folge, die auch Merle Heidergott mit ihren 18 Toren nicht verhindern konnte. Die Hauptstädterinnen hingegen klettern auf den siebten Tabellenplatz.

Den ersten Treffer der Partie erzielte Merle Heidergott für die Grün-Weißen, doch den besseren Start erwischten die Berlinerinnen. Werder geriet mit 2:7 in Rückstand (12.) und Marotzke musste zur ersten Auszeit greifen, um die Mannschaft noch einmal neu einzustellen.

Berlin hatte sich gut auf die Bremer Rückraumschützinnen eingestellt, attackierte früh und wenn es doch mal zum Abschluss kam, war die erneut gut aufgelegte Natascha Faßold zur Stelle. Auch Bremen hatte sich Gedanken gemacht und versuche es ähnlich wie Herrenberg in der Woche zuvor mit einer offensiven Abwehrvariante gegen die beiden Halbspielerinnen der Spreefüxxe. Doch dies eröffnete große Räume und so hatte man sich nach knapp 12 Minuten den Fünf-Tore- Vorsprung erarbeitet

Die Auszeit der Gäste zeigte aber Wirkung, beim 8:8 (19.) durch Merle Heidergott kam das nun mit sieben Feldspielerinnen agierende Bremen zum Ausgleich und Werders-Haupttorschützin brachte ihre Farben beim 10:9 (21.) sogar wieder in Führung. Eine Zeitstrafe gegen Isabelle Dölle brachte Berlin vor der Pause aber wieder in Führung und Werder musste im zweiten Durchgang einen 15:18-Rückstand aufholen.

Direkt nach dem Wiederanpfiff kassierte Merle Heidergott eine Zeitstrafe, Berlin nutzte die Überzahlsituation und baute die Führung auf 15:22 (34.) aus - auch durch einige Treffer in das verwaiste Tor des Gegners. Bei den Spreefüxxen schien nun alles zu funktionieren. Sophie Mrozinksi versuchte ihr Glück von der Defensive ins leere Tor, traf nur den Pfosten, doch der Ball kam zu ihr zurück und Versuch Nummer zwei war einer ihrer fünf sehenswerten Treffer dieses Tages.

Werder kam in der zweiten Halbzeit nicht ins Spiel, beim 17:27 (39.) betrug der Rückstand zehn Tore. Berlin agierte souverän und ließ sich das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen. Am Ende reichen 32 Tore für Werder nicht, um etwas Zählbares aus Berlin mit an die Weser zu nehmen. Mit einer 32:40-Niederlage mussten die Grün-Weißen die Heimreise antreten.

"Wir standen uns heute häufig selbst im Weg und haben uns zum Beginn der zweiten Halbzeit ein wenig überrumpeln lassen", zeigte sich Werder-Trainer Marotzke nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. Nach den letzten drei Niederlagen richtet sich der Fokus jetzt auf das kommende Heimspiel gegen Herrenberg. "Wir müssen das Spiel jetzt ganz schnell aus unserem Kopf bekommen und uns voll auf Herrenberg fokussieren", so Marotzke.