11.02.2018 14:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Bären

Bären bremsen "zockende" Handballgirls aus

Rebecca EngelhardtRebecca Engelhardt
Quelle: Kurpfalz Bären
43 Tore hatten die Handballgirls des TV Beyeröhde am letzten Spieltag den Trierer Miezen eingeschenkt. Aber in der Bärenhöhle in Ketsch stand eine Sabine Stockhorst im Tor, die gemeinsam mit einer kämpferisch aufgelegten Abwehr dem Treiben der torhungrigen Gäste die Grenzen aufzeigte. Wie schon beim Vorspiel in Wuppertal war bei der 20-Tore-Grenze Schluss. Mit dem 27:20-Sieg behaupten sich die Kurpfalz Bären in der Spitzengruppe der zweiten Bundesliga und können den weiteren Aufgaben recht gelassen entgegensehen. Dr. Robert Becker: "Es war zwar nicht alles Gold was glänzt, doch die Mannschaft hat bewiesen, dass sie wieder ihren Rhythmus gefunden hat."

Martin Schwarzwald, der Gästetrainer, schickte vom Anpfiff weg sieben Feldspielerinnen in den Angriff, um - wie er in der Pressekonferenz sagte - die Bärenabwehr in eine defensive 6:0 Formation zu zwingen. Das ging jedoch ordentlich in die Hose! Fünf der ersten zehn Bärentreffer landeten im verwaisten Gästetor, was den Ketscher Zuschauern viel Vergnügen bereitete. Aber Schwarzwald hatte kein Einsehen mit seinem sehr verunsicherten Team und gab erst nach der Pause die riskante Taktik auf. Da stand es aber schon 17:12 für die Bären, die sich nicht mehr in Bedrängnis bringen ließen.

Nach einem 6:6 Zwischenstand in der der 13. Minute übernahmen die Bären immer mehr das Kommando. Blendend aufgelegt bewiesen Carmen Moser im Rückraum und die Außenspielerinnen Rebecca Engelhardt und Sophia Sommerrock ihre Durchschlagskraft und brachten die Gastgeberinnen mit 17:10 in Front. Zwischen der 26. und 36. Minute ließ das Team von Katrin Schneider viele hochprozentige Chancen aus, doch Beyeröhde kam nicht mehr in Tuchfühlung. Bei den Handballgirls machte die quirlige Ramona Ruthenbeck den besten Eindruck, während Pia Adams nicht wie gewohnt zum Zuge kam.

"Wir haben unseren Aufwärtstrend bestätigt", war Kate Schneider nach dem Spiel sehr zufrieden. Insbesondere der leidenschaftliche Auftritt in der Abwehr und der rasante Übergang in den Gegenstoß dürfte ihr gefallen haben. In der letzten Viertelstunde konnte sie es sich erlauben, allen Spielerinnen eine Einsatzchance zu geben und verschiedene Formationen zu testen.